Konzerte
Auf Konzerten trifft man mich oft an. Manche Bands möchte ich selbst sehen, zu anderen gehe ich mit.
Kunst
Ich kann nicht behaupten, dass ich mich sonderlich gut mit Kunst auskenne, Ausstellungen mag ich dennoch.
Festivals
Höchstens ein Festival pro Jahr, sage ich immer.
Ohne Erfolg.
Fleischersatz
Seit 2004 esse ich kein Fleisch mehr. Würstchen und Konsorten kommen trotzdem auf den Tisch.

Sendeschluss: The Magnetic Fields - '81 - How To Play The Synthesizer

U.

Der Singer/Songwriter Sufjan Stevens startete einst das Projekt, ein Album über jeden Staat der USA zu machen (wie viele hat er dann eigentlich gemacht? Zwei?). Ganz so verrückt ist Stephin Merritt, Chef von The Magnetic Fields,  nicht, allerdings hat er beschlossen, anlässlich seines 50. Geburtstags für jedes seiner Lebensjahre einen Song aufzunehmen und das Ganze als Album zu veröffentlichen.

Bislang kann man sich fünf Songs anhören, die allesamt eher akustisch klingen. 1981 entdeckte Stephin aber offenbar die Synthiemusik, was zu diesem lustigen Retro-Song führte.

Neulich vor der Teepause: Teenage Fanclub im Kölner Luxor

U.

Verglichen mit den vorausgegangenen Jahrzehnten war ich in den letzten Jahren relativ häufig in meiner Kindheitsstadt Köln zu Besuch, doch bei den meisten Gelegenheiten war ich in Gegenden, in denen ich wenig bis nichts wiedererkannte. Anders ist das beim Luxor: In der Nähe des Clubs, der bereits in den 80er Jahren bestand, war ich als 13 bis 16jährige öfter unterwegs, ich wohnte auch in der Nähe. Folglich umweht das Lokal für mich stets ein Hauch Nostalgie, auch wenn ich es erst 2011 das erste Mal von innen sah. Mein Freund dagegen sah hier bereits vor 22 Jahren schon einmal Teenage Fanclub.

Mehr Positives gibt es aber ehrlich gesagt zum Thema Luxor nicht zu sagen: Der kleine, schlauchartige Raum ist bei ausverkauften Konzerten stets völlig überfüllt und hat zahlreiche Ecken, von denen aus man nicht einmal einen Blick auf die Bühne erhaschen kann. Ich war am Freitagabend aus Frankfurt angereist und hörte bei meinem Eintreffen gerade noch den letzten Song der Vorband Mando Fumatore. Ich blieb vor der Bar, die den ohnehin schmalen Raum weiter verengte, stecken und gab zunächst jede Hoffnung auf, noch irgendwie Bühnensicht zu erlangen oder meinen Freund zu finden. Glücklicherweise strömten aber in der Pause Menschengruppen nach hinten wie nach vorne, also musste ich mich nur einigen Dränglern anschließen und stellte fest, dass seitlich der Bühne die Sicht zwar auch nicht ideal war, ich nun aber sicherlich mehr vom Konzert sehen konnte als 75 % der anderen Konzertbesucher. Eingequetscht war ich natürlich trotzdem.


Teenage Fanclub: Das dritte Album der schottischen Band, "Bandwagonesque", habe ich 1991 rauf und runter gehört. Und auch die anderen, mehrheitlich männlichen Konzertbesucher sahen aus, als hätten sie in den frühen 90ern ihre besten Konzert- und Cluberfahrungen gemacht.

Nachdem ein passenderweise weißhaariger Roadie alles doppelt und dreifach geprüft hatte, war es dann auch schon Zeit für den Hauptact. Von meinem Standort konnte ich hauptsächlich Norman Blake und Gerard Love sehen, manchmal konnte ich auch einen Blick auf Raymond McGinley erhaschen - alle drei standen nebeneinander, spielten Gitarre beziehungsweise Bass und sangen abwechselnd die Hauptstimme des jeweiligen Songs. Wenn man links an einem Lautsprecherturm vorbei spähte, konnte man auch erahnen, dass sehr weit links noch jemand Keyboard spielte (Dave McGowan, kein Originalmitglied). Es gab natürlich auch einen Schlagzeuger, den habe ich aber tatsächlich überhaupt nicht gesehen.


Um mich herum beklagten sich viele über die schlechten Sichtverhältnisse und die Enge, dennoch war die eigentliche Konzertstimmung gut. Norman Blake erzählte gleich zu Beginn, Teenage Fanclub hätten vor 26 Jahren gegenüber im Rose Club ihr erstes Konzert in Deutschland gegeben. Folglich war auch die Band offensichtlich in bester Stimmung, wenn auch nicht sonderlich redselig.

Auf den letzten Teenage Fanclub-Alben wird recht penibel darauf geachtet, dass alle drei Sänger gleich viele Songs beisteuern und eben auch darbieten. Bei der aktuellen Tournee liegt der Schwerpunkt aber klar auf Norman Blake, gefolgt von Raymond McGinley. Gerard Love durfte - oder wollte - am wenigsten singen. Mit sieben Songs war das aktuelle Album "Here" verständlicherweise am besten repräsentiert, zu meinem Leidwesen "Bandwagonesque" nur mit zwei. Mein Freund bedauerte hingegen, das sein eigener Teenage-Fanclub Favorit, "Thirteen", nur durch "Radio" vertreten wurde. Immerhin bekam er eine Entschädigung: Als eine der wenigen Nicht-Singles hatte "Verisimilitude", eines seiner Lieblingslieder, einen Platz in der Setliste ergattert und wurde auch enthusiastisch beklatscht.


Bei der Zusammenstellung der Songs waren Alben und Jahre wild durcheinander gewürfelt worden, lediglich mit "First Sight" und "I'm In Love" folgten zwei Lieder vom selben Album hintereinander.

Wie erwähnt, viel gesprochen wurde nicht. Es gab einen etwas kryptischen Dank an die Waschsalons dieser Welt, den einen oder anderen Verweis aufs neue Album, ein artiges Dankeschön an die Vorband und gegen Ende den Hinweis, man sei immer gerne in Köln gewesen und plane, hier noch Spaß zu haben, bis der Bandbus um 3 Uhr morgens aufbrechen werde.


Die Spielweise des gesamten Konzertes ist wohl am ehesten als "gemütlich" zu bezeichnen, es gab wenig Bewegung auf der Bühne, dafür aber um so mehr Harmoniegesang. Nur die die letzten drei Lieder, darunter mein Favorit "The Concept" in einer sehr langen Version, wurden recht rockig dargeboten und erinnerten an die jüngeren Teenage Fanclub. Der Zugabenteil begann dann überraschenderweise mit dem ruhigen "I Was Beautiful When I Was Alive", zum Glück passten die folgenden "Star Sign" und "Everything Flows" (wiederum sehr in die Länge gezogen) besser zu einem ausgelassenen Konzertende. Für den letzten Song drehte Blake auch noch persönlich den Verstärker ein bisschen weiter auf - wenn auch sicherlich nicht bis Stufe 11.


Schön, die älteren Herren mit so viel Spielfreude zu sehen, gerade über Norman Blakes Gesicht huschte häufig ein Lächeln - beispielsweise, als er am Ende von "Your Love Is the Place Where I Come From" zum Glockenspiel griff - nur hätten sie ruhig etwas mehr rocken dürfen. Am Merchandisestand konnte man übrigens Band-Tassen mit Teebeutel erwerben, was ganz gut zum vorherrschenden Gefühl passte, dass alle Beteiligten ein wenig in die Jahre gekommen waren. Vielleicht hat sich die Band ja später im Bus einen schönen Tee aufgegossen. Wobei wir, die wir nach einem Limonadenkauf die Heimfahrt antraten, nicht wirklich cooler waren.



Setliste:

Start Again
Radio
Hold On
I Don't Want Control of You
Thin Air
Verisimilitude
It's All in My Mind
Don't Look Back
My Uptight Life
I Have Nothing More To Say
Dumb Dumb Dumb
About You
I Need Direction
The Darkest Part of the Night
Your Love Is the Place Where I Come From
The First Sight
I'm in Love
Sparky's Dream
The Concept

I Was Beautiful When I Was Alive
Star Sign
Everything Flows


Sendeschluss: Depeche Mode - Where's the Revolution

U.

Nanu, ist das letzte Depeche Mode-Album schon so lange her, dass den drei Bandmitgliedern in der Zwischenzeit lange Rauschebärte gewachsen sind? "Where's the Revolution" wurde letzte Woche als Vorab-Single des Albums "Spirit" mit viel Tamtam veröffentlicht, nun gibt es auch ein Video, das natürlich Anton Corbijn gedreht hat.

Vieles ist - abgesehen von der Bärten - wie gewohnt: Dave darf irgendwann seine Weste anziehen, Martin mit der Gitarre posieren und Andy unbeteiligt an der Wand lehnen... dazwischen geht es unkonkret um Politik. Ich muss sagen, dass mir Musik und Video besser gefallen als vieles, das die Band in den letzten Jahren veröffentlicht hat. Ob "Spirit" etwa endlich wieder ein Depeche Mode Album wird, das mir gefällt?

Gekauft: Januar 2017

U.


Der Januar war bei mir ein recht konsumarmer Monat. In den letzten Tagen bestellte ich mir die rote Version dieser Schuhe, da sie quasi wegreduziert war, aber man kann hier ja nicht ständig die gleichen Schuhe vorzeigen...

Konsumiert habe ich im Januar allerdings nicht weniger als 31 kostenlose Youtube-Yoga-Videos. Die texanische Schauspielerin und Yogalehrerin Adriene Mishler veröffentlicht schon seit mehreren Jahren im Januar eine Yogaserie, bei der von den Abonnenten jeden Tag ein neues Video nachgeturnt werden soll. Dieses Mal bekam ich es zufällig am 31. Dezember mit und beschloss spontan, mitzumachen.

Tatsächlich besteht kein echter Zwang, sämtliche Videos genau am Veröffentlichungstag umzusetzen - sie bleiben ohne Verfallsdatum online verfügbar und auch die Serien der Vorjahre könnte man aktuell noch jederzeit abonnieren und bekäme dann täglich eine automatische E-Mail mit dem Link zum Video des Tages. Dennoch ist es aber sehr motivierend, zu wissen, dass man gerade das Video "von heute" sieht. Obwohl ich so manches Mal im Januar unter Zeitdruck stand oder keine rechte Lust hatte, habe ich den Yogamonat durchgehalten. Nur an einem Tag hatte ich Migräne, was Bewegung jeder Art ausschloss, an einem anderen kam ich nach Büro und Konzert erst nach Mitternacht nach Hause. Beide versäumte Tage holte ich dann jeweils an einem Wochenende nach, indem ich an einem Tag zweimal Yoga praktizierte.

Die meisten Videos dauerten etwa eine halbe Stunde - das längste war 43 Minuten lang, etwa drei waren wesentlich kürzer. Jeder Yogatag hatte einen vorab angekündigten Schwerpunkt (etwa Authentizität), wobei sich die Serie eher mit den "innerlichen" Vorgängen beim Yoga beschäftigt als damit, besonders komplexe Übungen zu vermitteln. Tatsächlich versucht Adriene ihren Schülern nahe zubringen, dass die tollsten Yogaposen wenig bringen, wenn das Innere nicht mitmacht - einer ihrer Lieblingssprüche lautet "No Yoga Robots!"


Mit dem seelischen und meditativen Aspekt von Yoga habe ich durchaus meine Probleme, tatsächlich geht es mir für mich selbst beim Üben hauptsächlich darum, ein wenig Kraft aufzubauen, Rückenschmerzen zu vermeiden und erfolgreich zu entspannen, mehr erwarte ich gar nicht. Insofern konnte ich mich mit den begeisterten Video-Kommentatoren, die an mehreren Tagen schrieben, sie hätten beim Lesen der Tages-E-Mail oder dem Ausführen der Übungen vor emotionaler Überwältigung weinen müssen, nur bedingt identifizieren. Dennoch ist Adriene an sich sehr sympathisch und auch aus der Ferne eine gute Lehrerin. Ich denke, ich habe im Januar tatsächlich viel Neues zum Thema Yoga gelernt und erwäge bereits, eine der vorausgegangenen Serien zu abonnieren. Vielleicht muss ich dann ja nicht jeden Tag mitmachen...

Gesehen: Januar 2017

U.

Ich war im Kino! Im Januar! Wenn das so weitergeht, wird es Ende des Jahres dieses Mal vielleicht kein so schwieriges Projekt, aus den paar Filmen, die ich überhaupt gesehen habe, meine Lieblinge des Jahres auszuwählen!

Allerdings war ich alles andere als ein First Mover, denn ich sah den Star Wars-Ableger Rogue One, der bereits seit Mitte Dezember läuft... genauer gesagt war es gar nicht so einfach, ein Kino zu finden, das den Film überhaupt noch zeigte.

Rogue One schildert Ereignisse, die der Handlung des "vierten" Star Wars Films (also des Teils, der als erster ins Kino kam) vorausgehen. Es geht um den Bau des ersten Todessterns, den Mann, der ihn konstruierte und seine Tochter, die erfährt, wie man ihn zerstören kann. Als Verbindung zu den Ursprungsfilmen dient zum einen Darth Vader - die Macher waren sicher sehr erleichtert, dass diese Rolle dank Maske und Stimmverfremdung so gut wie jeder Schauspieler übernehmen kann - und die Figur Grand Moff Tarkin, die in Teil 4 von Peter Cushing gespielt wurde. Dieser ist seit 1994 tot, und so wurde die Figur für den neuen Film kompliziert aus alten Aufnahmen und per CGI wiederbelebt - was erschreckend gut funktioniert.

Gut gefiel mir, dass die Geschichte von Rogue One tatsächlich eigenständig funktioniert. Star Wars-Ignorante wie ich, die zwar jeden Film irgendwie kennen, sich die Details aber partout nicht merken können (oder wollen), kommen hier auch mit. Die Figuren fand ich ebenfalls sympathisch, ein wenig eindimensional vielleicht, aber das ist in den Originalfilmen ehrlich gesagt nicht anders. Die Handlung mag vielleicht ein bisschen sehr konventionell sein - die Presse kritisierte einen Mangel an Originalität, was ich durchaus unterschreiben würde. Aber als kurzweiliger Gut-gegen-böse-Film ist Rogue One durchaus gut geeignet und enthält allemal mehr neue Ideen als Star Wars - Das Erwachen der Macht.

Gelesen: Januar 2017

U.


Im Januar konsumierte ich nicht weniger als drei Krimis, zwei als Hörbücher und einen via Kindle.

Krimi Nummer 1, ein Hörbuch, war Eisenberg von Andreas Föhr. Föhr ist bereits recht bekannt für seine Regionalkrimiserie um Kommissar Wallner aus Miesbach im bayerischen Voralpenland - deren ersten Teil ich sehr empfehlen kann, die mir aber mit der Zeit etwas zu repetitiv wurde. Herrn Föhr vielleicht auch, und so begann er etwas Neues, denn auch Eisenberg scheint der Beginn einer Reihe zu sein. Deren Hauptfigur Rachel Eisenberg ist eine erfolgreiche Anwältin aus München.

Eher aus Prestigegründen als aus echtem Mitleid bemüht sie sich als Pflichtverteidigerin um einen medienbekannten Fall, in dem ein Obdachloser eine Studentin ermordet haben soll. Erstaunt muss sie feststellen, dass sie den Tatverdächtigen von früher kennt - er war früher Physikprofessor und mehrere Jahre lang ihr Freund. Trotz erdrückender Beweislage inklusive DNA-Spuren bemüht sich Rachel um einen Freispruch, erkennt Zusammenhänge zum längst vergessenen Verschwinden einer Albanerin in Rosenheim und wird beinahe selbst ermordet.

Eisenberg ließ mich gespalten zurück, denn mir gefiel das Geschehen um die teils mehr, teils weniger sympathische Anwältin sowie die - soweit ich das beurteilen kann - realistisch und auch interessant geschilderten Alltagsereignisse in der Kanzlei und vor Gericht eigentlich sehr gut. Der Fall wies allerdings größere Löcher auf, sowohl was die (Un-)Wahrscheinlichkeit einiger Zufälle betraf als auch manche technische Details, die so einfach schlicht nicht funktionieren können. Dennoch würde ich einem zweiten Teil definitiv eine Chance geben. Gelesen wurde das Ganze wie immer sehr gut von Michael Schwarzmaier.


Parallel las ich einen weiteren Krimi, nämlich The Likeness (deutsch: Totengleich) von Tana French. Nachdem mir ihr Debütkrimi In The Woods im Oktober so gut gefallen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es mit der Reihe um das Dublin Murder Squad weiter geht. Das Konzept scheint hier zu sein, dass die Hauptfiguren von Teil zu Teil variieren - so war die Protagonistin und Erzählerin von Teil 2, Cassie Maddox, im ersten Band nicht die Hauptfigur, kam aber vor.

Auch The Likeness kann ich nur mit Einschränkungen empfehlen, da die Prämisse der Geschichte einfach unmöglich erscheint: Im ländlichen Umland von Dublin wird eine tote Studentin gefunden, die Cassie bis aufs Haar gleicht. Die Tote starb offenbar allein, an den Folgen einer Stichwunde, weshalb der Leiter der Undercover-Abteilung vorschlägt, man könne so tun, als sei die Wunde nicht tödlich gewesen, und Cassie in die Rolle der Toten schlüpfen lassen, um den Mord aufzuklären.

Nun erscheint es mir im Grunde schon unmöglich, dass ein Mensch einem Nichtverwandten so sehr ähneln kann, dass engen Freunden wirklich kein Unterschied auffällt. Dann noch dessen Leben zu übernehmen, ohne bereits in den ersten Stunden durch einen Fehler aufzufliegen, erscheint beinahe noch absurder. Ein bisschen thematisiert der Roman dieses Problem auch, aber basiert letztlich darauf, dass es eben doch möglich ist. Was mir die Geschichte ein wenig verdirbt.

Die Handlung an sich darum, wie Cassie mit vier Freunden der Studentin ein Haus teilt, diesen vieles vorspielen muss, sie aber mehr mag als sie möchte, und langsam und unauffällig herausbekommen muss, was ihrer Doppelgängerin passiert ist, fand ich dann inklusive der Figuren durchaus spannend und wie schon Teil 1 sehr gut erzählt.


Krimi Nummer 3 des Monats war wieder ein Hörbuch, und zwar Die Chemie des Todes (englisch: The Chemistry of Death) von Simon Beckett. Irgendwann hatte ich den zweiten Teil der Reihe bei Spotify gehört und anschließend noch den dritten sowie ein anderes, nicht sonderlich gutes, Hörbuch, das ebenfalls von Johannes Steck gelesen worden war. Danach hatte ich von Steck und auch von Beckett gründlich die Nase voll, weshalb ich den ersten Teil der Reihe mehrere Jahre nach den anderen hörte.

Insofern war ich schon fast gespannt, ob ich nach gebührender Pause auch Die Chemie des Todes ablehnen würde, immerhin handelt es sich bei Becketts Krimis ja um Bestseller, die so gut wie jedem gefallen. Um es kurz zu machen: Auch dieses Buch ging mir gewaltig auf die Nerven. Der Protagonist David Hunter hat einen spannenden Beruf und ein interessantes Leben - aber so, wie Beckett ihn beschreibt und agieren lässt, erscheint er dennoch als der langweiligste Mensch der Welt. Er ist durch und durch moralisch untadelig und hat keinen einzigen originellen oder gar humorvollen Gedanken, nicht einmal die Trauer um seine verstorbene Frau und Tochter konnte ich ernst nehmen. Die anderen Figuren des Romans sind noch dünner angelegt, und so war mir auch völlig egal, was mit ihnen passiert.

Die Handlung, nämlich die Suche nach einem Frauenmörder in einem beschaulichen englischen Ort, war, das muss ich zugeben, spannend. Allerdings werden als faules Stilmittel zum einen Hunters platte Träume eingesetzt, in denen ihm (und dem Leser/Hörer) entweder klar wird, dass er etwas übersieht, oder ihm aber die verstorbene Frau praktischerweise mitteilt, dass sie ihm die neue Freundin verzeiht. Zum anderen wird in einer Penetranz auf bevorstehende grausige Ereignisse verwiesen (in Stil von "Hätte ich an diesem Abend schon gewusst, was mir bevor stand, wäre ich verzweifelt."), dass es auf mich ziemlich albern wirkt.

Also, Simon Beckett und ich werden wohl keine Freunde mehr, auch wenn ich mit meiner Abneigung anscheinend ziemlich allein dastehe.


Sendeschluss: Slowdive - Star Roving

U.


"New Slowdive song, new Trainspotting movie in a few days, feels like I've woken up in 1995." schreibt ein Kommentator auf Youtube und brachte mich damit zum Schmunzeln. Nach den Slowdive-Reunion-Konzerten im vorletzten Jahr (bei meinem verabschiedete sich Rachel mit "See you next year!") war man ja durchaus hoffnungsvoll, was neues Material betrifft, nur hat es dann noch ein bisschen länger gedauert als erwartet (die Stone Roses versprachen 2012 auch neues Material und veröffentlichten nach vier Jahren Wartezeit zwei nicht überzeugende Songs, da will ich über einen Monat Verspätung bei Slowdive gar nicht meckern).

Das neue Slowdive Lied dagegen gefällt mir nämlich durchaus gut, lediglich das Video wirkt, als wäre hier nicht viel Herzblut investiert worden. Na ja, besser als umgekehrt...

Neulich als ich mich um ein Musical drückte: The Divine Comedy in Den Atelier, Luxemburg

U.


Ich nenne die Band The Divine Comedy, deren Musik mein Freund gerne und häufig auflegt, gerne "The Divine Musical". Stets habe ich beim Zuhören den Eindruck, dass ich gerade der Tonspur eines musikalischen Dramas lausche und stelle mir dabei vor, wie zu den Songs auf der Bühne getanzt und gekämpft oder auch einmal abseits des Geschehens traurig allein (und vielleicht mit einer Phantommaske) gesungen wird. Nachdem ich aber weiß, dass es es bei einem Livekonzert eben keine große Bühnenshow mit Gruppentanz und Kämpfen geben würde, hält sich mein Interesse an einem Konzertbesuch in Grenzen. Deshalb war ich ganz froh, dass mein Freund für den Konzertbesuch in Luxemburg am letzten Freitag eine andere Begleitung finden konnte. Ich genoss den Freitagabend auf dem Sofa und fragte am nächsten Morgen, wie die Konzertreise so war.


(Warum) Spielt The Divine Comedy eigentlich nicht in Deutschland?

Warum sich Neil Hannon in Deutschland so rar macht, weiß ich auch nicht, aber zuletzt habe ich ihn 2010 in Köln gesehen. Aktuell stehen jedoch nur Hamburg und Berlin als deutsche Tourneestops fest. 


Lohnt sich dafür die Reise nach Luxemburg?

Auf jeden Fall, denn im Gegensatz zu dir konnte ich einen neuen Ground machen und einen Länderpunkt erhalten, da ich zuvor noch kein Konzert in Luxemburg gesehen hatte.


War das Publikum luxemburgisch oder gab es viele Konzertreisende?

Überraschend war zunächst, dass man nachmittags noch Karten für das Konzert kaufen konnte, denn sowohl die vorherigen Stationen (3x Paris) als auch die folgende (Straßburg) waren ausverkauft. In dem schönen, aber recht kleinen Club hörte man munteres Sprachengemisch. Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch - aber es waren auch Luxemburger anwesend, denn Lisa O’Neill, die das Vorprogramm bestritt, wurde auf Nachfrage erklärt, dass man sich mit „Moien“ begrüßt. Und Neil Hannon sollte später eine Textzeile aus „A Drinking Song“ leicht umändern und erhielt dafür Szenenapplaus. Bei „There'll always be an England, an Ireland and a France, a Liechtenstein and Finland, and we have only one chance.“ wurde ein Zwergenstaat durch den anderen ersetzt.


Wie war die Vorband?

Die Irin Lisa O’Neill spielte mit ihrem musikalischen Partner  netten Folk zur Akustikgitarre, Banjo oder Mandoline. Spannender als die Musik war ihre Kommunikation mit dem Publikum und ihre zahlreichen Ansagen. Zum Beispiel zu „Elvis, I Give You Irish Stew“ erzählte Lisa, dass sie sich eine eigene Elvis-Figur gebastelt habe, mit dieser durch die Wohnung tanze und Gespräche führen würde, wenn sie ihm zum Beispiel erklären müsste, was CDs seien. Nach der Erklärung, dass diese ganz okay, aber nicht so gut wie Vinyl seien, hatte sie natürlich bei mir ein Stein im Brett.


Die Phantasieuniform kenne ich schon aus dem Netz. Gab es weitere Kostüme? Vielleicht als Katze oder Zug?

Neil Hannon eröffnete das Konzert tatsächlich in seinem Napoleon-Kostüm, was auch passend war, da sehr früh „Napoleon Complex“ und „Catherine The Great“ gespielt wurden, dazu trugen die vier Bandmitglieder Husarenjacken. Das erste Konzertdrittel war vom aktuellen Album „Foreverland“ geprägt. Highlights waren „The Parc“, welches Hannon mit “The fascists are rising we should make a Pact'”  ankündigte, und natürlich das anschließende „To The Rescue“.

Nach „The Certainty Of Chance“ verschwand Hannon von der Bühne, während die Band einen etwas längeren Instrumentalteil spielte. Zu „The Complete Banker“ erschien er wieder mit Hemd, Anzug, Melone und Regenschirm. Sein “I hope there are no members of the banking community here tonight”  bezog sich auf den kritischen Text des Songs, den Hannon aber zwischendurch vergaß und durch Improvisationen überbrückte. Er erklärte scherzhaft, dass er über Tausend Lieder geschrieben habe und nicht alle Texte kennen könne. 
Das war es aber auch schon mit Kostümen und Verkleidungen.


Kulissen? Requisiten?

Kulissen gab es keine, wir waren schließlich nicht in einem Musical, sondern auf einem Rock’n’Roll-Konzert! Zumindest am Ende des Hauptteils. Nach einem kurzen Akustikteil, der auf Barhockern sitzend dargeboten wurde („A Lady Of A Certain Age“ und Songs Of Love“), wechselte Hannon zur elektrischen Gitarre und spielte zum Tanz auf: „At The Indie Disco“, „Becoming More Like Alfie“, „Something For The Weekend“, „I Like“ und „National Express“ - was für ein toller Block! „I’m multi-talented - I can even play electric guitar“, sagte Hannon dazu und ergänzte noch ein „poorly“.

Aber Requisiten gab es: Ein Steckenpferd stand unbenutzt am Bühnenrand. Direkt daneben ein riesiger hölzerner Globus, der überraschenderweise aufklappbar war und sich als Hausbar der Band entpuppte. Seinen Bandmitgliedern spendierte er eine Runde Dosenbier, eine Flasche Wein ging ans Publikum. 


Hat Neil Hannon denn musicalhaft deklamiert?

An der einen oder anderen Stelle, das muss ich zugeben, schon. Häufig setzte er auch bewusst auf untermalende Mimik oder übertriebene Gestik. Bei „Our Mutual Friends“, meinem Lieblingslied von The Divine Comedy, endete seine darstellerischen Einlagen der Textzeilen „Then privately we danced, but couldn't seem to keep our balance, a drunken haze had come upon us. We sank down to the floor and we sang.“ natürlich damit, dass er zu Boden sank und dort eine Weile liegen blieb. 
Bei „A Drinking Song“ sprang Hannon passend in die Rolle des Trinkers und gab, mit Bierglas in der Hand, eine leicht lallende und taumelnde Performance. Textzeilen wie „Well, bloody my nose
and blacken my eye, if it ain't some young Turk in search of a fight.“ wurden von ihm mit gespielten Boxhieben auf Nase und Auge unterstrichen.


Wies die Setliste Überraschungen auf?

Im Großen und Ganzen steht die Setliste, aber gelegentlich wird variiert, so kamen wir in den Genuss des selten gespielten „When The Lights Go Out All Over Europe“. Gelegentlich spielen The Divine Comedy auch Coverversionen auf Zuruf. Leider wurde „There Is A Light That Never Goes Out“ überhört und statt dessen „Mamma Mia“ von ABBA zum Besten gegeben. Das war der Moment im Konzert, der einem Musical am nächsten kam.


Hat er das Duett einfach allein gesungen? Oder weggelassen?

Das wäre schön gewesen, denn „Funny Peculiar“ ist der Skip-Kandidat auf dem letzten Divine Comedy Album und war es auch beim Konzert. Der Song wurde gemeinsam mit Lisa O’Neill dargeboten.


Wie lange hat der Spaß denn gedauert? Und gab es Zugaben?

Knapp zwei Stunden, aber im Vergleich zu den Konzerten in Paris wurden 2 Songs ausgespart, so dass wir „nur“ deren 24 zu hören bekamen. An der Stimmung kann es nicht gelegen haben.
Es gab einen Zugabenblock mit insgesamt 3 Liedern. Traditionell wurde das Konzert mit „Tonight We Fly“ beendet.


Hast du mir etwas mitgebracht?

Christoph konnte mich gerade noch zurückhalten, sonst hätte ich dir diesen Strickpullunder, der dieses Jahr nur schwer vom Spitzenplatz im Ranking des ungewöhnlichsten Merchandise zu verdrängen sein wird, mitgebracht. Andere Gäste hatten keine Freunde dabei, die sich rettend in den Weg warfen: Zwei Fans kauften den Pullunder tatsächlich.


Hast du außer den schönen Fotos auch an die Setliste gedacht?

Klar:

How Can You Leave Me on My Own
Napoleon Complex
When the Lights Go Out All Over Europe
Catherine the Great
Bad Ambassador
The Pact
To the Rescue
The Certainty of Chance
The Complete Banker
Bang Goes the Knighthood
Generation Sex
Our Mutual Friend
Funny Peculiar
Mamma Mia (ABBA cover)
A Lady of a Certain Age
Songs of Love
At the Indie Disco
Becoming More Like Alfie
Something for the Weekend
I Like
National Express

Assume the Perpendicular
A Drinking Song
Tonight We Fly


Wenn du möchtest, kannst du dir eines der Pariser Konzerte in guter Qualität hier ansehen.

Sendeschluss: Elbow - Gentle Storm

U.

Wenn man sich Elbows neues Video zu "Gentle Storm" ansieht, denkt man zunächst etwas irritiert - zumindest, wenn man schon etwas älter ist - dass es eine seltsame Idee ist, im Jahr 2017 ein Video von 1985 zu imitieren: Wie in Godley & Cremes "Cry" von vor 22 Jahren singen bei Elbow neben den Bandmitgliedern unterschiedliche Köpfe in Nahaufnahme das Lied und werden immer nach und nach in den nächsten Sänger gemorpht. Auch Michael Jackson griff die Idee 1991 für sein Video zu "Black or White" auf.

Herr Godley 1985


Herr Godley 2017

Tatsächlich ist "Gentle Storm" aber nicht einfach eine ideenlose Kopie, sondern ein Zitat. Während die meisten Youtube-Kommentatoren sich nämlich hysterisch darüber austauschen, an welchen Stellen des Videos Benedict Cumberbatch (kreisch!) für einige Sekunden zu sehen ist, haben andere bemerkt, dass einer der morphenden Köpfe niemand anderes als Kevin Godley ist - von Godley & Creme. Dieser ist ganz nebenbei auch der Regisseur des Videos. Und so ist es dann plötzlich eigentlich doch sehr witzig.




Neulich nach der langen Pause: Spaceman Spiff im Kölner ARTheater

U.

Als sich die Frage stellte, ob wir die aktuelle Spaceman Spiff-Tournee in Wiesbaden oder in Köln besuchen sollten, plädierte ich für Köln: Der Freitag gefiel mir als Konzerttermin einfach besser. Dabei hätte der Wiesbadener Auftritt im atmosphärischen Walhalla stattgefunden. Das Kölner ARTheater ist eigentlich auch nicht schlecht, allerdings verfolgt uns hier das Konzertfoto-Pech: Waren wir bei Hundreds noch ohne Speicherkarte für die Kamera angereist, hatten wir dieses Mal zwar alles dabei, dafür war aber die Beleuchtung der Bühne so düster gehalten, dass das Fotografieren dennoch kaum möglich war. Aber beginnen wir am Anfang.

Während ich per Bahn aus Frankfurt angereist war, kam mein Freund mit dem Auto (und den Tickets) aus dem Westerwald. Als ich vor dem Eingang noch eine gute Viertelstunde auf ihn warten musste, entdeckte ich die Kölner Gepflogenheit, mit offener Bierflasche beim Konzert einzutreffen und diese vor dem Einlass noch schnell zu leeren. Als Massenphänomen hatte ich das in Frankfurt bislang nur bei den Böhsen Onkelz gesehen (deren Konzert ich nicht besucht habe, ich habe nur einmal eine U-Bahnstation mit den Konzertbesuchern geteilt).


Der Konzertsaal selbst war anderes als bei Hundreds nicht bestuhlt und schon gut gefüllt mit bestens gelaunten Kölnern. Ein barrierefreier Blick zur Bühne war nicht mehr zu ergattern, außerdem ging das Konzert sehr kurz nach unserem Eintreffen los. Während wir zunächst davon ausgingen, dass es keine Vorband gab, stellte sich später heraus, dass wir den Auftritt von Marcel Gein einfach komplett verpasst hatten. Dafür kannten wir Spaceman Spiffs Mitmusikerin bereits: Bei der aktuellen Tournee begleitet ihn wieder Clara Jochum am Cello (manchmal singt sie auch mit, spielt Xylophon oder Keyboard). Clara hatte er bereits 2014 in Mannheim dabei gehabt, mittlerweile ist sie auch ein Mitglied seiner neuen Band Otago, die englischsprachige Lieder macht und demnächst ein Album veröffentlicht,  auf Tournee gehen und ebenfalls im ARTheater auftreten wird.


Zu Clara erfuhren wir, dass sie in Musikpädagogik promoviert und ihre ersten Auftritte mit Spaceman Spiff als Studienpraktikum anrechnen ließ, so dass er auch einen Bewertungsbogen über sie ausfüllen musste. Als gute Arbeitgeber habe er sie aber im Anschluss an das Praktikum übernommen. Die aktuelle Tournee ist die erste nach eineinhalb Jahren Pause. Dennoch war nicht nur das ARTheater bereits im Vorfeld ausverkauft, wie der Künstler mit ein wenig Rührung erzählte. Es ist sogar bereits ein Zusatzkonzert angesetzt.

Wegen der Pause und des neuen Bandprojektes setzte sich die Setliste hauptsächlich aus den drei vorhandenen Spaceman Spiff-Alben zusammen, nur zwei Lieder, "Norden" und "Rom" waren neu. Während Clara die ersten sechs Lieder auf dem Cello begleitete und bei "Photonenkanonen" mitsang, verließ sie anschließend die Bühne und kehrte erst nach einigen Songs zurück, die Lieder dazwischen bestritt Spaceman Spiff allein mit der Gitarre.


Wir erfuhren dabei viel zu den jeweiligen Liedern: Etwa zitiert "Straßen" mit "wo wir hingehen, brauchen wir keine Straßen" den Film "Zurück in die Zukunft", bei "Photonenkanonen" scheinen viele Fans der Meinung zu sein, das Lied genau verstanden zu haben, es dreht sich aber tatsächlich um die Erkenntnis, dass nichts schwarz oder weiß ist. Das neue Lied "Rom" handelt davon, dass mit dem Älterwerden (Hannes Wittmer ist um die 30) Freunde aus dem Leben verschwinden, weil sie in Beruf oder Familie aufgehen. "Schnee" ist sein Abschiedslied an Würzburg und angeblich sein "Angels", weshalb er gegen Ende des Songs auch ein paar Zeilen des Robbie Willams-Songs einbaute.

Nach dem ebenfalls neuen "Norden", das davon handelt, dass sich Liebe und Freiheit (hoffentlich) nicht ausschließen müssen, kehrte Clara zu "Teesatz" zurück, was bejubelt wurde und Hannes dazu anregte, zu überlegen, wie Claras potenzielle Facebookseite heißen könnte: Er bevorzugt "Clara Fall", "Clara Elfer" oder, französisch auszusprechen, "Clara Denier". Man sieht also, das Kalauern und das Schreiben sentimentaler Lieder gehen irgendwie Hand in Hand (Gell, Enno Bunger?).


Mit dem vielfach mitgesungenen "Vorwärts ist keine Richtung", für das sich auch Marcel Gein wieder auf der Bühne einfand, und für das der Rhythmus geloopt wurde, endete das Konzert eigentlich, aber dem Publikum wurde gar nicht ernsthaft abverlangt, eine Zugabe einzufordern - beinahe nahtlos folgten noch ein Lied, das ich als "Satelliten" notierte, das aber möglicherweise anders hieß, sowie "Nichtgeschwindigkeit". Zu letztgenanntem erfuhren wir noch, dass die Tournee nach einer Zeile aus diesem Song "Drüben im Park" heißt, und dass er den Song in der Vergangenheit eher selten live gespielt hat, weil er recht orchestral ist - mit Marcel und Clara ging es aber doch. Sogar einen kleinen Rausschmeißer bekamen wir noch, in Form einer akustischen Version von "Die Gedanken sind frei".

Ein schönes Konzert eines sichtlich nach langer Pause hochmotivierten Künstlers, das für mich nur unter den schlechten Sichtverhältnissen sowie der hohen Temperatur litt - gerne wäre man wie Spaceman Spiff nur im T-Shirt dagestanden, im eigentlich jahreszeittechnisch passenden Wollpullover wurde es doch extrem heiß. Neu für uns, die wir Spaceman Spiff zweimal 2014 gesehen hatten, war die Tendenz in der zweiten Konzerthälfte, Rhythmen und Melodiebestandteile zu loopen.

Setliste:

Der Tag an dem ich nicht verrückt wurde
Egal
Straßen (wo wir hingehen brauchen wir keine Straßen)
Photonenkanonen
Milchglas
Rom
Schnee
Norden
Irgendwie ist immer woanders
Teesatz
Han Solo
Oh Bartleby
Mind the gap
Vorwärts ist keine Richtung

Satelliten (?)
Nichtgeschwindigkeit

Die Gedanken sind frei

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