Gelesen: Januar 2026


Die gute Nachricht: Im Januar habe ich ein Buch fertig gelesen, sogar ein gedrucktes (also kein Hörbuch). Die weniger gute, zumindest für diesen Monatsrückblick: Nicht nur hatte ich das Buch schon einmal gelesen, es wurde hier sogar bereits im Rahmen eines Jahresrückblicks vorgestellt: Hummeldumm von Tommy Jaud.

Der 2010 erschienene Roman des Comedy-Schriftstellers, der unter anderem für die Vollidiot-Bücher bekannt ist, war mir relativ gut im Gedächtnis geblieben, und eigentlich handelt es sich nicht um eine Geschichte, die man zweimal lesen muss. Allerdings plant mein Haushalt aktuell eine Namibia-Reise, und in diesem Kontext musste ich wieder an Hummeldumm denken: Die Handlung dreht sich nämlich um eine Gruppen-Rundreise durch dieses Land. Und so hatte ich Interesse daran, das Buch nochmals zu lesen, dieses Mal mit unserer eigenen geplanten Route im Hinterkopf.

Die Handlung ist schnell erzählt: Matze hat seiner Freundin Sina die Urlaubsplanung überlassen, diese hat sich für eine Gruppenreise durch Namibia entschieden - was Matze von Beginn an nicht gerade begeistert. Die Stimmung kippt noch mehr, als sich am Flughafen Windhoek die Reisegruppe als Ansammlung sehr spezieller Menschen entpuppt, mit denen die Hauptfigur lieber keine Zeit verbringen möchte. In einem Streit merkt Sina an, dass Matze sich durchaus mehr in die Urlaubsplanung hätte einbringen können, worauf dieser entgegnet, er habe ja den beiden im Gegenzug eine Eigentumswohnung gesichert. Als sich wenig später herausstellt, dass er vor dem Abflug vergessen hat, die  für die Reservierung notwendige Anzahlung für selbige Wohnung zu überweisen, möchte er gegenüber seiner Freundin diesen Fehler auf keinen Fall eingestehen - allerdings führt das dazu, dass er nun den Großteil des Urlaubs mit Versuchen verbringt, irgendwie die Anzahlung zu überweisen, was immer wieder an Akku-schwachen Endgeräten ohne Lademöglichkeit, fehlendem Mobilfunknetz und einem schwer erreichbaren Sparkassen-Kundenbetreuer scheitert.

Die Namibia-Reise findet, das habe ich beim zweiten Lesen besonders gemerkt, eher im Hintergrund der sonstigen Ereignisse statt. Nichtsdestotrotz wird der eine oder andere Ort beschrieben, und da quasi alle Touristen eine feste Route abfahren, werde ich wohl viele davon auch in echt sehen. Und nebenbei werde ich ganz sicher nicht wie Matze vergessen, einen passenden Reiseadapter einzupacken.

So richtig gut ist Hummeldumm nicht, dafür ist der Humor vielfach zu platt und das Verhalten von Matze zu absurd. Andererseits sind die übertrieben geschilderten Probleme zwischen Mitgliedern einer Reisegruppe auch nicht komplett aus der Luft gegriffen, nur sehr überspitzt geschildert. Insgesamt ein Buch, das man lesen kann, aber sicherlich nicht muss.

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