In der Rubrik "Gelesen" hatte ich mich schon verplappert: Diesen Sommer geht es nach Namibia! In der Aufregung über die gefallene Entscheidung haben mein Freund und ich als erstes den falschen Flug gebucht - immerhin keinen völlig falschen, wir müssen nun allerdings bei der Rückreise umsteigen, was gar nicht notwendig gewesen wäre.
Es ist aber auch ein wenig furchterregend, eine solche Reise komplett durchzuplanen und Monate im Voraus zu entscheiden und festzulegen , wie viel Strecke man am Tag in einem Mietwagen zurücklegen kann und wo man anschließend übernachten wird.
Namibia gilt als sicheres Reiseland, allerdings sind die Straßen größtenteils Schotterpisten, und es besteht beim Fahren die realistische Gefahr, dass einem ein Reifen platzt - tatsächlich wird empfohlen, am besten gleich zwei Ersatzreifen dabei zu haben. Hinzu kommt, dass man bei Dunkelheit überhaupt nicht unterwegs sein soll, weil das Fahren bei Nacht mit Schlaglöchern und all den Tieren - neben diversen Antilopenarten gibt es beispielsweise auch Zebras, Giraffen, Nashörner, Elefanten, Geparden und Löwen - einfach zu gefährlich ist.
Grundsätzlich möchten wir all diese Tiere aber natürlich gerne zu sehen bekommen, und haben unsere Route so geplant, dass das hoffentlich auch passieren wird. Gerade im Etosha-Nationalpark im Norden des Landes hat man viele Gelegenheiten für Tierbegegnungen, und unsere Reisezeit während des afrikanischen Winters bedeutet, dass es wenig bis gar nicht regnen wird - was wiederum die Chancen erhöht, Tiere an Wasserlöchern zu beobachten.
Außer Tieren gibt es aber noch vieles mehr zu sehen, etwa riesige Dünen, die berühmten toten Bäume im Deadvlei, die Geisterstadt Kolmannskuppe oder die ehemalige Kolonialstadt Swakopmund.
Bleibt zu hoffen, dass wir zwischen all den Tieren und Sehenswürdigkeiten auch etwas zu Essen finden (Namibia ist kein vegetarierfreundliches Land) und wir keine Reifenpanne haben - oder zumindest keine drei...


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