Willkommen!

Dies ist ein klassischer "Hallo Welt"-Blog, in dem es um alles geht, das mich interessiert. Da wären zum Beispiel: Musik, Filme, Bücher, vegetarisches Essen (selbst gekocht und in und um Frankfurt) und, wir sind schließlich im Internet, Katzen.


Gyros, beziehungsweise Döner, ist in einer vegetarischen Version offenbar leicht herzustellen und bei Käufern beliebt, anders lässt sich die große Vielfalt von Produkten kaum erklären. Auch hier im Blog wurden bereits einige Varianten vorgestellt, nämlich hier und hier.

Kürzlich sah ich im Supermarkt eine weitere neue Version und nahm sie mit, auch Vegetaria hat nun nämlich Gyros im Sortiment. Nachdem ich (abgesehen von der scheußlichen Lasagne) eigentlich nur gute Erfahrungen mit dieser Marke gemacht habe, musste natürlich auch dieses Gyros getestet werden.


Die Zubereitung erfolgte wie gewohnt: Produkt aus der Verpackung quetschen und sich dabei über das wenig appetitliche Äußere mokieren, trotzdem in heißem Öl anbraten, in ein vorbereitetes Fladenbrot geben und mit Tomate, Gurke, Salat und Tsatsiki verfeinern. Aufessen.

Ein Unterschied zwischen diesem und anderen, ähnlichen Fertiggerichten liegt in der Packungsgröße. Die Konkurrenz verkauft ihr Gyros im allgemeinen in 200-Gramm-Einheiten, bei Vegetaria sind es gleich 300, die bei Real 3,79 Euro kosteten. Für zwei Personen erwies sich diese größere Verkaufseinheit als ideal, denn normalerweise braten wir gleich zwei Packungen der kleineren Versionen an, was sich immer als ein wenig viel erweist, eine einzelne 200-Gramm-Packung wäre für zwei Portionen aber deutlich zu wenig.


Geschmacklich machte diese neue Gyros-Variante auf mich einen ausgesprochen guten Eindruck. Sie erwies sich als milder im Geschmack als die häufiger gekauften Versionen von Wheaty und Veggie Life, was insbesondere auf einem Gyrosteller sicherlich einen guten Eindruck machen würde.

Eine Weile lang war Woodkid ja allgegenwärtig. Ich las sogar irgendwo den Witz, dass "Woodkid" die kleinste bekannte Zeiteinheit die zwischen dem Beginn einer beliebigen Fernsehsendung und dem Einspielen von "Run Boy Run" sei.

Das hat nun deutlich nachgelassen, also vielleicht höchste Zeit für ein neues Video, das gewohnt bombastisch und rätselhaft daherkommt, aber dabei absolut sehenswert ist.


Langsam aber sicher entwickelt sich Montabaur noch zur Musik-Location. Ich spreche natürlich nicht vom Mair1-Festival, das hier vor kurzem stattfand, sondern von unserem dritten Wohnzimmerkonzert. Dieses Mal hatten sich The Indelicates angesagt Wie bereits bei Pelle Carlberg erfuhren wir durch andere, bereits geplante Hauskonzerte im Konzerttagebuch-Kreis von der Tournee, den Rest machte dann Christoph für uns klar.

Wegen der bereits geplanten Tournee der Band war das Konzert terminlich festgelegt, weshalb es nur einen knappen Monat nach unserem Abend mit Jonah Matranga stattfand. Das bereitete mir (natürlich) Sorgen, denn es war schwer abzuschätzen, ob unsere Stammgäste sich schon so bald wieder bei uns einfinden werden würden. Hinzu kam noch die Fußball-WM, denn für den Abend war das Spiel um den dritten Platz angesetzt, in dem wir Deutschland als Teilnehmer vermuteten. Deshalb luden wir vorsichtshalber gleich auch zum Fußballschauen ein. Julia hatte diesem Arrangement zugestimmt und behauptet, sie freue sich darauf, Özil zu sehen, aber wir hofften im Geheimen, dass dieser am Spiel um den dritten Platz nicht beteiligt sein würde - erfolgreich, wie sich herausstellte.


Der nach zwei Konzerten schon quasi zur Routine gewordene Ablauf mit Abendessen für die Künstler und quasi parallel stattfindendem Aufbau wurde dieses Mal abgeändert: Die Indelicates wollten vor dem Konzert nichts essen und hatten ihre überschaubare Ausrüstung, bestehend aus Keyboard, Hocker und Gitarre, aber ohne Verstärker, selbst dabei. Aufzubauen gab es also auch nicht viel, dafür dann umso mehr Zeit, sich Sorgen zu machen, dass keiner kommen würde. Zwischendurch hatten wir auch noch Gelegenheit, hinter der "Bühne" ein eigens für den Konzertabend angefertigtes Lego-"Tourposter" aufzuhängen, bei dem es sich um das abgewandelte Plattencover ihres Albums "Songs for Swinging Lovers" handelte, und die Indelicates bauten auf unserem Couchtisch einen erstaunlich reichhaltigern Merchandisestand mit CDs, Vinylplatten, Postern und selbst gestalteten Kinderbüchern auf.


Einmal mehr hatte ich mir umsonst Sorgen gemacht, denn auch an diesem Abend erschienen erfreulich viele Gäste, um unsere Stühle und auch die Künstlerkasse zu füllen. Das Set des Duos begann, wobei sich die beiden Musiker erstaunlicherweise so aufgeteilt hatten, dass Simon etwa 90 % des Redens übernahm, wobei er zwar durchaus brauchbar Deutsch konnte, aber anscheinend wesentlich schlechter als Julia. Diese half lediglich bei der Übersetzung einzelner Begriffe aus dem Englischen, und nachdem die Ansagen ohnehin sprachlich nicht sonderlich komplex waren, ergab sich eine leicht absurde Situation, in der alle im Publikum mithalfen, deutsche Begriffe für etwas zu finden, das im Zweifel sowieso schon jeder verstanden hatte.


Zusätzlich zu den bereits erwähnten Instrumenten - Julia spielte Keyboard und sang gelegentlich, Simon spielte Gitarre und sang viel - gab es noch ein etwas seltsames Teil, mit dem Simon, wenn er in einen Schlauch blies, jaulende E-Gitarrentöne imitieren konnte. Wobei er zwar behauptete, das Ding sei peinlich und ein Weihnachtsgeschenk gewesen, er mochte es aber offenkundig sehr und brachte es bereits beim Soundcheck zum Einsatz - wir vermuten deshalb, dass sich das Teil auf seinem Wunschzettel befunden hatte. Mit und ohne Jaulen zeigte sich in jedem Fall, dass die Indelicates keine Mikros brauchen, um einen Raum mit Musik und Gesang zu füllen, der Sound war klar, gut und relativ laut. Bei "Flesh" erklärte Simon, der darin verwendete Gitarrenakkord komme in jedem zweiten Popsong vor und demonstrierte das zum Ende des Songs, indem er zahlreiche andere Lieder einbaute, beispielsweise "Let it be" und sogar Lenas "Satellite".


Simon hatte vor dem Set erzählt, dass man dem Duo, da es selbst Indie Rock mache, immer unterstellen würde, diesen auch zu mögen. Er mache aber Indiemusik, weil er alle anderen Interpreten dieses Genres doof fände und es besser machen wolle, und er höre Niki Minaj viel lieber als die Strokes. Was ihm aber offenbar sehr gefällt, sind Musicals: Die Indelicates haben ein komplettes Musical über die Waco-Tragödie vorrätig, und anscheinend arbeitet Simon aktuell an etwas, das "Paradise Rocks" heißen soll und Miltons berühmtes Versepos "Paradise Lost" nach Hawaii versetzt, mit Elvis als Satan. Aus diesem noch nicht vollendeten Werk hörten wir zwei Songs, die Simon jeweils stilecht mit Elvisstimme vortrug.


Mit "Dovakiin", in dem es um Skyrim spielende Schotten geht, und "Something goin' down in Waco" aus dem besagten vollendeten Musical, das mit quer gehaltener Gitarre und vielen verstellten Stimmen vorgetragen wurde, endete die erste Hälfte des Sets, es folgte eine kurze Ess-, Trink- und Klopause, während der die Band auch bereits mit einigen Fragen aus dem Publikum konfrontiert wurde.

In der zweiten Hälfte hörten wir unter anderem das sehr stimmungsvolle "Not alone", sowie den Quasi-Hit des Duos "Waiting for Pete Doherty to die", bei letzterem erklärte Simon, dass sie nie gedacht hätten, diesen zehn Jahre nach seinem Entstehen noch spielen zu können. "Be afraid of your parents" trug er anschließend ohne Gitarre  und mit vielen theatralischen Gesten vor, dann war es Zeit für die Zugaben.


Nach dem sehr traurigen, wegen der besseren Verdaulichkeit von einer Handpuppe "gesungenen" "Everything is just disgusting" bekamen wir auch kurz Julia als Puppenversion zu sehen, allerdings nur kurz. Beide Marionetten kamen auch in dem zugehörigen Video zum Einsatz. Nun begann ein Wunschkonzert. Einer der ersten Wünsche war "Last Significant Statement To Be Made In Rock'n'Roll", von dem Simon erklärte, sie könnten es nicht spielen, stattdessen gab es dann "New art for the people" und "America". 

Anschließend kamen wir, nicht zuletzt, da die Band die "Bühne" kaum verlassen konnte, noch eine zweite Zugabe, die mit "We hate the kids" endete - bei dem Simon jedoch arge Textprobleme hatte, weshalb er das Booklet der bereits zum Verkauf bereit liegenden CD studieren musste. Außerdem hatte er nun auch genug von seinem eigenen Indierock und forderte Wünsche nach anderen Musikstilen. Das dann postwendend "Marsch" gefordert wurde, überraschte ihn dann sichtlich, aber er gab sein bestes, während er beim nächsten Wunsch "Death Metal" schnell aufgab, um seine Stimme nicht für den folgenden Abend zu ruinieren. Mit Stil Nummer drei "Irish Folk" gab er sich dann wieder redliche Mühe und machte das Lied zu einer Art Pogues-Song. Mit der letzten Textzeile "No more music, thank you, goodnight." hatten wir dann das echte Ende des Konzertabends erreicht.


Nachdem das Interesse am Fußballspiel dann doch nicht riesig war, stiegen wir erst zur zweiten Halbzeit ein, die Band blieb auch noch ein bisschen, bevor sie Richtung Hotel aufbrach. Wiederum ein völlig anderes Konzerterlebnis als bei den ersten beiden Musikern, aber ein weiteres Mal mitreißend und intensiv.

Setliste:

Europe
I am Koresh
Flesh
Le godemiché royal
Lake of fire
All you need is love
Dovakiin
Something goin' down in Waco

We love you, Tania
Savages
Dirty Diana
Not alone
Our daughters will never be free
Waiting for Pete Doherty to die
Be afraid of your parents

Everything is just disgusting
New art for the people
America

Palekaiko Luau
We hate the kids 





Von meinen ersten Erfahrungen mit der Crowfundingwelt hatte ich diese Woche ja bereits berichtet. Von ihrem so finanzierten gemeinsamen Album "Broken Heart Surgery" haben Pete Fij & Terry Bickers mittlerweile einige Singles veröffentlicht, "Out of Time" wurde zur BBC6music Roundtable Single of the Week gewählt, beim Video hat Pete selbst Regie geführt.







Ob es nun um Filme, Musik oder Startkapital für die eigene Firma geht, Crowdfunding ist längst im Mainstream angekommen, allerdings nicht so recht in meinem Leben. Zumindest bis vor kurzem, denn mittlerweile habe ich gleich zwei Projekte unterstützt.

Zunächst waren da Pete Fij & Terry Bickers. Die beiden hatte ich vor mittlerweile mehr als zwei Jahren in Regensburg live gesehen und wartete seitdem gespannt auf das damals angekündigte Album. Diese ließ zunächst auf sich warten, dann kam im Herbst 2013 der Aufruf, sich an einer Kickstarter-Kampagne zu beteiligen, die die Finanzierung der Album-Aufnahmen ermöglichen sollte.


Die Auswahl an Gegenleistungen für unterschiedlich hohe finanzielle Beteiligung war dabei beträchtlich: Natürlich konnte man das noch aufzunehmende Album erwerben, mit oder ohne Unterschriften der Musiker, mp3-Download und eine bereits aufgenommene Vorgängerversion von Pete allein. Die anderen Angebot rangierten von günstig (ein Button für 2 Pfund) über mittel (mit Pete online oder in dessen Heimatort eine Runde Scrabble oder Schach spielen für 15 Pfund) bis recht teuer (ein von Pete nach Vorabgespräch über den Spender oder eine Person seiner Wahl geschriebener Song für 300 Pfund).

Die beiden hatten als Ziel der Kampagne 1000 Pfund angegeben, im Dankesschreiben nach erfolgreichem Abschluss gaben sie aber zu, eigentlich auf 3000 spekuliert zu haben - was egal war, denn letztlich hatten sie über 6000 eingenommen. Sieht man sich im Nachhinein die Angebote nochmals durch, zeigt sich, dass erstaunlicherweise kein Spender sich für einen Button oder Fotoautomatenbilder von Pete und Terry entscheiden konnte, dafür gab es (natürlich) reges Interesse an den Tonträgern. Immerhin drei Crowdfunder bekommen einen Song geschrieben, einer entschied sich für eine Gitarrenstunde mit Terry, und Pete hat auch je eine Runde Schach und Scrabble verkauft. Dagegen wollten siebzehn Personen eine handschriftliche Version eines Songtextes von Pete Fij besitzen.


Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts wurde es recht still. Der ursprünglich als Veröffentlichungstermin des Albums anvisierte Valentinstag erwies sich als nicht haltbar. Immerhin hielt einen Pete aber mit regelmäßigen Updates auf dem Laufenden, zwischenzeitlich gab es als Trost für die Wartenden einen exklusiven mp3-Download eines auf dem Album nicht enthaltenen Songs. Am 17. Mai schließlich bekamen wir die Nachricht, dass nun alle erworbenen Artikel zu uns unterwegs seien, und tatsächlich kam einige Tage später Post.

Und was hatten wir nun gekauft? Das Doppelpaket mit beiden Alben (der Urversion von Pete allein und der neuen mit Terry Bickers) sowie eine Abschrift des Textes von Adorables "Homeboy". Das Album gefällt mir sehr gut, und ich bin sehr froh, dessen Aufnahme mit-ermöglicht zu haben. Wenn wir Pete und Terry nun nur noch zu einem Wohnzimmerkonzert überreden könnten!


Crowfunding-Beteiligung Nummer zwei waren die Krautreporter, ein Zusammenschluss einer Gruppe Journalisten, die als Alternativmodell zu den Onlineangeboten der Tageszeitungen eine eigene Seite gestalten wollen. Die Idee ist dabei, durch ein vorab sicher gestelltes Grundgehalt weitgehend unabhängig von Werbung und Klickzahlen zu sein, was einen neutraleren und intelligenteren Journalismus ermöglichen soll. Ich finde diese Ideen überzeugend, außerdem sind mit Stefan Niggemeier und Peer Schrader zwei Autoren beteiligt, die ich sehr gerne lese.

Die Kampagne von Krautreporter war ebenfalls erfolgreich, hier muss sich das Ergebnis aber erst zeigen, denn zu lesen gibt es bislang noch nichts, die Aktion ist ja auch erst wenige Wochen her. Ich bin gespannt.

Ich sehe gerade die zweite Staffel der Serie Homeland, was mich nun nicht gerade zu einem "early adopter" macht. Wie viele Staffeln gibt es mittlerweile, vier? Wahrscheinlich jagt Carrie Mathison aber auch in späteren Folgen Sergeant Brody hinterher, den sie einerseits unbedingt zur Strecke bringen will, andererseits aber auch ziemlich toll findet. Arme Carrie.

Ein happy End zu diesem Dilemma findet sie zumindest im Video zu "Song for Carrie Mathison" von der spanischen Band When Nalda Became Punk.

Im Mai berichtete ich bereits über meine Bemühungen, ein wirksames Deo ohne Aluminiumchlorid zu finden. Zum damaligen Zeitpunkt war ich mit der Deocreme von Soapwallah ausgesprochen zufrieden, leider zeigte sich aber im Dauergebrauch, dass ich sie nicht sonderlich gut vertrage. Bei längerer Anwendung macht sie meine Haut rot und gereizt, so dass ich das ansonsten wirksame und wohlriechende Deo nur noch gelegentlich benutze.


Als hautfreundliche Alternative kaufte ich mir zunächst einen alkohol- und aluminiumfreien Deoroller der dm-Naturkosmetik-Eigenmarke alverde, wohlwissend, dass sich die auf der Verpackung angegebene 24-Stunden-Wirkung vermutlich nicht einstellen würde. Und so kam es dann auch, allerdings war die Enttäuschung trotz geringer Erwartungen ausufernd: Nicht nur konnte ich bei mir selbst überhaupt keine nennenswerte Deowirkung des Produkts feststellen, es brachte es zusätzlich auch zustande, auf meiner gereizten Haut zu brennen. Dass das Deo ansonsten ziemlich angenehm riecht, spielte hier dann nur noch eine untergeordnete Rolle.

Durch Zufall stolperte ich dann auch über einen Blogeintrag zu Lush-Deos. Die britische Ladenkette mit ihren bunten Seifen und Badekugeln mag ich an und für sich recht gerne, hatte aber gar nicht gewusst, dass es dort auch Deos zu kaufen gibt. Als ich mir dann in Frankfurt das Produkt "Aromaco", einen seifenartigen Quader, den man auf der Haut reibt und der anscheinend hervorragend wirkt, kaufen wollte, war dieser gerade nicht vorrätig. Stattdessen verließ ich den Laden mit "T'eo", einem ebenfalls festen Deo, das in seiner Konsistenz aber eher wie etwas zwischen Kreide und Bimsstein wirkt.


T'eo ist in der Handhabung insofern etwas kompliziert, als er nicht nass werden sollte. Der kleine "Stein" zog bei mir deshalb in eine Plastikdose und wird stets auf trockener Haut angewendet. Man fasst dabei das kleine Oval auf der blauen, wachsbedeckten Seite an und reibt es über die Haut. T'eos Duft liegt irgendwo zwischen Zitrone und Teebaumöl, nach dem Auftragen riecht er aber nicht sonderlich aufdringlich.

Was nun die Verträglichkeit angeht, habe ich grundsätzlich keine Klagen, das Produkt an sich reizt meine Haut nicht, und die Deowirkung ist absolut in Ordnung. Als ein wenig problematisch hat sich lediglich die erwähnte "Bimssteinkonsistenz" erwiesen, denn das Herumrubbeln mit dem Produkt auf der Haut kann durchaus zu roten Stellen führen.

In letzter Zeit gebe ich mir allerdings Mühe, mit dem Stein nicht mehr allzu fest aufzudrücken, und bearbeite ihn gelegentlich ein bisschen mit der Nagelfeile, was die oberste Puderschicht löst. Seitdem sind T'eo und ich gute Freunde, und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das mit uns etwas Längeres wird. Nachdem er in den sechs Wochen, die ich ihn nun habe, auch noch nicht nennenswert geschrumpft ist, besteht aber ohnehin noch kein Anlass, sich Gedanken über einen Neukauf zu machen.

Seit sicherlich zehn Jahren koche ich Chili auf in etwa dieselbe Art: Sojahack einweichen, mit Zwiebeln anbraten, dazu Paprikastücke, Dosentomaten, Kidneybohnen und eventuell Mais geben, mit Chili, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer würzen, etwa 20 Minuten köcheln lassen, nachwürzen, fertig.

Den Bedarf nach einem Fertigchili sehe ich bei einem derart simplen Rezept grundsätzlich als nicht vorhanden an, aber ich arbeite in einem Büro. Ein transportierbares, eher leichtes Mittagessen hat in meinem Alltag also durchaus eine Daseinsberechtigung. Und deshalb kaufte mir mein Freund bei Rewe ein Chili aus dem Kühlregal. Das Produkt der Marke "Küchenbrüder" ist sowohl "bio" als auch vegan, dafür kosten 380 g auch stolze 3,50 Euro.

Konsumiert habe ich es tatsächlich bei einem Büro-Mittagessen. Anders als mein selbstgemachtes Chili enthält dieses Produkt kein Sonja und auch sonst keine Form von "Fleischimitat", stattdessen wurden den vegetarischen Standardzutaten noch grüne Bohnen, Karotten und Erbsen beigegeben. Bei der Entnahme aus dem Becher zeigte sich zunächst, dass das Produkt im kalten Zustand sehr fest war:


Nach dem Erhitzen in der Mikrowelle war die Konsistenz etwas weicher, es ging an den Geschmackstest. Leider erwies sich das Chili als hauptsächlich salzig. Ich habe es gegessen, weil es nun schon einmal da war und ich Hunger hatte, aber ein Genusserlebnis hatte ich definitiv nicht, nur hinterher viel Durst. Dieses Produkt wird sicherlich nicht noch einmal gekauft - schade, denn die Verpackung ließ es recht sympathisch wirken.



Seit Mitte Juni gibt es mit "Ultraviolence" ein neues Album von Lana del Rey. Ich mag die Sängerin recht gerne, und mir ist auch ziemlich egal, ob ihr musikalischer und persönlicher Stil selbst erdacht oder doch vielleicht das Ergebnis eines ausgefeilten Konzepts ist.

Das Video zu "Shades of Cool" zeigt, wie ein älterer Mann in L.A. herumfährt und mit Lana schäkert, wobei nicht ganz klar ist, was Realität ist und was Phantasie - oder wer über wen phantasiert. In jedem Fall ein schönes Video, das mich an David Lynch erinnert.

Blog durchsuchen

Wird geladen...

Letzte Kommentare

Widget by ReviewOfWeb

Blog Archive

Populäre Posts

© 2013 neulich als ich dachte is designed by Templateify & Sponsored By Your Link Here