Gekauft: Mai 2026


Einer meiner Wünsche beim Umzug in unsere neue Wohnung (der nun einen knappen Monat her ist) war, unseren neuen Balkon katzensicher zu vernetzen. In meiner alten Frankfurter Wohnung ließ ich meine Katzen ohne Netz auf den Balkon, aber dieser befand sich auch nur im ersten Stock. Passiert ist nie etwas, aber ehrlich gesagt war das reines Glück - meine Elmo sprang immer wieder in die auf der Brüstung stehenden Blumenkästen und hätte jederzeit mit einem davon abstürzen können. Und auch, wenn der Sprung sie wahrscheinlich nicht schlimm verletzt hätte, wäre sie auf den Schreck hin sicherlich weggerannt - es wäre also fraglich gewesen, ob ich sie wohlbehalten wiederbekommen hätte.

In unserem anschließend bezogenen Haus hatte ich nie recht gewusst, was man unternehmen könnte, um die dort vorhandene Terrasse halbwegs kostengünstig zu sichern - ich wusste ja auch anfangs nicht, dass wir dort für 13 Jahre wohnen würden, so dass sich etwas Aufwand durchaus gelohnt hätte. Und so mussten sämtliche Katzen sich dort mit dem großzügig bemessenen Innenraum begnügen.

Nun, im zweiten Stock eines hochgeschossigen Altbaus, kommt es überhaupt nicht in Frage, die Kater ohne Sicherung auf den Balkon zu lassen, und ich gehe auch davon aus, dass wir hier länger wohnen werden. Mein Freund und ich informierten uns also über Möglichkeiten, und ich fragte bei diversen Anbietern an, die professionell Balkonsicherungen anbieten.



Das Ergebnis war zunächst ernüchternd, denn viele der Unternehmen waren gar nicht erst bereit, einen Auftrag aus unserer Wohngegend anzunehmen, sondern konzentrierten sich auf ein kleineres Einsatzgebiet. Die Angebote, die ich letztlich von einigen reisewilligen Unternehmen erhielt, lagen preislich zwischen 1.700 und 5.000 Euro.

Parallel recherchierten wir auch nach Möglichkeiten für den Eigenbau. Es gab hier einige Umstände zu berücksichtigen: Bei Katzennetzen kommen häufig Teleskopstangen zum Einsatz, die man zwischen den eigenen Balkon und den darüber klemmen kann - nur befindet sich über unserem kein weiterer. Außerdem steht unser neues Wohnhaus unter Denkmalschutz, weshalb es komplett ausgeschlossen war, die Fassade anzubohren. Zudem erforderte die Abwesenheit eines Balkons über unserem einen ergänzenden Überkletterschutz für unser Netz, denn die Kater sollten ja nicht daran empor- oder gar darüberklettern.

Auch für die Eigenbau-Variante holte ich Angebote ein und war wiederum überrascht über den Preis - zwischen 650 und 800 Euro musste einem ein Gesamtpaket für die Balkonsicherung bei Eigenumsetzung aktuell wert sein. Diese gab ich dann aus, und letztes Wochenende befestigte mein Freund die Teleskopstangen. Wenig später konnte ich das Netz (ich habe mich hier für eine besonders reißfeste Variante entschieden, die hoffentlich den Katern stand hält) aufhängen.



Meine Kater nahmen die Eröffnung ihrer ersten Balkonsaison in etwa so auf, wie ich es erwartet hatte: Iggy lief sofort nach draußen, fand alles super und piepst nun, wenn er drinnen ist, jedes Mal hoffnungsvoll, wenn sich jemand von uns von innen der Balkontür nähert. Bowie sah sich das Ganze erst einmal lange von drinnen an, ging dann Schritt für Schritt Richtung Balkon - und als er das erste Mal einen Blick vom Rand nach unten riskierte, rannte er erst einmal erschrocken zurück ins Wohnzimmer.

Mittlerweile haben die beiden sich ans Draußen gewöhnt und halten sich beide gerne auf dem Balkon auf. Dieser ist mittlerweile auch mit für sie ungiftigen Pflanzen bestückt. Ich überlege nur noch, was hier noch an "kätzischem" Mobiliar zum Einsatz kommen kann.

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