Nachdem auf diesem Blog bereits zweimal Fertig-Falafel vorgestellt wurden (hier und hier), sind diese in meinem Haushalt zu einer Art Standard-Abendessen geworden: Geht schnell, ist (gerade bei Zugabe von frischem Salat, Tomaten und Paprika) halbwegs gesund und schmeckt in Allgemeinen hervorragend.


Nachdem hier bereits die Fertig-Falafel von Edeka und Garden Gourmet gezeigt wurden, gab es letzte Woche ein Konkurrenzprodukt von Vegafit. Diese Falafel sind etwas größer als die von Edeka und haben, wenn man die Packung umdreht, ein deutlich sympathischeres Zutatenverzeichnis: Anders als bei Edeka wird weder auf Gluten und Sojabohnen (ich habe nichts gegen Gluten und Soja, aber was haben sie in Falafeln zu suchen?) noch auf Aroma verwiesen.


Eine weitere Neuerung war dieses Mal, dass wir anstelle von Fertig-Wraps (Fertig-)"Lavash" benutzten, ein ungesäuertes Fladenbrot, das, wie wir via Wikipedia erfuhren, ein immaterielles UNESCO Weltkulturerbe darstellt. Der Unterschied zu regulären Wraps ist nicht riesig, die Lavash-Brotfladen sind aber eckig.


Das Einrollen der eckigen Fladen ist durchaus schwieriger als bei runden, immerhin konnten wir uns dabei mit der Weltkulturerbe-Sache trösten... Ansonsten verlief die Verarbeitung wie immer: Die Lavash wurden kurz im Ofen erhitzt, die Falafel in der Pfanne angebraten. Dann wurde Hummus auf die Brote gestrichen, für die Schärfe ein wenig Sambal Oelek verteilt und darauf die Falafel leicht zerdrückt. Dann musste man nur noch Salat, Tomaten und Paprikastückchen dazuwerfen und alles schnell aufrollen.


Mein zweiter Lavash zerbrach übrigens beim Aufrollen in zwei Hälften (ich hatte ihn wohl zu lange im Ofen gelassen), weshalb er zusätzlich noch eine Alufolienverpackung bekam. Mit dieser ließ er sich dann recht gut genießen.

Was nun die Vegafit-Falafel betrifft: Die schmecken sehr gut, einen wesentlichen geschmacklichen Unterschied zu den bereits getesteten Produkten konnte ich nicht wahrnehmen.





Auch dieses Jahr habe ich wieder große Teile des RTL-Trash-Spektakels "Ich bin ein Star, holt mich hier raus!" verfolgt, das gestern zu Ende gegangen ist. Mit von der Partie war dieses Mal auch Ex-It-Girl Jenny Elvers, was mir Anlass genug ist, als heutigen Sendeschluss ein Video zu wählen, in dem sie mitspielt.

Ansonsten empfinde ich "Allan Align" als eher verstörend, und Drangsal ist offenbar ein großer Fan von The Cure. Es handelt sich hier um die erste Single von Max Gruber unter diesem Namen, es bleibt also abzuwarten, ob zukünftige Videos dann andere Dschungel-Mitspieler wie beispielsweise Gunter Gabriel oder Thorsten Legat präsentieren...


Vegetarische Frikadellen wurden in diesem Blog bereits (hier) getestet. Seither sind viele weitere Produkte auf den Markt gekommen, denn bekanntlich machen auch immer mehr konventionelle Fleischproduzenten im Wachstumsmarkt "Fleisch ohne Fleisch" mit.

Ohne, dass sie hier je vorgestellt wurden, haben sich hierbei die Frikadellen von Rügenwalder Mühle als feste Größe in meinem Haushalt etabliert. Die Plastikbecher mit den vegetarischen Minibuletten sind fast überall erhältlich, und die Frikadellen werten jeden Abendbrottisch auf - sei es pur oder auf Brot. Dass kein Fleisch enthalten ist, schmeckt man kaum.


Dafür weisen die Frikadellen den Nachteil vieler vegetarischer Produkte von Großkonzernen auf: Eine Hauptzutat ist Ei, und selbst, wenn Rügenwalder angibt, Eier aus Freilandhaltung zu verwenden, kann man sich dennoch streiten, ob es hinsichtlich des verursachten Tierleids (man denke allein schon an die geschredderten männlichen Küken, die als "Nebenprodukt" der Legehennenhaltung entstehen) einen großen Unterschied macht, ob man nun die vegetarischen Minifrikadellen kauft oder gleich die aus Fleisch.


Folglich wäre ein Alternativprodukt durchaus willkommen, und bei Edeka entdeckte mein Freund kürzlich ebenfalls recht klein geratene Frikadellen der Firma Veggie Friends. Diese Frikadellen befanden sich ein einer Vakuumtüte, und obwohl man sie angeblich kalt essen konnte, wirkten sie so weich und "roh", dass wir beschlossen, sie kurz anzubraten.


Für den nun folgenden Geschmacksvergleich brachte das Anbraten aber leider keine Vorteile: Die veganen Frikadellen, deren Hauptzutat Tofu ist, hatten in Konsistenz und Geschmack so gar nichts mit klassischen Frikadellen gemeinsam. Man könnte genauso Tofu zu Kugeln formen und zur Frikadelle erklären. Das Positivste, das ich zu dem Produkt sagen kann, ist, dass es nicht schlecht schmeckt.Es ist eben weitgehend geschmacksneutral. Die Suche nach einer tierfreundlicheren Alternative zu den vegetarischen Mühlen Frikadellen geht also weiter.

I’m from Barcelona sah ich vor einigen Jahren bereits live, damals im Frankfurter Mousonturm. Der Auftritt war nicht sonderlich gut besucht, was den Sänger aber nicht davon abhielt, von der Bühne in die Menge zu hüpfen. Das anwesende Publikum fing ihn zwar auf, aber zum Crowdsurfing-konformen Weiterreichen waren schlicht zu wenig Leute da. Also trug man ihn stattdessen ein wenig durch den Raum – ein Bild, das ich nie vergessen werde.

Am Montag in Köln sah es zunächst so aus, als würde sich die Erfahrung mit dem schlecht besuchten Konzert wiederholen, tatsächlich hatten wir als Landeier aber nur die angegebene Einlass- und Beginnzeit ernst genommen. Als dann auch die Kölner alle da waren, war es statt 20:30 bereits 21 Uhr und das Gebäude 9 gut gefüllt.


Ein gut informierter Mitbesucher hatte uns erzählt, dass der letzte Auftritt von I’m From Barcelona im Gebäude 9 wohl recht exzessiv gewesen sei: Die Band hatte anschließend noch die ganze Nacht am Merchandise-Stand gefeiert und würde dem Betreiber der Halle seitdem Weihnachtskarten (aus Barcelona) schicken.

Als das Konzert dann - zunächst mit den Klängen von Freddie Mercurys „Barcelona“ - begann, verwies auch Sänger Emanuel Lundgren auf den letzten Besuch, erklärte, er habe gut, aber sehr verschwommene Erinnerungen an diesen Ort und wollte wissen, ob jemand von den heutigen Gästen auch damals anwesend gewesen sei - einige meldeten sich.


Mit Lundgren befanden sich insgesamt 12 Personen auf der Bühne, was für ein I’m From Barcelona-Konzert eigentlich eher wenig ist: Laut Wikipedia hat die Band 30 Mitglieder. Insbesondere der Frauenanteil hatte sich auf eine Person dezimiert, die anderen Backgroundsänger waren dieses Mal männlich. Das weibliche Bandmitglied war offenkundig schwanger und trug einmal Pailletten komplett – als Oberteil, als Hose und als Schuhe. Darüber trug sie, genau wie sämtliche Bandmitglieder, eine Jeansjacke mit einem Bandnamen-Aufnäher auf dem Rücken. Diese Band hat offenbar Teamgeist und die Regel, das man auf der Bühne tragen darf, was immer man möchte, so lange die Jeansjacke dabei ist. Der Keyboarder trug darunter ein Dinosaurierkostüm…


Bei I’m From Barcelona ist ausgelassene Stimmung gewissermaßen Pflicht, die einfach strukturierten Lieder sind zum Mitsingen konzipiert und haben manchmal einen ebenso einfach zu absolvierenden, zugehörigen Tanz („Treehouse“, „Jenny“). Dazu wirft man riesige Luftballons und immer wieder beachtliche Mengen Konfetti ins Publikum, so dass der Eindruck einer Kinderparty für Erwachsene entsteht. Hätte es irgendwann Kuchen für alle gegeben, wäre ich nicht überrascht gewesen.

Wenn es dermaßen zum Konzept einer Band gehört, Fröhlichkeit zu verbreiten, kann man sich das leicht zwanghaft vorstellen. I’m From Barcelona schaffen es aber, nicht der Tony Marschall oder Heino des Indiepops zu sein, tatsächlich wirkte alles ehrlich fröhlich aufgekratzt. Gerne versuchte man sich auch an Rockergesten, zwei Gitarristen machten etwa spielenderweise eine Art Brücke, bei der sie sich gegenseitig abstützten. Lundgren ließ sich vor dem (in Köln etwas besser funktionierenden) Crowdsurfing Huckepack nehmen oder spielte einmal, selbst im Publikum stehend, an der Gitarre eines Kollegen mit.


Ein wenig Unsicherheit bestand wohl dennoch, denn nach „Violins“ fragte Lundgren, ob wir andere Bands nennen könnten, die wir bereits im Gebäude 9 gesehen hätten, damit diese als Inspiration dienen könnten. Als jemand scherzhaft The Cure rief, konnte er aber auch nur zweifelnd „Ok, let’s try to do better than The Cure“ antworten.

Nach „Violins“ erklärte er, er sei in nostalgischer Stimmung, da das Debütalbum der Band „Let me introduce my friends“ nun zehn Jahre alt sei und er damals nicht einmal sicher gewesen sei, das es die Band in drei Wochen noch geben würde. Aus Jubiläumsgründen wollte man an diesem Abend einfach komplett das erste Album spielen und legte mit „Oversleeping“ los.

Nachdem der Hit „We're from Barcelona“ gespielt und die Choreographien zu „Treehouse“ und „Jenny“ (für letzteres musste man nur mit aufgereckten Armen den Eiffelturm darstellen) absolviert waren,wurde vor „Chicken Pox“ gefragt, ob jemand auf die Bühne kommen und Kazoo spielen wolle (bei dem Instrument handelt es sich um eine Art Tröte). Es meldete sich ein Zuschauer mit dem passend-schwedischen Namen Björn, der sich als wahrer Virtuose am Kazoo erwies, eine Soloeinlage spielte und sich mit der Klarinette eine Art Musikbattle lieferte. Zum Dank durfte er das Kazoo behalten.


Zu "Rec & Play" erzählte Lundgren die Geschichte, an die sich sicherlich jeder in seinem Alter aus der eigenen Kindheit erinnern kann: Das angespannte Warten vor dem Radio, um zum genau richtigen Zeitpunkt das Lieblingslied mitzuschneiden. Passend dazu wurde noch „Like A Prayer“ in den Refrain integriert, hinterher sagte er, wir sollten das Leben, David Bowie und auch Björn feiern.

Nun folgte „This Boy“, für dessen Refrain „But there’s always gonna be this little boy/girl inside of me” das Publikum in einen Frauen- und einen Männerchor aufgeteilt wurde. Anschließend hätte, wenn man das erste Album hätte komplett spielen wollen, eigentlich „Barcelona Loves You“ kommen müssen – der Song wurde aber, sei es absichtlich oder versehentlich, ausgelassen, und es folgte „The Saddest Lullaby“, dessen Sänger Mathias Alkrison praktischerweise anwesend war und zwischenzeitlich von Björn auf die Schultern genommen wurde. Statt des ausgelassenen Songs folgte nun der EP-Track „The Painter“, zu dem Lundgren sagte, dessen Aussage „Don’t give up on your dreams, buddy“ sei so wichtig, dass der Song eigentlich auf der Platte sein sollte.


Nachdem Luftballons und Konfetti mittlerweile beinahe komplett in Umlauf waren, arbeitete Lundgren nun mit dem, was sonst noch herumlag und zog sich einen Mantel und einen Schal an, die sicherlich von Konzertbesuchern “statt Garderobe“ auf der Bühne abgelegt worden waren.
Nach dem nun offiziellen Ende gab es natürlich noch Zugaben. Für „Growing up is for trees“ kehrte Lundgren zunächst allein auf die Bühne zurück und erzählte vor "Mingus" von Freunden, die Kinder bekommen, die dann erschreckenderweise genauso aussehen wie sie. Als krönenden Abschluss hörten wir anschließend noch „Lucy“ und sahen Björn wieder, der erst eine Gitarre ins Publikum gereicht bekam und dann wieder auf die Bühne zurück kehrte und ausführlich mit Lundgren jammte - und gefragt wurde, ob er für den Rest der Tournee mitkommen wolle.

Dann war der Kindergeburtstag endgültig vorbei und wir stapften durch die zentimeterdicke Konfettischicht Richtung Ausgang. Mir ist I'm From Barcelona ja in Wirklichkeit ein bisschen zu kindlich, aber ich muss schon anerkennend sagen, dass die Band ihre Nische absolut ehrlich und authentisch ausfüllt.



Setliste:

Always Spring
Helium Heart
Battleships
Headphones
Sirens
Violins
Oversleeping
Collection of stamps
We're from Barcelona
Treehouse
Jenny
Ola Kala
Chicken Pox
Rec & Play
This Boy
Saddest Lullaby
The Painter

Growing Up Is For Trees
Mingus
Lucy



Auf Facebook und Twitter wird man bekanntlich mit putzigen Tiergeschichten überflutet, dennoch ließ mich beim Scrollen (und kurz "Oooh" sagen) die folgende Geschichte anhalten, und ich habe die Bilder seitdem mehrfach wieder angesehen.


Eine kalifornische Hundebesitzerin fand ein drei Wochen altes Kätzchen, das alles andere als kräftig und gesund wirkte. Nachdem die Überlebenschancen schlecht standen, bot sie das Kätzchen ihrer Huskyhündin Lilo an, in der Hoffnung, dass diese dem kleinen Tier Wärme spenden würde. Tatsächlich mutierte die Hündin sofort zur Katzenmutter - oder Kätzchen Rosie zum Huskybaby - und die beiden waren fortan unzertrennlich.


Die Tatsache, dass Rosie Lilos "Baby" war, bedeutete, dass die Katze auch von den Huskyfreunden der Mutter akzeptiert wurde. Und Rosie hält sich selbst offensichtlich für einen kleinwüchsigen Hund und macht alles mit, was man als Husky eben so macht.

Mehr niedliche Bilder von dem ungewöhnlichen Rudel gibt es hier, hier und bei Instagram.


Es ist Sonntag, was grundsätzlich prima ist. Aber wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich in graues, kaltes Regenwetter. Selbst der Schneesturm, der aktuell die Bewohner der Ostküste der USA an ihre Häuser fesselt, kommt mir im Vergleich weniger deprimierend vor (wenn auch sicherlich gefährlicher).

Da passt doch schön ein entsprechend deprimierendes Musikvideo. Zum Thema Suede bleibt außerdem zu sagen, dass ich die Band im Februar live sehen werde - in Hamburg, das erfahrungsgemäß sicherlich ebenfalls mit nasskaltem Wetter aufwarten wird.


Über Weihnachten habe ich an meinem James Bond-Wissen gearbeitet und mir sowohl Liebesgrüße aus Moskau als auch Goldfinger angesehen. Miike Snow haben offenbar Ähnliches unternommen und sich von diesen Filmen zu ihren neuen Video inspirieren lassen. Wobei... getanzt wurde in den Sean Connery-Bonds eigentlich selten. Schon gar nicht mit Blofeld.

Miike Snows neues Album iii erscheint im März.







Soweit man Geschenke mit einbezieht, besteht im Dezember natürlich kein Mangel an Kandidaten für meine "Gekauft"-Kategorie. Nachdem ich aber ein früheres Geschenk (vom Oktober) hier bislang mit keiner Silbe erwähnt habe, kommt heute meine Nagellackaufbewahrung an die Reihe.

In der Vergangenheit kam hier gelegentlich zur Sprache, dass ich Nagellack durchaus gerne mag. Vorbei sind die Zeiten, hier mit einem Beitrag bedacht, in denen ich daran zweifelte, ob ich einen mintgrünen Lack tragen würde. Würde ich natürlich und habe ich bereits mehrmals, kein Thema.


Über die Jahre habe ich eine recht stattliche Sammlung aufgebaut, wobei das natürlich auf den Standpunkt ankommt. Für einen richtigen Nagellackfan dürften meine paar Lacke überhaupt nichts Besonderes sein, für Besitzerinnen von zwei bis drei Fläschchen in rot oder rosa schon eher. Die meisten meiner Lacke stammen von der amerikanischen Marke OPI, wobei ich für keinen einzigen den in Deutschland regulären Preis bezahlt habe - sie sind alle von eBay oder aus Sonderverkäufen. Immerhin vier meiner Lacke sind von der Nobelmarke Chanel (für die ich leider keine günstige Bezugsquelle kenne), drei von der US-Nischenmarke Deborah Lippman, zwei von Butter London, der Rest ist eher aus dem günstigen Segment.


Alle diese Lacke wohnten bislang in kleinen Holzkisten von Ikea, die, abgesehen davon, dass mein Freund sie verabscheut, die Suche nach einem bestimmten Lack ganz schön schwierig machten. Selbiger Freund schenkte mir deshalb bereits im Oktober eine neue Aufbewahrungslösung: Die Fläschchen stehen seitdem schön aufgereiht im Bad und die Auswahl einer Farbe für die nächste Maniküre ist zur reinen Freude geworden.

Die Regalbretter sind übrigens ebenfalls von Ikea, und bezüglich neuer Nagellackkäufe muss ich mir auch keine Sorgen machen: Auf die Bretter passen zur Not auch zwei Fläschchen hintereinander.
Im Dezember war ich, wie Millionen anderer Menschen auch, im Kino und sah Star Wars: Das Erwachen der Macht. Als Nicht-Fan war ich recht unvoreingenommen, muss aber sagen, dass selbst für mich, die die alte Filmserie eher oberflächlich kennt, die inhaltliche Nähe zum allerersten Film zu weit ging. J. J. Abrams ist extrem gut darin, Remakes zu machen, was er mit seinen beiden Star Trek-Filmen bewiesen hat. Vielleicht hat ihm einfach niemand erklärt, dass er dieses Mal keinen Relaunch machen sollte, sondern einen ganz neuen Film...



Auch eine neue Serie habe ich angefangen: Auf Amazon Prime läuft aktuell die Eigenproduktion The Man In The High Castle. Die Serie basiert auf einem Roman von Philip K. Dick und spielt in einer Welt, in der Deutschland und Japan den 2. Weltkrieg gewonnen haben und die USA zwischen den beiden Siegermächten aufgeteilt sind. Mittlerweile ist es 1962, Hitler lebt noch, ist aber krank, und alle befürchten im zu erwartenden Gerangel um seine Nachfolge einen weiteren Krieg.

Die Bilder eines von Nazis beherrschten New Yorks sowie eines japanisch geprägten San Francisco sind allein schon sehenswert. Während die Hauptfiguren relativ dünn wirken, ist die (ebenfalls etwas löcherige) Handlung um die Widerstandsbewegung und seltsame Schwarzweißfilme, die eine alternative Realität zeigen, in der die "echten" Alliierten den Krieg gewonnen haben, spannend.

Nach mittlerweile sieben von zehn Folgen habe ich keine Ahnung, wie die Geschichte ausgehen könnte. Allerdings steht bereits fest, dass es eine zweite Staffel geben wird, so dass ich mir wohl keine umfassende Auflösung erhoffen sollte.

Mein Freund schenkte mir irgendwann letztes Jahr das Buch Magisterium: Der Weg in Labyrinth von Cassandra Clare und Holly Black. Obwohl das Buch wunderschön gestaltet ist, mit weißen Ornamenten auf dem schwarzen Cover, Goldschnitt und einem Lesezeichenbändchen sowie dem "Magisterium"-Schriftzug als Ambigramm, blieb das Buch erst einmal eine ganze Weile im "noch zu lesen"-Stapel. So groß war meine Lust auf noch eine Jugendbuchserie über zaubernde Heranwachsende einfach nicht.


Wenn ich nun, nach der Lektüre, einige Details zum Inhalt verrate, scheinen sich zunächst alle Befürchtungen, es könne sich um einen bloßen Harry Potter-Abklatsch handeln, zu bewahrheiten: Ein Junge führt eine Existenz als Außenseiter, bis er eines Tages erfährt, dass er zaubern kann und auf eine magische Schule gehen soll. Obwohl er selbst aus einer Familie von Zauberern stammt, wurde ihm sämtliches Wissen darüber vorenthalten. Die Magier leben unerkannt unter den anderen Menschen und leiden noch unter den Nachwirkungen eines von einem abtrünnigen Schüler der Zauberschule angezettelten Krieges, dieser Gegner wollte den Tod besiegen. Zu diesem Superbösewicht, dessen aktuelles Schicksal unbekannt ist, hat der Protagonist eine Verbindung, die ihm selbst zunächst verborgen ist. Dafür findet er an der Schule zum ersten Mal in seinem Leben gute Freunde, einen Jungen und ein Mädchen, und gewinnt in einem älteren Lehrer einen klugen und nachsichtigen Mentor.

Ja, das alles liest sich doch sehr bekannt. Tatsächlich hat mir der erste Band von Magisterium aber trotzdem gefallen. Im Detail handelt es sich trotz allem um eine grundsätzlich andere Geschichte, und die Hauptfigur Damien hat am Ende des ersten Bandes bereits eine wichtige Entdeckung gemacht, von der ich erwartet hätte, dass sie noch mindestens ein Buch lang heraus gezögert wird. Trotz der Parallelen zu den JK Rowling-Büchern bin ich daher gespannt, wie es weiter geht - was auch gut ist, denn unterm Weihnachtsbaum lag schon der zweite Band.