Der große römische Eistest: San Crispino und Grom

U.
Grom


In unmittelbarer Nachbarschaft von Giolitti  (Via della Maddalena 30) befindet sich die Kette Grom, die unser Reiseführer ebenfalls besonders empfehlen konnte. Grom setzt in seiner Strategie nicht auf eine riesige Auswahl, die Sortenvielfalt entspricht mit immerhin 30 Geschmacksrichtungen etwa der einer regulären deutschen Eisdiele. Die kleinen Läden wirken sehr aufgeräumt und angenehm, bei meiner Bestellung (in einer anderen Filiale an der Piazza Navona) konnte ich sehen, wie im Hinterzimmer neues Eis hergestellt wurde.

Bei Grom gibt es nur Eis und ein wenig Gebäck, alles zum Mitnehmen. Die Preisgestaltung entspricht genau der des großen Konkurrenten, also gab ich wiederum 3,50 € für drei Kugeln aus, die ich mir nach den tropfenden Erfahrungen des Vortages diesmal in einen Becher spachteln ließ. Damit verpasste ich eine Besonderheit des Geschäfts, denn am Vortag hatte ich Grom-Kunden mit Eiswaffeln gesehen, in denen drei Eisbällchen platt übereinander gestapelt waren.


Dieses Mal entschied ich mich für Bacio, Pistazie und Himbeere. Wiederum zeigte sich nach ein paar Löffeln, dass die Intensität des Eisgeschmacks die meisten deutschen Eise in den Schatten stellte. Sehr zu empfehlen.

San Crispino


Die etwas unscheinbare Eisdiele in der Nähe des Pantheons (Via della Panetteria 42) bietet optisch viele glatte Aluminiumflächen, die etwa 20 Sorten Eis sind unter Deckeln verborgen und werden erst nach Bestellung aufgedeckt. Als Besonderheit gibt es kleine Visitenkarten, die bestimmte Sortenkombinationen vorschlagen. Bei den Eisgeschmäckern sind auch durchaus ungewöhnliche, etwa Ingwer-Zimt und gleich zwei Variationen von Karamelleis.

Die Preise bei San Crispino sind höher als bei der Konkurrenz, für die gewohnten 3,50 € bekommt man statt drei nur zwei Sorten Eis, mit den entsprechenden Mengeneinbußen.


Mein Begleiter (ich hatte vorher bereits bei Grom zugeschlagen) entschied sich für Pistazie und Banane. Das Pistazieneis enthielt eine große Menge klitzekleine Pistazienstückchen, was etwas seltsam anmutete. Verglichen mit den beiden vorher getesteten Pistazieneisen gelangte es deshalb nur auf Rang 3, was insofern unfair erscheint, als es sicherlich dennoch das beste Pistazieneis von Frankfurt wäre. Die römische Konkurrenz ist stark... Das Bananeneis polarisierte mit seiner Konsistenz nicht und schmeckte lecker stark nach Banane.


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