Wieder einmal ein Mysterium in meinem Schokoladenschrank! Ich bekomme öfter mal Schokolade zum Testen geschenkt, und bei den seltenen Gelegenheiten, zu denen ich selbst ein Schokoladengeschäft aufsuche, nehme ich ebenfalls zwei bis drei Sorten mit - welche genau, merke ich mir dabei nicht zwingend. Und so fand ich auf meiner nach Verfallsdaten geordneten "Testliste" die Schokoladen von French Broad und kann mich absolut nicht erinnern, woher sie kommen.
Was noch seltsamer ist: Aktuell kann man die aus den USA stammenden Schokoladen in Deutschland gar nicht kaufen!
Zum Produkt
Schon mal von Asheville, North Carolina gehört? Also ich nicht! Hier wird bereits seit 2006 die Schokolade von French Broad hergestellt. Das Gründerpärchen Jael und Dan hatte vorher ein Restaurant in Costa Rica betrieben und dort das Thema Kakao für sich entdeckt. Ihre Leitbegriffe sind dabei "Pure", "Beautiful" und "Delicious".
Originalität
Das Komplettsortiment an Schokoladentafeln umfasst aktuell zwölf Schokoladen, von denen drei pure Herkunfts-Schokoladen sind, der Rest enthält Geschmackszutaten, etwa Malz, braune Butter oder Erdnusscreme. Die Tafeln werden in blauen Pappschubern angeboten, wobei ich die, die ich in meinem Schrank gefunden habe, deutlich edler und hübscher finde als das aktuelle Design, das man auf der Website bewundern kann. Sehr gelungen finde ich die Prägung der Tafeln selbst, auf jedem Stück Schokolade kann man den Markennamen lesen.
Neben Schokolade bietet French Broad auch ausgeprochen hübsche Pralinen, Trinkschokolade, dragierte Nüsse und schokoladige Backzutaten an. 7/10
Nachhaltigkeit
French Broad ist als B Corp zertifiziert, was bedeutet, dass man sich freiwillig zu besonders strengen Nachhaltigkeitsregeln verpflichtet hat. Auf der Website ist vermerkt, dass der Kakao im Direkthandel bezogen wird, allerdings gibt es keine genauen Angaben dazu, wo genau er herstammt. Lediglich bei den Herkunftsschokoladen auf der Website ist angegeben, wo genau der Kakao herstammt. Dennoch vertraue ich den Angaben zum Direkthandel, was für die Maximalpunktzahl ausreicht. 5/5
Zutatenqualität
Beide von mir probierten Tafeln basieren auf Kooperationen: Die "Malted Milk" Vollmilchschokolade entstammt einer Zusammenarbeit mit Riverbend, einem Malzhersteller aus Asheville. Die Sorte "Chai Masala" ist in Zusammenarbeit mit Spicewalla entstanden, einem Gewürzhändler aus, genau, Asheville.
Die Zutatenlisten lesen sich übersichtlich, die Mehrheit der Einträge haben Bioqualität. Die Chai Masala-Schokolade etwa führt auf: Zucker, Kakao, Kakaobutter, Milchpulver, Butter, Gewürze, Tee. Die Zugabe von Butter ist nicht verwerflich, aber sehr ungewöhnlich. 10/10
Preis / Leistung
Ich kann mich hier nur auf die US-Preise berufen, dort kostet eine 60-Gramm-Tafel stolze 13 Dollar. Das ergibt einen 100-Gramm-Preis von 18 Euro! Hier kommen allerdings wieder mildernde Umstände ins Spiel, es handelt sich schließlich um ein kleines Unternehmen mit sozialem Auftrag. 3/5
Geschmack
Wie bereits erwähnt konnte ich die Sorten "Malted Milk" (45% Kakao) und "Chai Masala" (ebenfalls) testen. "Malted Milk" schmeckt malzig, was bei Vollmilchschokoladen auch ohne Malz-Zugabe aber nicht ganz selten vorkommt. Letztlich schmecke ich dann auch keinen großen Unterschied zu einer - durchaus leckeren - Milchschokolade. Vielleicht ist sie einen Tick zu süß. 11/15
Chai Masala hat eine starke Kardamomnote, was mir gut gefällt. Ebenfalls ziemlich süß, aber sehr lecker. 11/15
Gesamturteil
25 von 30 Punkten erreicht French broad in den allgemeinen Kategorien, inklusive Geschmack reicht das für 36 von 45 Punkten bei beicden getesteten Sorten.
Übrigens: Hier gibt es die Ergebnisse aller bisherigen Schokoladentests als Gesamtranking!
Hinweis: Auf meinem Blog gibt es keinerlei Werbung oder Sponsoring, folglich will ich mit meinen Beiträgen auch keine potenziellen Werbepartner beeindrucken und muss nichts dementsprechend kennzeichnen.




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