Gelegentlich kommt in diesem Blog zur Sprache, dass ich die Serie Buffy The Vampire Slayer mehr als nur ein bisschen gut fand. In den sp...


Gelegentlich kommt in diesem Blog zur Sprache, dass ich die Serie Buffy The Vampire Slayer mehr als nur ein bisschen gut fand. In den späteren Staffeln, und später auch einmalig im Spin-Off Angel, war Tom Lenk in der Rolle des Andrew dabei. Zunächst war er ein verhinderter Bösewicht, wurde dann aber recht schnell zum nützlichen Sidekick umgeschult.


Lenk erlitt das Schicksal vieler der begabten Schauspieler aus der Serie: Hinterher kam nicht mehr viel. Beziehungsweise, eigentlich bin ich nicht in einer Position, beurteilen zu können, wie erfolgreich der Schauspieler heutzutage ist. Zumindest sieht man ihn aber nicht mehr in bekannten Serien.


Auf Instagram dagegen ist Lenk aktuell auf dem Höhepunkt seines Ruhms: Irgendwann begann er, Celebrityfotos mit einfachsten Mitteln nachzustylen. Das meiste, das er in seinen Promi-Look-Kopien trägt, ist nicht einmal aus Stoff: Er arbeitet mit Papier, Folie, Kartons, Tischdecken und Partybedarf.


Hauptsächlich sind die Lenk-Kopien natürlich als Persiflage zu sehen, als Parodie von völlig übertriebenen und noch dazu absurd teuren Designerklamotten, die schon im Original lächerlich aussehen. Dennoch schwingt manchmal durchaus auch Ehrerbietung mit, und manche der Papp- und Plastikkopien sehen am Ende selbst ganz schön stylish aus. Na ja, nicht alle.


Das erklärt wohl die Tatsache, dass das schwedische Designerlabel ACNE Lenk kürzlich in Kopien seiner aktuellen Herbstkollektion über den Laufsteg schickte und aktuell weltweit seine Schaufenster mit Tom Lenk-Pappaufstellern ausstattet - und sich damit einerseits selbst auf die Schippe nimmt, andererseits aber eben auch zeigt, dass die eigenen Entwürfe selbst im Nachbau aus Haushaltsmaterialien immer noch etwas hermachen.


Lenks Buffy-Vergangenheit kommt beim #LenkLewkForLess übrigens auch gelegentlich zu Tage (tatsächlich wurde ich auf seinen Feed nur aufmerksam, weil Sarah Michelle Gellar empfehlend auf ihn verlinkte).

Außerhalb des Buffyversums ist er aber nicht der einzige, der sich mit Instagram-Parodien selbst zur Celebrity mache - in den nächsten Tagen zeige ich noch zwei Beispiele.

Wir kommen zum heutigen Sendeschluss. Das letzte Wochenende war ein trauriges: Neben dem 1. Advent wäre nämlich auch ein Wohnzimmerkonz...


Wir kommen zum heutigen Sendeschluss. Das letzte Wochenende war ein trauriges: Neben dem 1. Advent wäre nämlich auch ein Wohnzimmerkonzert bei mir Zuhause angesetzt gewesen, das dann aber abgesagt wurde. Falls jemand einen Haufen winziger runder Pumpernickel brauchen kann (die in Finger Food verwandelt worden wären), bitte melden...

Im Gespräch für ein Wohnzimmerkonzert war auch schon diese "Band" hier, And The Golden Choir mit dem einzigen festen Mitglied Tobias Siebert. Auch wenn es bislang noch nicht geklappt hat, stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt - vielleicht wird 2018 ja das Jahr, in dem wir ein Wohnzimmerkonzert veranstalten, bei dem der Künstler einen Plattenspieler und ein halbes Wohnzimmer dabei hat? So war das nämlich in der Vergangenheit bei And The Golden Choir-Konzerten - die Zeiten, in denen live dann doch eine echte Band dabei war, sind offenbar erst einmal Vergangenheit.

Das 2. Album "Breaking With Habits" erscheint am 2. Februar.





In meinem Haushalt gilt für mich die Regel, dass ich ab November bis Weihnachten nichts mehr für mich kaufen soll, um nicht eventuellen W...


In meinem Haushalt gilt für mich die Regel, dass ich ab November bis Weihnachten nichts mehr für mich kaufen soll, um nicht eventuellen Weihnachtsgeschenken in die Quere zu kommen. Umgekehrt wurde nie eine derartige Regel aufgestellt, weshalb sich das diesjährige Black Friday-Shopping quasi komplett auf meinen Freund konzentrierte. Der Onlineshop der Bekleidungsmarke Pretty Green (dem Label von ex-Oasis Liam Gallagher) macht seine ehrlich gesagt reichlich überteuerten Waren nämlich alljährlich am Thanksgiving-Wochenende um 30 Prozent billiger.


Ehrlich gesagt könnte ich mich in den Hintern beißen, weil ich nicht von selbst dort geschaut hätte, denn damit wären sämtliche Weihnachtsgeschenksorgen in Bezug auf meinen Freund bereits vom Tisch. So entdeckten wir aber gemeinsam, dass Pretty Green aktuell eine Beatles-Kollektion am Start hat, was für einen Gallagher- und Beatles-Fan natürlich mehr als interessant ist. Gut, die Gehröcke, der Sgt. Pepper Blazer, die Paisley-Krawatte und die Streifenhosen erfordern einen gewissen modischen Mut. Wer es ganz diskret mag, entscheidet sich für quasi einfarbige Hemden, die lediglich einen sehr diskreten Beatles-Schriftzug aufweisen, sowie Notenschrift auf der Innenseite der Manschette... Oder für eine Jeans, die einfach eine normale Jeans ist...


Die von meinem Freund gewählten Stücke liegen hinsichtlich der Extravaganz etwa im Mittelfed, es handelt sich erstens um einen Parka, der diverse Beatles-Elemente aufweist, und zweitens um ein ausgesprochen blumiges Hemd, das zwischen seinen Blüten auch Songzeilen sowie den Bandnamen verbirgt. Außerdem suchte er sich aus der regulären (Nicht-Beatles)-Kollektion noch eine Regenjacke aus.


Die Kleidungsstücke wurden mittlerweile schon geliefert und anprobiert, aber noch ist nicht final entschieden, ob auch alles behalten wird. Auch mit 30 Prozent Rabatt sind Liams Klamottenpreise nämlich ganz schön heftig.


Im November sah ich einmal mehr einen Marvel-Film, nämlich Thor - Tag der Entscheidung , der schon einmal in jedem Fall den Jahressieg fü...


Im November sah ich einmal mehr einen Marvel-Film, nämlich Thor - Tag der Entscheidung, der schon einmal in jedem Fall den Jahressieg für die dämlichste Titelübersetzung errungen hat. Man kann sicherlich fast jedem Film den Untertitel "Tag der Entscheidung" geben, irgendetwas wird schon entschieden werden. Im Original lautet der Untertitel Ragnarok, warum konnte man das für Deutschland nicht einfach beibehalten?

In dem Film hat Thor wenig zu lachen: Zunächst versucht er, durch den Kampf mit einem Feuerdämon seine Heimat Asgard zu retten, dann erfährt er, was die Zuschauer bereits seit dem Ende des letzten Teils wussten: Sein Bruder Loki lebt noch und regiert den Heimatplaneten, indem er so tut, als sei er Odin.

Odin dagegen lebt unerkannt auf der Erde, wird dort von seinen Söhnen aufgespürt und enthüllt, dass er vor ihnen auch eine Tochter hatte, mit der gemeinsam er ein riesiges Reich eroberte - die er aber wegen ihrer Brutalität verbannte. Mit Odins unmittelbar bevorstehenden Tod kommt Hela, die Göttin des Todes, wieder frei und wird versuchen, Asgard zurück zu erobern. Das geschieht dann auch quasi sofort, wobei Thor und Loki ihrer Schwester im ersten Kampf völlig unterlegen sind.

Der Rest des Films dreht sich dann um die Vorbereitung der nächsten Schlacht gegen Hela und den Versuch, Asgard und dessen Einwohner zu schützen - und natürlich die Begegnung selbst. Mit dabei ist auch der Hulk, den Thor in einer Art Gladiatorenarena wieder trifft, und der sich seit Jahren nicht mehr zurück in Bruce Banner verwandelt hat (dass der Hulk mittlerweile sprechen kann, ist unter Fans anscheinend eine umstrittene Entwicklung).

Der dritte Thor-Film versucht dabei, lustiger als seine Vorgänger an seine Handlung heranzugehen, und tatsächlich musste ich - obwohl Thor selbst wie erwähnt eigentlich wenig Grund zur Heiterkeit hat - mehrmals lachen. Insgesamt gutes Popcorn-Kino, dessen Stil sichtlich vom Erfolg der ebenfalls humorvollen Guardians of the Galaxy-Filme beeinflusst wurde.

Im Kino wurden wir übrigens auf geradezu skandalöse Weise belogen, denn der Film hat, wie es bei Marvel nicht ganz selten ist, sowohl eine Mid-Credit-Scene als auch eine Post-Credit-Scene. Nach erstgenannter hatten bereits alle Zuschauer außer uns den Saal verlassen, während wir noch geduldig auf das Ende des wirklich endlosen Nachspanns warteten. Die junge Mitarbeiterin, die am Ausgang die 3-D-Brillen einsammelte, sagte uns dann, es gebe keine weitere Szene, was, wie ich direkt im Anschluss ergooglete, nicht der Wahrheit entsprach. Man kann einfach niemand mehr vertrauen heutzutage.

Im November hörte ich das neue Buch von Paula Hawkins, Into The Water.  Die Autorin schaffte es, mit ihrem Debütroman Girl On The Train ...


Im November hörte ich das neue Buch von Paula Hawkins, Into The Water. Die Autorin schaffte es, mit ihrem Debütroman Girl On The Train einen Bestseller zu landen, wobei "Debütroman" nur halb richtig ist - unter dem Pseudonym Amy Silver hatte die Britin bereits fünf Romane veröffentlicht.

Wenn man bereits mit dem ersten Roman (zumindest im Thriller-Genre ist er tatsächlich der erste) so großen Erfolg hatte, ist es sicherlich schwer, etwas nachfolgen zu lassen: Man will nicht alles völlig anders machen, aber auch keine Kopfe veröffentlichen.

Dass Into The Water eine Kopie ist, wird niemand dem Buch vorwerfen können. Von Girl On The Train wurde nur übernommen, dass es sowohl unterschiedliche Erzählperspektiven (im Hörbuch von verschiedenen Personen gelesen) als auch mehrere zeitliche Ebenen gibt, wobei letztere, abgesehen von der Gegenwart, keine große Rolle spielen - es ist ohnehin nicht alles, was dem Leser erzählt wird, auch wahr.

Worum es geht: In einem kleinen englischen Städtchen namens Beckford gibt es eine Flussbiegung namens "Drowning Pool", in der im Mittelalter mindestens eine "Hexe" ertränkt wurde, in der Neuzeit stürzen sich hier unglückliche Menschen - ausschließlich Frauen - ins Wasser, um Selbstmord zu begehen. Eine Ortsansässige, die Geschichten um diesen Ort sammelte und als Buch veröffentlichen wollte, ist hier ebenfalls ins Wasser gegangen - oder wurde sie gestoßen?

Kurz vor diesem Todesfall gab es einen weiteren, nicht weniger rätselhaften, bei dem sich ein fünfzehnjähriges Mädchen scheinbar grundlos und ohne Abschiedsbrief das Leben nahm - stehen beide Fälle in Verbindung zueinander? Der ermittelnde Polizist ist selbst Sohn einer Mutter, die einst am selben Ort in den Tod sprang, und seine ihm zur Seite gestellte Kollegin wurde aus London strafversetzt, tritt in diverse Fettnäpfchen und wird von der Dorfbevölkerung mit Argwohn betrachtet.

Into The Water ist definitiv verwirrend: Gerade am Anfang werden massenhaft Figuren eingeführt, und mit fiel es lange Zeit schwer, mir zu merken, wer nun mit wem verwandt war und was ich bereits über diese Figur wusste. Irgendwann schaffte es die Geschichte dann doch, mich zu fesseln, und ich war durchaus neugierig darauf, zu erfahren, wie die diversen Todesfälle stattgefunden hatten.

Insgesamt ist der Roman weniger gut als Girl on the Train, anders als die FAZ würde ich ihn aber durchaus als guten Durchschnitt betrachten.

Morrisseys Interview mit dem Spiegel in der vorletzten Woche hat hohe Wellen geschlagen, nachdem er darin eine bislang unerreichte Dicht...


Morrisseys Interview mit dem Spiegel in der vorletzten Woche hat hohe Wellen geschlagen, nachdem er darin eine bislang unerreichte Dichte von Quatsch-Äußerungen erreichte. Berlin ist übrigens die "Hauptstadt der Vergewaltigungen", wegen der Flüchtlinge (hinterher äußerte Moz auf einer Bühne, er sei mal wieder völlig falsch zitiert worden, aber einmal ehrlich, wer hat zitatetechnisch so viel Pech wie Morrissey?!).

Konzentrieren wir uns also schnell ausschließlich auf Musik und Video. Vor Morrisseys Livekonzerten läuft stets eine Auswahl kurioser Videos, eines davon war lange Zeit Vince Taylors "Whole Lotta Twistin' Goin' On",  von dem Morrisseys neues Video gewissermaßen die Renterversion darstellt. Der Sänger selbst verzichtet dabei auf ein Hemd, während seine Bandmitglieder in hellblauen Anzügen, über die es, wenn ich ihre Gesichtsausdrücke richtig deute, sicherlich Diskussionen gab, Schrittchen nach links und nach rechts machen. Morrisseys langjähriger Gitarrist und Weggefährte Boz Boorer hat dabei größere Schwierigkeiten mit den gelegentlichen Drehungen...

Immerhin mal wieder ein Video, das ich verstehe, und dank Interview kann ich auch definitiv ausschließen, dass die "Exit! Exit"-Rufe am Endes des Songs irgendetwas mit dem Brexit zu tun haben. Tun sie nicht.

Wer klug verhandelt, stellt erst einmal eine Maximalforderung, bei der absehbar ist, dass sie nicht durchgesetzt werden kann. Mit dem näc...


Wer klug verhandelt, stellt erst einmal eine Maximalforderung, bei der absehbar ist, dass sie nicht durchgesetzt werden kann. Mit dem nächsten, etwas vernünftigeren Vorschlag kommt man dann beim Verhandlungspartner, der ja auch nicht alles abblocken kann, schon besser voran. So ähnlich lief das gestern bei mir Zuhause, denn obwohl die Meinungen zur Musik der deutschen Sängerin Balbina in meinem Haushalt gelinde gesagt geteilt sind (Ich: Furchtbar, mein Freund: Gut), hörte mein Freund einfach nicht damit auf, vorzuschlagen, gemeinsam zum Konzert in der Frankfurter Brotfabrik zu fahren.

Die Alternative, die er in petto hatte: Andrea Schroeder in Offenbach. Die Musik der deutschen Sängerin erinnert teilweise frappierend an Nick Cave und klingt somit recht gut, also nahm ich diesen Vorschlag letztlich an - nicht ohne eine gewisse Sorge auf der Autobahn, vielleicht doch noch zu Balbina entführt zu werden. Aber wir fuhren ohne Zwischenfälle durch bis Offenbach, wo wir die Zeit bis zum Einlass noch im recht schönen Café des Hafen 2 verbrachten.


Im Saal zeigte sich dann, was wir anhand der Facebook-Zusagen (11) bereits befürchtet hatten: Das interessierte Publikum hielt sich in Grenzen, insgesamt waren um die 50 Leute gekommen, vielfach im fortgeschrittenen Alter - wir konnten uns daran erfreuen, eher zu den jüngeren Besuchern zu zählen. Um die Gäste etwas zu verteilen, waren Stühle und Sitzwürfel verteilt worden. Im Laufe des Konzertes zeigte sich zudem, dass die meisten Besucher offensichtlich gezielt erschienen waren, denn ihre Begeisterung und Andächtigkeit beim Zuhören waren durchaus groß.


Auf Frau Schroeders Facebookseite kann man die Mitglieder ihren Band nachlesen. Sollte dieses Lineup noch aktuell sein, waren in Offenbach zwei Musiker nicht dabei. Ihre Band bestand aus Jesper Lehmkuhl und Jakob Kolkur an der Gitarre, Dave Allen am Bass und Maurizio Vitale am Schlagzeug, auch ein Soundmann namens Jan wurde vorgestellt. Andrea Schroeder selbst spielte bei allen Liedern ein indisches Harmonium, das sie einmal (bei "Ghost Ship") gegen dessen kleinere Version, die Shrutibox, eintauschte (erkannt hätte ich diese Instrumente nicht, sie wurden glücklicherweise erläutert). Anscheinend wurden beide Instrumente auch von Nico gespielt, einer weiteren Musikerin, die einem bei Schroeders tiefer Singstimme in den Sinn kam.


Schroeders neuestes Album Void ist 2016 erschienen, ihr letzter Besuch in Offenbach war 2014. Die Song-Zusammenstellung setzte sich aus diesem (sieben Lieder) und den Vorgängern Where The Wild Oceans End (auch sieben) und Blackbird (vier) zusammen. Nur das als erste Zugabe gespielte "Schatten" ist auf keiner dieser Veröffentlichungen zu finden.

Die deutschsprachigen Lieder - neben "Schatten" gab es auch "Helden", eine Coverversion von David Bowies "Heroes", sowie "Kälte" zu hören - gefielen uns auch am besten, zudem fiel uns hierzu eine weitere Referenz ein: Frau Schroeder hätte auch ganz gut das Titellied "Zu Asche, zu Staub" der Fernsehserie Babylon Berlin darbieten können, an Stelle der Schauspielerin Severija Janušauskaitė.


Neben den deutschen waren es auch die etwas krachigeren Lieder, die unseren besonderen Gefallen fanden, etwa "Burden", "Void", "The Spider" und "Drive Me Home". Die vielen ruhigen Songs dazwischen waren alles andere als schlecht, aber einander vielleicht einen Tick zu ähnlich. Beim Publikum kam sicherlich - neben "Helden" - "Ghosts of Berlin" am besten an.


Etwas schade war, dass sehr wenig gesprochen wurde. Beispielsweise ist das Lied "Was Poe Afraid" die Vertonung eines Gedichtes von Charles Plymell - so viel verriet uns die Sängerin. Aber es wäre auch spannend gewesen, zu erfahren, was sie dazu bewegt hat, ausgerechnet dieses Gedicht zu einem Lied zu machen, oder auch ein paar Erklärungen oder Einleitungen zu anderen Liedern zu bekommen. 

Das Offenbacher Publikum bekam noch drei Zugaben, wobei Schroeder für "Schatten" zunächst allein auf die Bühne zurückkehrte. Zuletzt hörten wir "als Gute Nacht-Lied aus Tradition" "Walk Into The Silence".


Wie es mir bei Balbina gefallen hätte, werde ich hoffentlich nie erfahren. Andrea Schroeder bereitete ihrem Publikum einen schönen musikalischen Abend, der nur an manchen Stellen allzu ruhig ausfiel.

Setliste:

Dead Man's Eyes
Black Sky
Until the End
Was Poe Afraid 
Burden
Void
Don't Wake Me 
Endless Sea 
Wild Oceans End 
Kälte
Ghost Ship 
Ghosts of Berlin 
Wrap Me in Your Arms
Blackbird
The Spider 
Drive Me Home 

Schatten  
Helden 
Walk Into the Silence  

Da habe ich ja wieder Glück gehabt: in derselben Woche, in der mich die guten Erdmöbel durch eine Weihnachts-Kooperation mit der mir we...


Da habe ich ja wieder Glück gehabt: in derselben Woche, in der mich die guten Erdmöbel durch eine Weihnachts-Kooperation mit der mir weit weniger angenehmen Judith Holofernes in Gewissenskonflikte hinsichtlich Blog-Verwertung stürzten, hauten OK Go, bei denen man nach jeder Video-Granate annimmt, dass ihnen JETZT doch wirklich einmal wirklich die Ideen ausgehen müssten, wieder einen Kracher raus. Die Nutzung von Druckern zur Videogestaltung klingt erst einmal so mittelspannend, aber seht selbst...





Noch eine Neuentdeckung im Supermarkt: Vivera. Die niederländische Firma existiert schon seit 25 Jahren und hat auf ihrer deutschen Homep...


Noch eine Neuentdeckung im Supermarkt: Vivera. Die niederländische Firma existiert schon seit 25 Jahren und hat auf ihrer deutschen Homepage ein riesiges Sortiment vegetarischer Ersatzprodukte, die teils auch niederländische Verpackungsfotos haben - der Markteintritt in Deutschland ist anscheinend noch nicht so lange her. Die Produkte basieren teils auf Soja- und Weizeneiweiß, teils auch auf Lupineneiweiß.

Zum Testen kauften wir uns das vegetarische Schnitzel mit 57 % Lupinenprotein, das wegen seines Hühnereiweißgehalts vegetarisch, aber nicht vegan ist. Außerdem wanderte das "Krosse Schnitzel - nach Hähnchenart" in den Einkaufswagen. Dieses enthält 57 % Soja und Weizenprotein und keine tierischen Zutaten.


Auch als Freundin vegetarischer Fleischersatzprodukte finde ich es grundsätzlich immer etwas albern, wenn versucht wird, bestimmte Fleischarten nachzuahmen. Meiner Erfahrung nach wird ein vegetarisches Hähnchenschnitzel doch sehr ähnlich zu einem vegetarischen Schweineschnitzel schmecken, was ja auch nicht verwundert, wenn weder Hähnchen noch Pute enthalten ist.

Diese Meinung konnte ich gleich auf den Prüfstand stellen, indem wir beide Produkte - vom Lupinenschwein und vom Sojahuhn - parallel testeten.


Das "Hähnchenschnitzel" war etwas kleiner als sein Lupinen-Konkurrent und somit dicker, denn jedes Schnitzel wog identische 100 Gramm. Auf dem Teller schmeckten dann beide... gut! Wie erwartet ließen sich konkrete Tierarten nicht feststellen (was ja ehrlich gesagt auch ein bisschen beunruhigend wäre), die beiden Produkte schmeckten aber auch nicht identisch. Mein Freund bevorzugte das größere, flachere Lupinenschnitzel, ich fand beide gleich gut.

Langsam werde ich ja der Tatsache müde, hier ständig wie eine Idiotin zu den geposteten Sendeschluss-Videos zu wiederholen, dass ich sie ...


Langsam werde ich ja der Tatsache müde, hier ständig wie eine Idiotin zu den geposteten Sendeschluss-Videos zu wiederholen, dass ich sie nicht verstanden habe. Leider ist aber auch die neue alt-J-Single so ein Fall.

Dabei denke ich, dass ich die Handlung des sehr gut gemachten Kurzfilms durchaus begriffen habe. Eine zurückgezogene Gemeinschaft von Bergarbeitern in Wales (sehr schöne Landschaftsaufnahmen!) lebt so vor sich hin. Man beschließt, der Grund wird nicht klar, dass ein Kind geboren werden muss, und eine Frau, die grundsätzlich mit jemand anderem verheiratet ist, schläft daraufhin unter Kenntnis aller Dorfbewohner mit einem der Bergarbeiter, wird auch prompt schwanger und zieht den Sohn, dessen Geburt ausführlich gezeigt wird,  mit ihrem Mann groß. Wenige Jahre später wird das Dorf von einer Lawine zerstört, alle Einwohner bis auf den Jungen kommen ums Leben. Der Waise kommt in ein Heim, wo es ihm nicht sonderlich gut ergeht, und singt dort im Chor. Ende.

Angeblich war die Arbeitsanweisung für das Video
"A Welsh mining love story; A tidal wave of earth.” What Isaiah came back with was an epic short-film inspired both by the song’s source material and Tarkovsky’s The Sacrifice. A family must pit their desire to have a child against the knowledge that this would destroy their community"
Der Verweis auf den Film The Sacrifice hilft verständnistechnisch übrigens auch nur bedingt weiter, denn dessen Handlung ist laut Wikipedia nicht unbedingt leicht nacherzählbar. Letztlich ist der Protagonist des Films bereit, alles aufzugeben, um die Zeit um einen Tag zurückdrehen zu können, was wohl auch gelingt. Also geht es im Video wohl auch um "alles aufgeben", was die Lawinenkatastrophe auslöst. Aber wer hat das beschlossen, und aus welchem Grund?

Seit fünf Jahren lebe ich in einem Haus, das damals neu gebaut war und folglich über ein zeitgemäßes Bad verfügt. Das bringt einem bei de...


Seit fünf Jahren lebe ich in einem Haus, das damals neu gebaut war und folglich über ein zeitgemäßes Bad verfügt. Das bringt einem bei der Suche nach einem eventuellen Kauf-Haus häufig in Konflikte, denn auch relativ neue Häuser stellen häufig keine Verbesserung der Wohnsituation dar. Ganz kurios wird es aber, wenn man sich Häuser und insbesondere Bäder aus den 60er und 70er Jahren bei Immoscout ansieht und sich dabei gleich in einen Wes Anderson-Film versetzt fühlt: Im Grunde sind manche dieser Räume richtig cool! Hier meine Top 5 der kürzlichen Recherchen:

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So weit alles ganz normal... Vor etwa sieben Jahren zog ich durchaus gelegentlich im Alltag hohe Schuhe an. Mit der Zeit gewöhnte ich m...

So weit alles ganz normal...

Vor etwa sieben Jahren zog ich durchaus gelegentlich im Alltag hohe Schuhe an. Mit der Zeit gewöhnte ich mich an Absatzhöhen um die sieben Zentimeter, darüber wurde es schon schwieriger. Dennoch kaufte ich immer wieder Absatzschuhe, weil ich sie einfach schön fand.

Kürzlich fiel mir allerdings auf, dass mein prall gefüllter Schuhschrank im Widerspruch zu der Tatsache steht, dass ich mittlerweile immer dieselben wenigen Paare trage - meistens handelt es sich um Sneakers. Seit ich jeden Wochentag zum Bahnhof laufe, lege ich größeren Wert auf bequemes Schuhwerk, das auch ein gewisses Tempo zulässt - ein verpasster Zug ist nun einmal schlimmer als eine verpasste U-Bahn, bei der fünf Minuten später die nächste kommt. Und wenn man erst aus dem Training ist, machen High Heels ohnehin wenig Spaß.

Diverse Male nahm ich mir vor, zumindest diejenigen vernachlässigten Schuhe, die keine hohen Absätze hatten, es aber dennoch irgendwie nie in die reguläre Auswahl schafften, öfter anzuziehen. Stets erwies sich aber bei der Umsetzung, dass meine Nichtbeachtung durchaus begründet gewesen war - auch flache Schuhe können extrem unbequem sein. Letzte Konsequenz: In den letzten Wochen habe ich acht Paar Schuhe bei eBay eingestellt.

Nachdem der Schuhschrank nun wieder mehr Platz aufweist, erinnerte ich mich plötzlich an eine Werbung der deutschen Schuhmarke Tamaris, die ich Monate zuvor im Netz gesehen hatte: Unter dem Label "Heart & Sole" behauptet man, den bequemen Absatzschuh erfunden zu haben. Da ich mein Leben nun doch nicht komplett in Sneakers verbringen möchte, sah ich mir die diversen Modelle an und bestellte mir schließlich aus Neugier eines.

... aber mit ungewöhnlich dicker, herausnehmbarer Innensohle

Den Bewertungen im Online-Shop hatte ich bereits entnommen, dass die patentierte Innensohle, die zum gesteigerten Tragekomfort führen soll, viel Platz benötigt, was wiederum dazu führt, dass die Schuhe recht klein ausfallen. Deshalb bestellte ich mir gleich zwei Größen, was aber nicht wirklich half: In meiner normalen Schuhgröße sitzen die Pumps durchaus stramm, eine Nummer größer ist der Schuh aber zu lang, was bei High Heels das Gehen mehr oder wenig unmöglich macht - man kann nicht stöckeln und gleichzeitig hinten aus seinem Schuh herausschlappen.

Die wichtigere Frage ist aber natürlich die nach der Bequemlichkeit. Tatsächlich führt die Innensohle dazu, dass sich der Fuß gut gepolstert anfühlt. Ich würde sagen, dass diese Absatzschuhe durchaus bequemer sind als ähnlich hohe reguläre Modelle - Wunder sollte man aber, wer hätte es gedacht, natürlich nicht erwarten.

Für mich sind die Schuhe hoffentlich ein Anreiz, es doch wieder häufiger mit den in meinem Schrank noch vorhandenen höheren Schuhen zu versuchen, quasi als Trainingsmodell. Den Weg zum Bahnhof werde ich aber wohl nie in Pumps zurücklegen.