Laut meinem Blog sah ich die Villagers beim Haldern Festival 2010 zum ersten und letzten Mal. Der melancholische Sound passte perfekt i...


 Laut meinem Blog sah ich die Villagers beim Haldern Festival 2010 zum ersten und letzten Mal. Der melancholische Sound passte perfekt ins Spiegelzelt, Band und Publikum waren begeistert. Ich habe mich aber nie näher mit der Band beschäftigt, dabei war damals gerade das Debütalbum erschienen, mittlerweile gibt es insgesamt vier und im September erscheint Nummer 5, von der auch dieses Lied stammt.

Selbiges gefällt mir ausgesprochen gut, ebenso das melancholisch-optimistisch-melancholische Video, in dem Sänger Conan O'Brien überraschenderweise die weibliche Hauptrolle übernimmt.




Seit meinem ersten Besuch bei der britischen Kette Wagamama bin ich Ramen-Fan. In Frankfurt gibt es seit Jahren neben dem Wagamama-Klon ...


Seit meinem ersten Besuch bei der britischen Kette Wagamama bin ich Ramen-Fan. In Frankfurt gibt es seit Jahren neben dem Wagamama-Klon Moschmosch einige "echte", also japanische Ramen-Restaurants. Diese haben aber leider meist wenig für Vegetarier zu bieten. Traditioneller Ramen hat als wichtigste Zutat nämlich die Brühe, in der die Nudeln serviert werden, und diese wird häufig tagelang gekocht, auf der Basis von Schweine-, Hühner- oder Rinderknochen.

In der Nähe meines Arbeitsplatzes hat sich vor einer Weile Ramen Jun niedergelassen, ein Ramen-Lokal, das stets voll ist und auch ein bis zwei vegetarische Suppen zu bieten hat. Offenbar hat der Standort in unmittelbarer Nähe des japanischen Konsulats aber genug Ramen-Hungrige zu bieten, um ein weiteres Lokal zu füllen, denn letztes Jahr eröffnete wenige Meter entfernt Takumi - eine Filiale eines bestehenden Restaurants aus der deutschen Japaner-Hochburg Düsseldorf.


Takumi habe ich mittlerweile schon öfter besucht, was viel damit zu tun hat, dass man dort, anders als bei der benachbarten Konkurrenz, meistens sofort einen Tisch ergattern kann. Man bekommt im Lokal den Eindruck, es definitiv mit echten Japanern zu tun zu haben, was sich auch darin äußert, dass die Bedienungen (diese sind meistens sehr jung und, so vermute ich es zumindest, temporär angestellte Japaner auf Europareise) manchmal Kommunikationsschwierigkeiten haben. Auch die Speisekarte, die viele andere Gerichte außer Ramen enthält, ist im Ganzen nicht ganz leicht zu verstehen, aber die "vegetarische Seite" stellt sich völlig klar dar: Es gibt im Grunde zwei vegetarische Suppen, eine scharf und mit Erdnüssen, die andere eher mild auf Misobasis. Beide gibt es noch als Luxusvariante mit Tempuragemüse als Topping, was insgesamt eine Liste von vier Suppen ergibt. Die Preise liegen zwischen 13 und 15 Euro.

Ich habe mittlerweile beide Suppen probiert und mag beide sehr. Die Erdnusssuppe ist wirklich scharf, bei den ersten paar Löffeln denke ich jedes Mal, dass ich eine Fehlentscheidung getroffen habe, aber dann wird das Essen leichter - zumal neben der Schärfe auch jede Menge guter Geschmack vorhanden ist. Die Preise liegen viel höher als bei Moschmosch, so dass ich mir nur hin und wieder einen Besuch zur Mittagspause gönne - diesen dann aber mit großem Genuss.

Wer hier isst, bekommt übrigens eine Sammelkarte, auf der man für jeden Besuch einen Stempel erhält, Montags und Donnerstags sogar zwei. Nach zehn Stempeln bekommt man dann eine Portion Gyoza umsonst, nach weiteren zehn ein Ramengericht. Als ich meine zehn Stempel voll hatte, erfuhr ich allerdings zu meiner Enttäuschung, dass es die Gyoza nur mit Fleisch gebe, und ein Ersatzgericht könne man mir auch nicht anbieten. Mittlerweile werden allerdings auch vegetarische Gyoza serviert, so dass ich mein Glück wohl demnächst nochmals versuchen werde.

Takumi ist in der Mendelssohnstraße 44.




Das Stop Motion Video mit Pappfiguren kann man mit dem Satz "Wie unterschiedlich derselbe Tag verlaufen kann" umschreiben. Näml...


Das Stop Motion Video mit Pappfiguren kann man mit dem Satz "Wie unterschiedlich derselbe Tag verlaufen kann" umschreiben. Nämlich sehr unterschiedlich, je nachdem, ob man von Anfang an ein schlecht gelauntes Rauchwölkchen über dem Kopf hatte oder eben nicht. Ich kann mich insbesondere mit dem Moment bei 1:34 identifizieren, als die Bahn nach Hause plötzlich 45 Minuten Verspätung hat...




Letzten Monat veröffentlichte ich an dieser Stelle eine Jammertirade zum Thema "eigentlich nicht so viel konsumieren wollen, dann aber ...

Letzten Monat veröffentlichte ich an dieser Stelle eine Jammertirade zum Thema "eigentlich nicht so viel konsumieren wollen, dann aber doch in Versuchung geraten", und hier kann ich im Grunde nahtlos anschließen: Während ich es im Bereich Kleidung mittlerweile nämlich durchaus häufig (Nein, nicht immer) schaffe, mich vor einem Impulskauf zu fragen, ob ich das entsprechende Stück eigentlich brauche, ob ich zufällig etwas besitze, das ihm recht ähnlich sieht, zu was ich es überhaupt tragen würde und wie oft und so weiter... übertrage ich mein grundsätzliches Kaufbedürfnis nämlich nun recht häufig einfach auf einen anderen Bereich, den der Kosmetik.


Bei pflegenden Produkten wie Cremes oder Reinigungsöl bin ich hier völlig schmerzfrei: Wenn es beispielsweise eine vernünftige Nachtcreme sowohl von DM Balea als auch von Estée Lauder gibt, sehe ich nicht den geringsten Anlass, das teurere Produkt zu erwerben. Ganz anders sieht das aber bei dekorativer Kosmetik aus: Auch wenn ich nicht im Geringsten daran zweifele, dass ein Manhattan-Nagellack dasselbe leistet wie einer von Chanel oder ein Lidschatten der Billigmarke Catrice genauso viel kann wie einer zum fünffachen Preis von Laura Mercier: Hier bin ich dann doch Verpackungs- und Markenopfer, und das schicke Parfümerieprodukt bereitet mir, trotz besseren Wissens, mehr Freude.

Und so habe ich im Mai den wirklich sehr hübschen "Expert Dual Powder" der Marke By Terry erworben - diese heißt nach der Gründerin Terry de Gunzburg, die, bevor sie ihr eigenes Label gründete, die Kosmetika von Yves Saint Laurant entwickelte - was man den eigenen Produkten hinsichtlich Optik und Preis durchaus anmerkt. Der Puder ist in zwei "Abteilungen" aufgeteilt, die je nach Farbwahl als Puder, Highlighter, Bronzer oder Blush verwendet werden können. Bei meiner Variante "Apricot Glow" fungiert der Puder am Rand als regulärer mattierender Puder, der Punkt in der Mitte funktioniert als sehr blasses, eben aprikosenhaftes und schimmerndes Rouge. Und mal ehrlich, sieht das Ganze mit seiner Prägung und Anordnung nicht wunderschön aus?

Und ja, natürlich könnte man als Nicht-Verpackungsopfer vermutlich gleichwertige Produkte viel, viel billiger erwerben. Ich bin aber schon zufrieden, wenn ich mich noch eine Weile davon abhalten kann, zusätzlich eine zweite Farbe zu kaufen...

Während in meinem Haushalt noch Unentschlossenheit vorherrscht, was die Zukunft unseres Sky-Abonnements betrifft (Sky hat soeben eine neue S...

Während in meinem Haushalt noch Unentschlossenheit vorherrscht, was die Zukunft unseres Sky-Abonnements betrifft (Sky hat soeben eine neue Software veröffentlicht, die es unter anderem ermöglicht, Serienfolgen direkt hintereinander abzuspielen - bei Amazon Prime und Netflix eine absolute Selbstverständlichkeit - und möchte dafür nun gerne monatlich 10 Euro mehr bekommen), habe ich Netflix nun erst einmal behalten.

Dort sah ich im Mai dann Star Trek: Discovery - die erste neue Serie dieses Universums seit 2005 (und Star Trek: Enterprise, die Serie davor, habe ich nie gesehen).

Da ich in meiner Studienzeit viel Prokrastinationszeit damit verbracht hatte, sowohl Star Trek: The Next Generation als auch Star Trek: Deep Space Nine anzusehen und außerdem etwa die Hälfte der existierenden Kinofilme kenne, dachte ich, mich leidlich gut in diesem Universum auszukennen. Discovery spielt allerdings zehn Jahre vor der Ur-Serie Star Trek (also der mit Kirk und Spock), und auch wenn ich diese als Kind natürlich gesehen habe, sind meine Erinnerungen daran mittlerweile recht blass. Anderes aus späteren Filmen und Serien habe ich wohl schlicht vergessen.


Anders als in anderen Serien des Universums ist Michael Burnham, die weibliche Hauptfigur von Discovery, kein Kapitän. Als wir sie kennenlernen, ist sie Erster Offizier des Raumschiffs Shenzhou und erlebt dort den Ausbruch des Kriegs der Föderation gegen die Klingonen - manche denken auch, dass sie ihn ausgelöst hat. Wegen ihres Verhaltens auf der Shenzou landet Michael zunächst als Meuterin im Gefängnis, um nur wenig später durch einen Zufall bei einem Gefangenentransport auf der USS Discovery zu landen - wo deren unkonventioneller Kapitän Lorca sie kurzerhand wieder ins  Sternenflotten-Personal aufnimmt.

Während es an diesem Punkt für kurze Zeit so scheint, als würde Discovery sehr bekannte Handlungsmuster verfolgen - einige Folgen lang erlebt die Besatzung jede Woche ein neues Abenteuer, wie das eben auch Kirk, Spock, Scottie und Uhura taten - entfaltet sich schnell ein größerer Handlungsbogen, der auch diverse Ereignisse aus den ersten Folgen wieder aufgreift. Ich persönlich wurde immerhin zweimal sehr von plötzlichen Wendungen in der Handlung überrascht.

Vieles hätte man als Zuschauer aber sicherlich erschließen und vorhersagen können, wenn man sich besser als ich mit dem Star Trek Universum ausgekannt hätte - so war für mich ein Sprung des Raumschiffs in ein Paralleluniversum, in dem die Menschheit alle anderen Völker ihrer Galaxie unterworfen hat, völlig unerwartet - tatsächlich kommt das "Imperium" aber recht häufig in diversen Star Trek Serien vor und war mir schlicht nicht im Gedächtnis geblieben.


"Macher" der Serie ist übrigens Bryan Fuller, den ich sowohl von Hannibal als auch von Pushing Daisies kenne und schätze - glücklicherweise sind die Dialoge in Discovery jedoch etwas zielführender als die gegen Ende der Hannibal-Serie...

Ein "Problem", für das ich allerdings keine Lösung vorschlagen kann, ist natürlich, dass man Discovery in jeder Szene ansieht, dass die technischen Möglichkeiten um ein Vielfaches besser sind als bei der zehn Jahre später spielenden Enterprise... die Uniformen, die Ungeheuer, die technische Ausrüstung, die Klingonen... die Figuren wären sicher überrascht, zu erfahren, wie ramschig das alles in zehn Jahren aussehen wird!

Mich hat Discovery sehr gut unterhalten, und ich freue mich, dass es eine zweite Staffel geben wird.

Im Mai tauchte ich wieder einmal in Jugendbuchgefilde ein, denn ich las den mittlerweile vierten Teil von Magisterium , einem Versuch der am...

Im Mai tauchte ich wieder einmal in Jugendbuchgefilde ein, denn ich las den mittlerweile vierten Teil von Magisterium, einem Versuch der amerikanischen Erfolgsautorinnen Holly Black und Cassandra Clare, auf der Harry Potter-Welle mitzuschwimmen.

Wie immer ließ mich das Buch gespalten zurück: Einerseits ist es schon ein bisschen frech, in welchem Ausmaß in der Buchserie, die grundsätzlich an einer Magierschule in den USA spielt ("grundsätzlich", weil die Hauptfiguren in Teil 4 diese Schule nicht von innen zu sehen bekommen) Motive aus den Harry Potter-Büchern aufgegriffen werden. Andererseits ist es dann doch immer faszinierend, wie mit quasi identischen Zutaten dann doch eine andere Geschichte erzählt wird.


Die Hauptfigur der Serie, Callum Hunt, weiß bereits seit Band 1, dass er in Wirklichkeit gar nicht er selbst ist. Ein böser Magier, gegen den in der Vergangenheit die Mehrheit der Zauberergemeinschaft einen Krieg führte (Ja, genau, Voldemort, der hier aber Constantine Madden heißt) hat es nämlich geschafft, seine Seele in das Baby Callum zu übertragen, bevor sein eigenen Körper starb. Callum ist somit Constantine - oder auch nicht, denn schließlich hat er bislang sein eigenes Leben gelebt, eine andere Erziehung genossen und andere Entscheidungen getroffen.

Dieser Aspekt - dass Callum weiß, dass er irgendwie "böse" sein muss, dazu aber im Grunde keine Lust hat - macht die Buchreihe dann doch interessant. In Band vier, der auf Deutsch Die silberne Maske heißt (ich lese die Buchreihe auf Deutsch, weil ich mit Band 1 so angefangen hatte, außerdem sehen die Bücher so hübsch aus, wenn sie nebeneinander stehen) hat auch Callums Umwelt erfahren, dass er Constantines Seele in sich trägt und ist je nach moralischem Kompass entsetzt oder begeistert. Nachdem er zunächst ins Gefängnis verbannt wurde, befreit ihn recht schnell eine Gruppe von Constantine Madden-Anhängern, mit denen Callum eigentlich gar nicht kooperieren möchte - andererseits hat er selbst Interesse daran, wie diese "den Tod zu besiegen", denn sein bester Freund ist verstorben, und Callum soll ihn als Beweis seiner Fähgkeiten wieder zum Leben erwecken.

Wie immer war die Geschichte an sich spannend erzählt, und die enthaltene Liebesgeschichte funktioniert sogar ein bisschen besser als bei JK Rowling (ich persönlich fand die Liebesgeschichten im Potterverse immer eher aufgesetzt). Ich bin ganz froh, dass die Serie mit dem nächsten Band ihr Ende finden wird, andererseits werde ich diesen definitiv lesen wollen - wie gesagt, ich bin hin- und hergerissen...

Letzten Dienstag besuchten mein Freund und ich das We Are Scientists-Konzert in Wiesbaden. Wohl bestärkt durch die Tatsache, dass unser ...


Letzten Dienstag besuchten mein Freund und ich das We Are Scientists-Konzert in Wiesbaden. Wohl bestärkt durch die Tatsache, dass unser Besuch bei Signor Verde in Köln für ihn erfolgreich verlaufen war (in dem Sinne, dass er etwas für ihn Schmackhaftes auf der Karte gefunden hatte), schlug mein Freund als Treffpunkt fürs Abendessen wiederum ein veganes Lokal vor: fair.liebt.

Immer, wenn ich Wiesbaden besuche, begeistere ich mich für die prächtigen Altbauten, die sich hier aufreihen, so weit das Auge reicht. Mit den Autos der Bewohner sah es leider ganz ähnlich aus, so dass wir zunächst lange nach einem Parkplatz suchten.


fair.liebt ist ein "Kellerlokal", in das man von der Straße aus bergab geht, früher hieß es anscheinend "Chiantikeller". Während es draußen eine Handvoll Freisitze gibt, ist der Innenraum geradezu großzügig, mit einem Haupt- und einem Nebenzimmer. Ein Großteil der Einrichtung ist absichtlich Second Hand und sieht aus, als stamme er aus einem Seniorenhaushalt: Es gibt Samtsofas und -stühle sowie Tische, unter deren Glasplatten Spitzendeckchen liegen. Das Ganze macht einen durchaus gemütlichen Eindruck.

Ähnlich wie Signor Verde hat fair.liebt eine durchaus bodenständige Speisekarte mit diversen Pizzen, Flammkuchen, Burgern und Pastagerichten (und vielem mehr). Die Preise erschienen mir moderat. Die aufmerksame und schnelle Bedienung, die uns die Karte brachte, wies uns außerdem auf eine Auswahl von Tagesgerichten hin (aktuell gab es eine glutenfreie Woche), doch wir entschieden uns für "Chili sin Carne" (8,90 Euro) und "Spaghetti Carbonara" (9,90 Euro).


Spaghetti Carbonara ist ein Gericht, das in seiner Originalversion kaum weniger vegan sein könnte: Zu Spaghetti kommen nichtvegane Eier, Sahne, Speck und Parmesan. Ich war gespannt, was ich bekommen würde.

Das Nudelgericht, das ich erhielt, war geschmacklich eine recht gute Imitation: Die Nudeln lagen in einer (vermutlichen) Sojasahnesauce, als Speckersatz diente Räuchertofu und statt Parmesan hatte man gemahlene Nüsse darüber gestreut. Die sehr großzügig bemessene Portion schmeckte angenehm rauchig und würzig - nur die Optik konnte weniger überzeugen: Auch im Original ist Carbonara kein Hingucker, die vegane Version war statt einheitlich gelblich aber auch noch eher gräulich und ganz ohne Farbakzente. Ein Salatblatt mit einem Viertel Tomate hätte sicherlich geholfen.


Das Chili meines Freundes wurde mit einem noch warmen Brötchen serviert. Es war sowohl schärfer als auch wässriger als die Chilis, die wir Zuhause kochen - vieleicht arbeitet man im fair.liebt mit frischen Tomaten und nicht, wie wir, mit Tomatenstücken aus der Dose? Auch beim Chili war ein "Milchprodukt" im Spiel, nämlich Soja-Joghurt. Für meinen Freund wäre diese Zugabe nicht notwendig gewesen, ich fand die Kombination durchaus gelungen.

Das Lokal an sich ist mit sichtlicher Mühe gestaltet worden, könnte aber noch die eine oder andere Renovierung vertragen (beispielsweise wäre es gemütlicher, wenn der Fliesenboden des Vormieters durch Laminat ersetzt würde, und die Toiletten sind noch Originale aus den Siebzigern). Die Betreiber bieten diverse Veranstaltungen an, etwa Spieleabende und Konzerte, was mich ebenfalls denken lässt, dass hier viel Herzblut im Spiel ist.

Ich war von unserem Besuch im fair.liebt durchaus angetan und ein wenig traurig, nach der riesigen Pastaportion keinen Magenplatz mehr für einen Nachtisch zu haben. Vielleicht ein andermal...


Gut, dass mein Jugendidol Dave Gahan hier nicht mitliest (falls doch: Hi Dave!). Denn wenn er das täte, wäre für ihn die Erkenntnis, dass...


Gut, dass mein Jugendidol Dave Gahan hier nicht mitliest (falls doch: Hi Dave!). Denn wenn er das täte, wäre für ihn die Erkenntnis, dass er diese Woche mit seiner Goldfrapp-Kollaboration für den Sendeschluss eingeplant war, dann aber durch Dschinghis Khan(!!) verdrängt wurde, sicherlich schmerzlich. Keine Sorge, Dave, nächste Woche geht es hier normal und geschmackssicherer weiter!

Von der Dschinghis Khan-Sache erfuhr ich durch meine Phantasiefreundin Anja Rützel, die letzte Woche entsetzt twitterte:


Dschinghis Khan als Neuauflage mit Jay Khan (bekannt als ehemaliger Boyband-Sänger und aus dem Dschungelcamp, wobei ich ihn deshalb gerne mit Mark Terenzi verwechsele) als Frontmann. Das kam dann doch überraschend. Natürlich musste ich gleich googlen, was es denn damit auf sich hatte - eine Band, die stilistisch doch sehr fest in die 70er Jahre gehört, wiederzubeleben, weil ein B-Promi namentlich zufällig dazu passt, erschien doch etwas... beliebig.

Wenn man ein wenig nachforscht, ergibt sich, dass die neue "Moskau"-Version - natürlich - ein Song zur bevorstehenden Fußballweltmeisterschaft ist. Als Sänger fungiert hierbei nicht nur Jay Khan, er ist für die deutsch- und die englischsprachige Variante zuständig. Es gibt aber zusätzlich noch eine russische Version mit Alexander Malinin und dessen Tochter Ustinya sowie eine spanische mit dem mexikanischen Tenor Jorge Jiménez und Marifer Medrano. Und für die, die sich nicht entscheiden können, wird auch noch ein viersprachiges Medley angeboten.


Das Ganze klingt zunächst durchaus aufwändig, doch schaut man die Videos dann tatsächlich an, wird schnell klar, das hier wirklich an allem gespart wurde: Den Text hat offensichtlich jemand Unispiriertes in fünf Minuten umgedichtet (Was reimt sich denn nur auf Kasatschok? Ach, nimm "round the clock", das passt!). Dazu Computeranimationen, die vermutlich mit dem entsprechenden Bildbearbeitungsprogramm als Beispiele ausgeliefert wurden (und das 2005) und einige seltsame Bilder der Nationalmannschaft, denen man anmerkt, dass man sonst eben keine hatte. Neben Jay Khan und den beiden verbleibenden Originalmitgliedern von Dschinghis Khan, Edina Pop und Henriette Strobl (die recht verloren wirken), sieht man auch Tänzer in zusammengeschusterten Outfits, die offensichtlich aus der Kostümkiste vom Speicher stammen, und kickende Kinder... letztere waren halt einfach zu besorgen.


Man kann sich sicherlich streiten, ob Dschinghis Khan und auch Ralph Siegel ein schützenswertes Vermächtnis haben, das man zerstören kann - wenn man "Ja" dazu sagt, ist diese Billig-Resterampenversion, um einen schnellen Euro zu verdienen, sicherlich extrem ärgerlich. Frau Rützel hat ihre Wut bereits in einen tollen Artikel auf Spiegel Online umgesetzt, ich selbst bin hier emotional weniger involviert (obwohl auch ich das orange Dschinghis Khan-Album als Kind auswendig konnte). Aber auch für sich genommen ist diese geldgierige Ramsch-Lieblosigkeit, nun, erschütternd.

Es gab da diese Zeit Anfang bis Mitte der 2000er, als im Kielwasser von Franz Ferdinand täglich gefühlt ein Gigabyte tolle Musik veröffen...


Es gab da diese Zeit Anfang bis Mitte der 2000er, als im Kielwasser von Franz Ferdinand täglich gefühlt ein Gigabyte tolle Musik veröffentlicht wurde. Mit dabei waren auch We Are Scientists, die ich zum ersten Mal live als Vorband der Kaiser Chiefs in Neu Isenburg sah - das war 2006. Später im selben Jahr hatten sie dann noch ein Einzelkonzert in der Batschkapp. Das war, bis zum Dienstag, mein letzter Liveauftritt der Band, die kontinuierlich weiter Alben veröffentlicht hat, zuletzt das sechste, "Megaplex". Nur die Auftrittshallen sind etwas kleiner geworden - 2006 hätte es kartenverkaufstechnisch vielleicht auch für den "richtigen" Schlachthof gereicht, 2018 wurde es eben dessen kleinere Halle, das Kesselhaus.

Diese war immerhin bis zum Bersten gefüllt - das war zumindest unser Eindruck beim Eintreffen, als wir das Set der Vorband Some Sprouts aus Regensburg quasi schon verpasst hatten - soeben wurde deren letzter Song angekündigt. Dieser war nicht nur sehr laut, sondern erinnerte mich auch an ein langsameres Lied der Red Hot Chili Peppers, was mir seitens meines Freundes nur Kopfschütteln einbrachte. Die Band selbst sagt, sie macht Slacker Rock, also lassen wir es wohl besser einfach dabei.


Das Kesselhaus war am Abend eines schwülen Tages alles andere als kühl, weshalb die meisten Zuschauer nach dem Set der Vorband erst einmal nach draußen gingen, um Luft zu schnappen - wir konnten problemlos nach vorne zur Bühne, uns positionieren und bald schon einmal die Setliste studieren. Nach kurzer Wartezeit, in der Fast-Bandmitglied Keith Carne (seit 2013 live am Schlagzeug) den Soundcheck übernahm, füllte sich der Raum wieder und es ging weiter.

Streng genommen besteht We Are Scientists nur aus Keith Murray und Chris Cain, die seit 18 Jahren gemeinsam musizieren und Quatsch machen. Tatsächlich lernten sich die beiden wohl wegen ihres gemeinsamen Interesses an Stand up-Comedy kennen, was man ihnen durchaus anmerkt - denn  der Auftritt hatte - auch, wenn natürlich hauptsächlich Musik gemacht wurde -  seine komödiantischen Seiten.

So behauptete Keith gegen Beginn des Sets, dass ja kaum jemand wüsste, dass sowohl er als auch Chris in Wiesbaden wohnen. Er habe den Anfang gemacht und dann Chris mit den  (deutschen) Worten "Wiesbaden ist gut!" überzeugt, sich ebenfalls hier niederzulassen. Chris fragte dann Keith Carne, wie lange er dann schon da sein, so etwa drei Monate und fünf Tage? Worauf der Schlagzeuger toternst antwortete, es seien sogar bereits drei Monate und SECHS Tage, oder "as I like to say it, one more day until my three months and one week anniversary!"


Wie erwähnt war es sehr heiß in dem Raum, was Chris irgendwann veranlasste, zu fragen, ob man vielleicht die Lüftung einschalten solle - diese würde bislang nicht laufen, weil man im Namen des Schlachthofs Geld sparen wolle, dann würde man eher nochmals gebucht werden. Die Band habe auch eben noch hinter der Bühne geprobt, und zwar im Dunkeln, denn Licht verbraucht schließlich teuren Strom und liefe nicht mit "children's wishes". Es entsponn sich dann noch ein längerer Austausch zum Thema, dass man vielleicht Kerzen nutzen könnte, diese würden aber ja auch Geld kosten, vielleicht könnten Kinder selbige Kerzen anfertigen, diese könnten aber dann keinen anderen Beruf ausüben... sichtlich routiniert und genussvoll führten sie die Diskussion in immer absurdere Bereiche.

Ein sehr schöner Austausch ergab sich auch am Ende von "This Scene is Dead", als zunächst Chris, vermutlich sogar leidlich ernsthaft, erklärte, dieser Song sei einer von zwei, bei denen er am Ende mit seinem Bass einen kleinen "flourish" (bestehend aus zwei Tönen) mache, erkundigte sich, ob wir das auch bemerkt hätten und forderte uns auf, auf den nächsten zu achten.


Keith behauptete unverzüglich, auch er habe am Ende des gerade beendeten Lied einen unbemerkten "florish" gemacht und spielte daraufhin ein längeres Gitarrensolo mit vielen Rockerposen und exaltiertem Gesang, das wir angeblich nicht bemerkt hatten. Chris tat begeistert, erklärte aber, Keiths Mikrophon sei bei dieser Darbietung wohl ausgeschaltet gewesen, denn leider habe man gar nichts davon hören können.

Abgesehen von diesen Abschnitten wurde nicht wahnsinnig viel gesprochen, und mehrere Lied-"Blöcke" waren auf der Setliste als ineinander übergehend markiert, so dass es auch weniger Pausen für Applaus gab, als man sonst erwarten würde. "Megaplex" und das Debütalbum "With Love and Squalor" waren die Quelle der Mehrheit der Songs, aber auch andere Alben wurden bedacht.


Das Publikum war mit viel Freude dabei. Beim letzten Song des Zugabenteils, "Textbook", legte Keith zum ersten Mal die Gitarre beiseite, umd dann ganz im Stil von The Nationals Matt Berninger mit dem Mikrophon durchs Publikum zu wandeln. Hierbei wurde ihm so respektvoll Platz gemacht, dass ich mich ein bisschen fragte, ob das für den Sänger nicht ziemlich unspannend war. Immerhin direkt vor unseren Nasen positionierte sich aber zeitweise die einzige wilde Pogotänzerin des Publikums.

Obwohl ich längst nicht jedes Lied kannte (das erste Album hörte ich halt doch mit Abstand am häufigsten), machte das Konzert Spaß und zeigte, dass die Band zurecht noch besteht und auftritt.

Setliste:

Your Light Has Changed
The Great Escape
Buckle
I Don't Bite
Now Or Never
Return the Favor
It's A Hit
Too Late
This Scene Is Dead           
Coats In A Pile 
Make It Easy
One In, One Out
After Hours
No Wait At Five Leaves
Dinosaurs 
Nobody Move, Nobody Get Hurt

Rules Don't Stop Me
Nice Guys
Textbook

Ich bekomme ja nicht sehr häufig Kommentare hier und freue mich eigentlich immer darüber - zumindest, wenn mir nicht mangelnde Dankbarkei...


Ich bekomme ja nicht sehr häufig Kommentare hier und freue mich eigentlich immer darüber - zumindest, wenn mir nicht mangelnde Dankbarkeit gegenüber Volkswagen vorgeworfen wird. Letzte Woche kommentierte aber jemand, dass das auf diesem Blog einst vorgestellte vegetarische "Pulled Pork" ja nichts mit dem Original zu tun hätte, das ich gefälligst schleunigst probieren sollte. Ich nehme an, dass der Kommentarschreiber einfach wahllos das Internet nach Pulled Pork Beiträgen durchsucht, um möglichst häufig seinen Einkaufslink zu posten, denn wer hier auch nur fünf Minuten mitliest, wird wohl zu der Erkenntnis kommen, dass bei mir Nahrungsmittel aus echtem Schwein eher nicht vorgestellt werden.


Dafür aber nun wieder vermehrt Lokale, in denen vegetarisch lebende Menschen glücklich werden können, vor allem in meinem Hauptwirkungskreis Frankfurt. Da ich seit Kurzem gerne Mietfahrräder ausleihe, hat sich der Radius meiner Mittagspausen vergrößert, und manchmal, wenn mir danach ist, radele ich bis zur Hauptwache. In deren unmittelbarer Nähe befindet sich ein Lokal, das so klein ist, dass man es leicht übersieht. Im Grunde ist es von außen eher ein Loch in der Wand, und schwupps ist man auch schon vorbei gelaufen. Biegt man aber rechtzeitig ein, stellt man fest, dass der Laden an seiner schmalen Theke alles bietet, was das zeitgenössische Großstädterherz begehrt: Geworben wird vor allem für die große Auswahl an frischen Hefeschnecken, die, wie auch die belegten Brote, von der beliebten Bäckereikette Zeit für Brot stammen. Selbige Stullen sind sehr originell gestaltet, beispielsweise gibt es eine (leckere) Variante mit hartgekochtem Ei und Erbsen, auch vegane Brote sind erhältlich.


Darüber hinaus werden täglich frische Suppen angeboten, außerdem gibt es noch Kühlschränke, aus denen man sich beispielsweise Salate oder auch Müslis nehmen kann. Eine weitere, wirklich winzige, Theke versorgt die Gäste mit Kaffeespezialitäten. Wer sein Gekauftes im Lokal konsumieren möchte, muss Glück haben, denn das Angebot an Sitzgelegenheiten ist mangels Platz äußerst begrenzt. Das gilt aber nicht für Schönwettertage, denn das Minilokal hat einen ansehnlichen Außenbereich, in dem sich meistens ein freier Platz finden lässt.


Peinlicherweise habe ich lange nicht den Namen des Lokals verstanden. Über der Tür hängt ein Schild mit zwei kleinen Strichen, das in seiner Schmalheit gut zum Etablissement passt. Aber was sollen diese heißen? ii? Selbst als ich via Google Maps herausbekam, dass der richtige Name "Frankfurter Pause" lautet, fiel der Groschen erschreckend lange nicht, bis eine Frau, die hinter mir anstand, zu ihrer Begleitung sagte "Ich finde es so putzig hier, auch mit dem Pausenzeichen auf dem Schild!". Äh, ja, natürlich. Die zwei kleinen Striche sind die Pausetaste des Kassettenrekorders (oder heute wohl eher die von Youtube, Netflix und Spotify).


Bisher war alles, das ich hier konsumiert habe, sehr gut - auch, wenn ich den Hype um die Hefeschnecken von Zeit für Brot persönlich nicht ganz nachvollziehen kann. Ehrlich gesagt finde ich meine selbst gebackenen besser. Die Stullen und Salate sind jedoch ausgezeichnet, und ich würde auch gerne demnächst einmal den Milchreis probieren.

Auf meinen Fotos kann man manche der Preise entziffern, und so viel ist klar: Ganz günstig speist man bei der Frankfurter Pause nicht. Jedoch finde ich die Kosten angesichts der Qualität und auch Originalität des Gebotenen akzeptabel.


Einziger Kritikpunkt von meiner Seite: Wenn man sich einen Salat zum sofortigen Verzehr kauft, bekommt man diesen in den Mitnehm-Plastikbehältern auf einen Teller gestellt - schöner wäre es natürlich, wenn man der Behälter auf einen Teller geleert würde, oder, noch besser, wenn es hinter der Theke Vorräte ohne die Plastikverpackung gäbe, die beim Sofortverzehr ja prima eingespart werden könnte. Ich nehme aber an, ein solches Vorgehen würde zu viel Zeit kosten, denn die Schlangen im Miniladen sind meistens eher lang.

Die Frankfurter Pause ist am Roßmarkt 10.


Laura Marling und Mike Lindsay (Tunng) haben ein gemeinsames Musikprojekt namens LUMP, das in den zugehörigen Videos auftauchende haarige...


Laura Marling und Mike Lindsay (Tunng) haben ein gemeinsames Musikprojekt namens LUMP, das in den zugehörigen Videos auftauchende haarige Monster (ein Yeti) passt zu diesem Bandnamen.

Mich erinnert der haarige Tänzer an meine eigenen flauschigen Haustiere und die Menge an Flausch, die selbige tagtäglich überall in der Wohnung verlieren. Folglich finde ich es völlig nachvollziehbar, dass der Yeti mit einem Mop tanzt: Er muss damit sicher Yetihaare aufkehren.

Ich bin sicher nicht die einzige, die bei Routinetätigkeiten nicht immer voll bei der Sache ist. Irgendwann las ich, dass Autofahrer, die tä...

Ich bin sicher nicht die einzige, die bei Routinetätigkeiten nicht immer voll bei der Sache ist. Irgendwann las ich, dass Autofahrer, die täglich dieselbe Strecke fahren, sich hinterher an so gut wie nichts erinnern können. Ähnlich geht es mir natürlich beim Zugfahren: Täglich steige ich in den ICE und wieder aus, in den wenigsten Fällen könnte ich hinterher zur Fahrt irgendetwas erzählen.

Insofern war ich anlässlich einer kürzlichen Reise auch durchaus problembewusst. Ich fuhr morgens mit Koffer ins Büro und wollte Abends mit Gepäck nach Berlin fahren. Es galt also, sich beim Aussteigen daran zu erinnern, dass ich einen Koffer dabei hatte, und außerdem am Abend nicht den gewohnten Zug zu nehmen sondern einen anderen. Sollte zu schaffen sein, ich bin ja schon groß.

Morgens im Zug surfte ich mit dem für die Reise eingepackten iPad, stieg in Frankfurt wie gewohnt aus und dachte mir, "mit dem Koffer nehme ich lieber die Straßenbahn ins Büro", direkt anschließend wurde mir klar, dass ich tatsächlich den befüchteten Fehler gemacht hatte: "Oh, irgendwie habe ich gar keinen Koffer mehr!"


Ich befand mich, als es mir auffiel, glücklicherweise noch im Bahnhof und rannte sofort zurück zum mittlerweile bereits leeren Zug (er endet in Frankfurt), wo bereits eine Bahn-Mitarbeiterin den Koffer hatte - ich weiß nicht, ob er zu den Fundsachen gebracht  oder gleich als verdächtiges Gepäckstück gesprengt.werden sollte. Ich nahm ihr den Koffer schnell unter aufgeregten Danksagungen ab und ging nun, erleichtert und über meine eigene Schusseligkeit den Kopf schüttelnd, wirklich zur Straßenbahn.

In die Straßenbahn eingestiegen, war ich angesichts der überwundenen Krise immer noch gut gelaunt, merkte dann aber schnell, dass mein iPhone nicht mehr in meiner Handtasche war. Im Zug hatte ich es noch benutzt, daheim hatte ich es also nicht vergessen. Ich stieg wieder aus der Straßenbahn (die noch nicht losgefahren war) aus und prüfte sorgfältig sämtliche Taschen. Kein iPhone. Ich musste es im Zug verloren haben, als ich das iPad zurück in die Tasche gesteckt hatte.

Ich rannte also wieder zurück in den Bahnhof und ein weiteres Mal zu meinem Zug. Dieser endet wie gesagt in Frankfurt, steht dort etwa eine halbe Stunde und fährt dann nach Amsterdam. Er war also (zum Glück!) noch da, aber mittlerweile alle Türen verschlossen. Ich konnte nicht einsteigen und suchen.

Drinnen sah ich plötzlich eine Bewegung, klopfte (na gut, ich hämmerte wohl eher) an die Tür und wurde eingelassen. Innen waren zwei Putzmänner bei der Arbeit und meinten, ich solle eben schauen, ob ich das Telefon finde.

Auf dem Weg in die zweite Klasse (ich wusste gar nicht mehr genau, in welchem Wagen ich gesessen hatte) traf ich einen weiteren Putzmann und fragte, ob er zufällig ein Handy gefunden hätte. Er fragte "Wie sah das denn aus?" Ich: "Ein iPhone in einer grünen Filzhülle." So eines zog er dann prompt aus der Tasche und gab es mir.

Ein weiteres Mal bedankte ich mich überschwänglich und machte mich, dieses Mal endgültig, auf den Weg aus dem Bahnhof. Unterwegs versuchte ich unauffällig, nachzusehen, ob ich vielleicht noch meinen Schlafanzug trug...