I'm from Barcelona

U.
I'm From Barcelona kamen mir vor einigen Jahren erstmalig in einem Blog unter, in dem der Autor einen Konzertbesuch beschrieb und feststellte, dies sei sein erster gewesen, bei dem er sich gewünscht hätte, dass seine Kinder dabei wären. Und tatsächlich kann man sich gerade bei den eingängigeren Songs des ersten Albums gut vorstellen, dass sie kleinen Kindern gefallen könnten - immerhin hören diese ja mittlerweile schon Stereo Total und Konsorten - und besuchen, von mir selbst gesehen, mit ihren Eltern Konzerte von PeterLicht und Tomte. Die kommende Generation wird es also wohl schwer haben mit ihrer musikalischen Abgrenzung gegenüber den Eltern (naja, Sido und Bushido hören hilft da sicher enorm).

Die Frage für den erwachsenen Hörer war bislang, inwieweit er das Infantil-Einfache dieser Musik mag, das bei Livekonzerten bislang noch durch lustige Tänze und spontane Polonaisen verstärkt wurde, plus Luftballonregen, Luftschlangen und so weiter. Am Montag konnte ich mir im Frankfurter Mousonturm eine eigene Meinung dazu bilden, und es zeigte sich sofort: Der Kindergeburtstag ist mittlerweile (fast) vorbei. Das neue Album von I'm From Barcelona ist um einiges näher an „regulärer“ Indie-Musik als das erste, und vielleicht haben zwei Jahre tägliches Polonaisemachen ja auch ihre Spuren hinterlassen: Auf jeden Fall dieser Auftritt um einiges zurückhaltender als (überlieferterweise) seine letztjährigen Vorgänger.


Ganz ohne Späßchen ging es dann aber trotzdem nicht: Zumindest dezent-schwarze Luftballons regneten auf das Publikum herab, zu „Treehouse“ gab es pantomimische Tänze, und insgesamt war der Enthusiasmus der insgesamt 14 Leute auf der Bühne nach wie vor beträchtlich.

Der (Haupt-)Sänger Emanuel Lundgren ließ sich hierbei auch von der Tatsache, dass der Mousonturm bei weitem nicht ausverkauft war, nicht daran hindern, Crowdsurfing zu betreiben – was dann so funktionierte, dass er die Leute vor der Bühne darum bat, sich enger zusammen zu stellen, darauf sprang und sich von der Gruppe ein wenig durch die Gegend tragen ließ.



Fazit: Auch wenn die Kinderkompatibilität vielleicht langsam abnimmt, ist der Spaßfaktor definitiv noch vorhanden – und die etwas andere Richtung sicher möglicherweise das längerfristige Überleben der Band.

Am Sonntagabend geht es dann zu PeterLicht – mal sehen, wie es da mittlerweile mit den minderjährigen Besuchern aussieht…

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