Willkommen!

Dies ist ein klassischer "Hallo Welt"-Blog, in dem es um alles geht, das mich interessiert. Da wären zum Beispiel: Musik, Filme, Bücher, vegetarisches Essen (selbst gekocht und in und um Frankfurt) und, wir sind schließlich im Internet, Katzen.


Der Musiker Pelle Carlberg wurde auf diesem Blog bereits so ausführlich vorgestellt, dass dieser schon beinahe "Neulich als ich an Pelle dachte" heißen könnte. Anfang des Jahre berichtete ich hier über den Besuch eines Konzerts des Schweden in Köln, einen Abend später trat er sogar bei uns Zuhause auf. Eigentlich ist das Jahr 2014 Pelle Carlberg-technisch also bereits ganz gut abgedeckt, aber als wir von einer weiteren Solo-Kurztournee erfuhren, konnten wir uns dann doch nicht fernhalten - selbst, als der einzige für uns passende Konzerttermin die Anreise nach Duisburg erforderlich machte.

Duisburg also. Kenne ich nicht wirklich, und der Konzertabend hat das auch nicht verändert, denn die Kneipe "Zum Hübi", in der das Konzert stattfinden sollte, lag zwar stilecht in der Horst-Schimanski-Gasse, aber ansonsten lauschig und abseits des Zentrums am Kanalufer.


Das Konzert fand draußen statt - die "Bühne" befand sich direkt vor dem Geländer Richtung Kanal, während die Zuschauer an den Freitischen der Kneipe saßen. Nicht recht klar war, ob irgendjemand von ihnen wegen des Konzerts anwesend war, oder ob man nur einfach den Abend in der Stammkneipe genießen wollte. Pelle selbst, der uns durchaus freudig begrüßte, war jedenfalls der Meinung, dass ihn hier außer unserer Vierergruppe und einem weiteren angereisten Fan niemand gezielt sehen wollte. Das kann schon sein.

Um so besser, dass wir gekommen waren. Das musikalische Programm inklusive Geschichten erinnerte natürlich größtenteils an Köln und Montabaur, aber zu "Pelle Carlsberg" haben wir es mit unserer Strategie, uns den Song mit Hilfe des Getränkeangebots zu wünschen, mittlerweile selbst in den Geschichtenfundus geschafft. Nach dem Konzert erzählte uns der Künstler, dass er zwar in etwa im Kopf habe, was er spielen wolle, aber keine feste Liste habe, weshalb er während des Spielens manchmal regelrecht panisch werde und nicht wüsste, was er als nächstes spielen könne. So gab es an diesem Abend kein "Pamplona", weil er schlicht nicht daran gedacht hatte. Stattdessen präsentierte er bekannte Lieblingslieder ("Go to hell, Miss Rydell", "Clever girls like clever boys ..."), neue unveröffentlichte Songs ("Salt", "Loser of the century"), einen alten Edson-Song ("I didn't mean to be mean") sowie als Zugabe eine Elton John-Coverversion ("Rocket Man").


Das Publikum bei Hübi war gewissermaßen ein Festivalpublikum: Es musste erspielt werden, was bei ca. 50 Prozent funktionierte, der Rest war irgendwann zumindest ruhig. Nicht so die eifrige Bedienung, die sich auch bei den leisesten Songstellen nicht davon abhalten ließ, an allen Tischen lautstark nach neuen Bestellungen zu fragen - aber irgendwie war das auch amüsant. Ebenso der Radfahrer, der zwischen Publikum und Pelle durchradelte und dabei auf Englisch kommentierte, dass ihm die Musik gefalle.

Wieder einmal erwies es sich als gute Entscheidung, den Sonntagabend-Tatort links liegen zu lassen und zu Pelle zu gehen, zumal dieser perfekte Fanpflege betrieb und sich bei allen bekannten Gesichtern mehrfach fürs Kommen bedankte.



Setliste:

Oh no! It's happening again
Musikbyrån makes me wanna smoke crack
Fly me to the moon
1983 (Pelle & Sebastian)
Go to hell, Miss Rydell
I didn't mean to be mean
Loser of the century
I love you, you imbecile
Metal to metal
Salt
Pelle Carlsberg
Because I'm worth it
Clever girls like clever boys much more than clever boys like clever girls

Rocket man


Marcus Wiebusch hat sein Video zum Anti-Homophobie-im-Fußball-Song "Der Tag wird kommen" via Crowdfunding finanziert. 30 000 Euro wollte er einsammeln, 54 000 hat er bekommen. Der zehnminütige Film setzt im Grunde "nur" die Geschichte des Songs in Bilder um: Ein Junge erweist sich früh als Fußballtalent, und während die Freunde im Heimatort von seiner Homosexualität wissen und diese akzeptieren, muss diese für die Profikarriere verheimlicht werden, weil man das Management und auch der Spieler selbst Angst vor negativen Konsequenzen haben. Die Zerrissenheit eines Menschen, der tagein tagaus einen wichtigen Teil seiner Persönlichkeit verbergen muss, wird hier sehr berührend gezeigt.

Zum Ende des Clips kommen die Fans verschiedener Bundesligavereine ins Bild, sicher in der Hoffnung, dass durch ihren Einfluss der besagte Tag, an dem auch im Profifußball gilt: "jeder liebt, wen er will und der Rest bleibt still" nun wirklich bald kommt.

Vegetaria, die Fleischersatzmarke des Fleischkonzerns Vion, baut seine Produktpalette immer weiter aus. Eigentlich sind die Erzeugnisse auch immer sehr gut, was fast ein bisschen schade ist - man möchte ja durchaus lieber kleinen, mit Bioprodukten arbeitenden Firmen den Vorzug geben, die nicht neben der Fleischersatzproduktion massenweise Schweine schlachten. Aber wie gesagt: Die Qualität stimmt eben meistens, wenn man nicht gerade die Fertiglasagne kauft.


Als Neuzugang im Real-Regal (dessen Lieblosigkeit ein Thema für sich wäre) fielen dieses Mal Ćevapčići auf. Das Konkurrenzprodukt von Viana gibt es hier regelmäßig, ansonsten kenne ich keine vegetarischen Ćevapčići - klar, die Vegetaria-Teile mussten mit.


Beim Auspacken gab es eine Überraschung, die Teile sahen nämlich genau wie Fischstäbchen aus. Nach dem Anbraten wirkten sie immer noch nicht gerade ähnlich zum Original, dafür waren sie einfach zu quaderförmig - echte Ćevapčići sind doch eher würstchenartig in der Form.


Was nun das viel wichtigere Geschmacksurteil betrifft: Im Grunde waren die Quader nicht schlecht, aber sehr, sehr trocken. Richtige Begeisterung wollte sich deshalb nicht einstellen, nur großer Durst. Meine liebsten "Ćevapčići" bleiben die selbstgemachten auf Basis von Sojamedaillons, gefolgt von den genannten Viana-Produkten. Kein Totalflop, aber eben auch nicht richtig gut.

Woods of Birnam sind eine Band, die aus dem Schauspieler Christian Friedel und vier Musikern von Polarkreis 18 besteht. Ich hatte sie letzten November im Vorprogramm von Enno Bunger gesehen und für gut befunden. Das damals bereits geplante Debütalbum ist nun komplett, die erste Veröffentlichung daraus ist allerdings ein alter Bekannter: "The Healer" gab es bereits 2012 als Maxisingle. Das komplette Album soll im November erscheinen.

Was das Video betrifft, sieht man schon recht deutlich, dass Friedel Schauspieler ist, es wurde gestisch und mimish ein bisschen tief in die Melodramatikkiste gegriffen. Aber das war sicher so gedacht.


Morrissey hat ja aktuell ein neues Album und schon wieder Streit mit dem herausgebenden Label - unter anderem, weil man kein Budget gehabt habe, Videos zu drehen. Das erscheint tatsächlich seltsam, denn im Videobereich kann man ja auch mit wenig Geld sehr viel machen.

Hier beispielsweise das aktuelle Video von Erland & The Carnival, in dem hauptsächlich ältere Menschen Bingo spielen und dabei mit ihren Stimmungen eingefangen werden, zusätzlich gibt's noch eine (eventuelle) Liebesgeschichte zwischen der zunächst gestressten Bedienung und einem mysteriösen Gast. Das Ganze ergibt ein schönes, stimmungsvolles Video, das sicher nicht die Welt gekostet hat. Das zugehörige dritte Album der Band, "Closing Time", ist vorgestern erschienen.


Ich habe natürlich keinerlei Erfahrung, wie es ist, in einer Band zu sein und auf Tour zu gehen. Wenn ich mir aber vorstelle, wie das so wäre, kann ich beim besten Willen den Entschluss viele Gruppen, Abend für Abend dieselbe Setliste zu spielen, nachvollziehen. Es kann doch so oder so nicht einfach sein, bei jedem Auftritt mehr oder weniger motiviert und freundlich weitgehend dasselbe zu machen, da würde es sich doch anbieten, die Dinge, die man in der Hand hat, abwechslungsreicher zu gestalten. Mal davon abgesehen, dass eine Variation des gespielten Songmaterials auch mehr Zuschauer reizen würde, mehrere Auftritte derselben Tour zu besuchen.


Elbow aus Manchester sind eine dieser Bands, die offenbar denken "Wir haben doch eine Setliste, die ist gut, die bleibt so." Und wie gesagt, ich kenne mich ja nicht aus, vielleicht gibt es gravierende Gründe für diese Vorgehensweise. Immerhin erleichtert sie mir auch das Mitschreiben der Songreihenfolge, man muss ja nur das vorab im Internet Gelesene vor Ort verifizieren.

Als die Band, verstärkt durch zwei Geigerinnen, die Bühne des E-Werks erklomm, war es also keine Überraschung, dass als erster Song "Charge" von 2014er-Album "The Take off and Landing of everything" gespielt wurde. Insgesamt hörten wir fünf Lieder dieses Albums live, der Rest setzte sich aus früheren Veröffentlichungen zusammen. Die Singles der ersten drei Alben blieben allerdings komplett außen vor, von "Asleep in the Back" und "Leader of the free World" spielte die Band jeweils einen Albumtrack, "Cast of Thousands" wurde gar nicht berücksichtigt.


Sänger Guy Garvey, der ein wenig nach Stephen Fry aussah und noch mehr nach Peter Gabriel klang, sah sich zwischen den Liedern ganz in der Rolle des Conferenciers und fragte mehrmals, ob es auch allen gut gehe. Leider forderte er auch häufig zum Klatschen oder Winken auf, was ich persönlich immer eher nervig finde. Dem Publikum an sich schien es aber zu gefallen.

Laut Garvey fand Elbows letzter Auftritt in Köln an dem Tag statt, an dem Barack Obama erstmalig zum US-Präsidenten gewählt wurde, außerdem habe sich Schlagzeuger Richard Jupp damals beim Versuch, eine Bierflasche zu öffnen, die Hand verletzt. Für das nachfolgende "The Bones of you" setzte sich Keyboarder Craig Potter an ein extra aufgestelltes zweites Schlagzeug, das Garvey später bei "Grounds for Divorce" noch einmal besuchen sollte.


Zu "Real Life (Angel)" erfuhren wir erstens, dass im Lied das Wort Ballett vorkommt und, scherzhaft, dass Bassist Pete ein ausgebildeter Balletttänzer sei. Zum anderen drehe sich das Lied textlich darum, jemand mit gebrochenem Herzen zu trösten, wobei es manchmal das beste sei, die Person zu nehmen, mit Alkohol oder Drogen zu füllen und auf eine Tanzfläche zu stellen. Folglich sei der Song Elbows Version von Roxy Musics "Dance Away".

Zu "The Night Will Always Win" erklärte Guy, man solle um verstorbene Freunde - um die sich das Lied dreht - nicht allein betrauern, sondern sie gemeinsam mit anderen Freunden und viel Alkohol feiern. Die Piano-Ballade wurde anschließend zu dritt von Garvey und den Potter-Brüdern (akustische Gitarre / Keyboard) vorgetragen.


Auch zu anderen Liedern wurde viel erzählt, wobei ich mich unwillkürlich fragte, ob die Geschichten auch jeden Abend wiederholt werden. "New York Morning" erwähnt Yoko Ono, die sich dafür anscheinend per Brief bei der Band bedankt hat - wobei Guy Garvey sich beim Schreiben des Texts bewusst war, dass das passieren könnte. Und "Great Expectations" handelt von einer Hochzeit auf dem Oberen Stockwerk eines Doppeldeckerbusses, die so geheim war, dass die Braut bis heute nichts davon weiß. 


Der Mittelteil des Konzertes wurde von der Songauswahl her ein wenig langweilig, das änderte sich wieder mit "Mirrorball" und dem sehr prog-rockigen "The Birds". Nachdem für "Mirrorball" passenderweise die Discokugel über der Bühne zum Einsatz gekommen war, musste das Publikum für "Grounds for Divorce" ein Gesangstraining durchlaufen, das erst nach einigen Versuchen (und Witzen) erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Immerhin waren wir so geübt, denn vor "My Sad Captains" erfuhren die, die es noch nicht wussten, dass es sich um das letzte Lied handelte und die Band nur zurückkehren werde, wenn das Publikum ein Lied sänge. Guy Garvey fragte, welches Lied wir singen wollten, und die Menge entschied sich per Zwischenruf für "Mer losse d'r Dom en Kölle". 


Das Lied wurde zu großen Teilen als "Probe" gesungen, Guy erklärte, dass wir nun so tun sollten, als habe das Gespräch nie stattgefunden. Als die Band dann tatsächlich weg war, ließ sich das Lied aber nicht so richtig anstimmen und versackte immer wieder, ohne, dass man es hinter der Bühne hätte hören können. Gut, dass man auf die vorher eingeübte Passage aus "Grounds for Divorce" zurückgreifen konnte, so dass wir doch noch in den Genuss der beiden Zugabesongs ("Lippy Kids", One Day Like This") kamen.

Insgesamt ein durchaus unterhaltsames Konzert einer spielfreudigen und gut gelaunten Band, an dem mich lediglich die ständigen Klatschaufforderungen störten. 


Setliste:

Charge 
The Bones of You 
Fly Boy Blue / Lunette 
Real Life (Angel) 
The Night Will Always Win 
New York Morning 
The Loneliness of a Tower Crane Driver 
Great Expectations 
Scattered Black and Whites 
Mirrorball 
The Birds 
Grounds for Divorce 
My Sad Captains 

Lippy Kids 
One Day Like This 


Juhu! Es gibt etwas Neues von Hello Saferide! Das neue Album "The Fox, the Hunter and Hello Saferide" erscheint im September, und ich bin gespannt, ob es wieder Knaller wie "Long Lost Penpal", "The Quiz" oder "Anna" (allesamt von früheren Veröffentlichungen) enthält. Annika Norlins Talent, witzige oder traurige Alltagsgeschichten in intelligente Popsongs zu verwandeln, besteht sicherlich weiterhin. Am 3. September wissen wir mehr, vorab gibt es schon einmal eine Single.

Das Video zu "I was Jesus" wurde von US-Independent-Filmen wie "Napoleon Dynamite" und "Garden State" inspiriert.






Heute stammt der Sendeschluss von Honig, dessen "Lemon Law" ich an Ostern in Gießen bereits live hören konnte. Nun gibt es eine Single und auch ein Video, und am 22. erscheint dann auch das zugehörige Album "It's Not A Hummingbird, It's Your Father's Ghost".

One Shot Videos gefallen mir grundsätzlich immer gut, wobei ich es auch nie vermeiden kann, mit beim Ansehen Gedanken darüber zu machen, wie hinter der Kamera gerade alle hektisch umherrennen, um dann zum genau richtigen Zeitpunkt wieder im Bild zu sein. Im Video bemerkt man natürlich nichts davon.


Es tut sich was in Italien. Während es früher nahezu unmöglich war, dort "normal" vegetarisch zu essen (natürlich sind viele bekannte Pastagerichte fleischlos, aber die Speisefolge im Restaurant sieht immer einen Fleisch- oder Fischgang vor), sah ich dieses Jahr beim Italienurlaub in Restaurants mehrfach vegetarische Menüvorschläge, und manche Eisdielen warben mit veganem Eis. Im Gegensatz zu früheren Reisen fanden sich im Supermarkt dann auch zumindest ein paar Fleischersatzprodukte für den Grill - wobei die Auswahl im Verhältnis zur Supermarktgröße sehr gering war: Es gab drei verschiedene "Ersatzprodukte", dazu zwei Sorten Tofu, das war's dann auch. Wir kauften für einen Grillabend im Ferienhaus eine Packung Burger und zwei Portionen Würstchen, wobei die Produkte zwischen 3,50 und 4,50 Euro kosteten.


Als erstes wanderten die Burger zu den Schnitzeln unserer Mitreisenden auf den Grill und waren auch schnell fertig. Wir aßen sie ohne Brötchenumhüllung zu Salat und Brot, lediglich Ketchup diente als Sauce. Das ermöglichte es, den Burger an sich besonders gut schmecken zu können, was leider kein Vorteil war. Irgendwie schmeckte er muffig und leicht brot-artig, und er war nur mit viel Ketchup zu ertragen. Es blieb die Hoffnung auf die Würstchen, denn zahlreiche Tests auf diesem Blog haben ja gezeigt, dass viele unterschiedliche Sorten gut schmecken.


Die Würstchen waren jedoch möglicherweise nicht fürs Grillen gedacht, denn über dem Feuer entwickelten sie unschöne Beulen. Ich aß meines relativ kalt, was zwar nicht sonderlich lecker war (wiederum half Ketchup), aber immer noch die bessere Option. Das komplett erhitzte Würstchen, das mein Freund auf den Teller bekam, hatte durch das fortgesetzte Grillen noch mehr Beulen und eine komisch ledrige Außenhülle bekommen, während das Innere viel zu weich war, über den Geschmack schweige ich lieber, aber wässrige Knete klang im Vergleich dazu attraktiv.


Wir hatten ursprünglich nur einen unsere beiden Dreierpacks Würstchen geöffnet, und nachdem sich nicht einmal ein Esser für das dritte Würstchen finden ließ, blieb die zweite Packung bis zu unserer Abreise verschlossen und zog dann in den Mülleimer um.

Ich habe keine Ahnung, ob sich in anderen Supermärkten etwas Besseres hätte finden lassen, von dieser Marke würde ich sicherlich nichts mehr kaufen. Aber wer weiß, vielleicht ist im nächsten Urlaub ja wieder alles anders.


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