Neulich als ich kochte (2): Gratinierter Chicorée mit Blauschimmelkäse und Birnen

U.

Im KochAbo-Rezeptheft, das den gelieferten Zutaten beiliegt, wird eine Empfehlung abgegeben, in welcher Reihenfolge die gelieferten Mahlzeiten konsumiert werden sollten – manche Zutaten sind schließlich verderblicher als andere. Und in der Tat sahen die beiden Chicorées, die zu Mahlzeit Nummer 1 gehörten, aus, als sollte man sie möglichst bald verarbeiten.

Tatsächlich war es auch die angekündigte Kombination Chicorée – Couscous – Birnen – Blauschimmelkäse gewesen, die mich veranlasst hatte, ausgerechnet diese Woche zu bestellen, also war ich durchaus zufrieden, gleich damit anzufangen.



Beim Durchgehen der Zutatenliste hatte ich leicht überrascht festgestellt, dass zwar einiges geliefert worden war, das ich auch sowieso im Haus gehabt hätte (Zitrone, für andere Rezepte auch Zwiebeln und Muskatnuss), ausgerechnet bei braunem Zucker hatte KochAbo aber beschlossen, dass normale Menschen so etwas vorrätig haben. Hatte ich nicht, aber dann eben auf dem Arbeitsrückweg besorgt.

Die Zubereitung stellte keine besondere Herausforderung dar: Man musste erst die Birne schneiden und kurz anbraten, dann den Couscous mit heißem Wasser übergießen und zuletzt den halbierten Chicorée mit dem Zucker karamellisieren und mit Zitronensaft ablöschen. Dann kam alles zusammen in eine Auflaufform, der Blauschimmelkäse wurde darüber gestreut und das Gericht wurde eine Viertelstunde überbacken - als Garnierung kam anschließend noch Petersilie obendrauf.


Leider war ich bei der Zubereitung etwas faul und gab die Zutaten in der Reihenfolge in die Form, in der sie fertig geworden waren, was dazu führte, dass das Gemüse unter dem Couscous landete – eine andere Lösung wäre sicher ästhetischer gewesen. Auf den Geschmack hatte diese Vorgehensweise aber sicher keinen Einfluss – und der war leider nichts Besonderes. Der Chicorée war trotz Karamellisieren bitter geblieben, der Couscous schmeckte nach gar nichts, die Birne fügte sich nicht ins Gesamtkonzept ein – letztlich waren nur die käsehaltigen Stellen meines Abendessens der Rede wert.

Von der Portionsgröße her war alles in Ordnung, ich werde die zweite (nun eingefrorene) Hälfte auch essen, aber noch einmal koche ich nach diesem Rezept sicher nicht. Schade.

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