Im Dezember kaufte ich, dem allgemeinen Lauf der Dinge entsprechend, eher für andere Menschen ein. Allerdings fuhren mein Freund und ic...

Gekauft: Dezember 2017


Im Dezember kaufte ich, dem allgemeinen Lauf der Dinge entsprechend, eher für andere Menschen ein. Allerdings fuhren mein Freund und ich am zweiten Weihnachtsfeiertag gemeinsam nach Island, wo alles unheimlich teuer ist. In diesem Kontext wären dann doch einige Anschaffungen zu nennen, etwa die Reise an sich, zusätzlich Tickets für Sigur Rós und das hier bereits ausführlich verbloggte Norður Og Niður-Festival.


Außerdem leisteten mein Freund und ich uns zwei Ausflüge beim lokalen Tour-Anbieter Reykjavik Excursions. Einmal fuhren wir mit einem Reisebus den sogenannten "Golden Circle" ab, eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die so gut wie jeder Islandbesucher abklappert. Dabei besuchten wir ein mit geothermischer Energie betriebenes Tomaten-Treibhaus, den Geysir, von dem alle anderen natürlichen Wasserfontänen diesen Namen erhalten haben (sowie seinen heutzutage eruptionsfreudigeren Nachbarn Strokkur), den Wasserfall (oder wohl eher die Wasserfälle) Gullfoss sowie den Þingvellir National Park, wo zum einen die europäische und die nordamerikanische Kontinentalplatte aneinander stoßen und zum anderen das erste Parlament der Welt tagte.


An einem anderen Tag reisten wir, ebenfalls mit dem Reisebus, an die Südküste. Hier besuchten wir die beiden Wasserfälle Seljalandsfoss and Skógafoss (letzterer kommt anscheinend in "Thor - The Dark World" vor, aber ich weiß nicht, in welcher Szene). Außerdem machten wir zwei Stops am schwarzen Strand von Reynisfjara und sahen die Basaltfelsen von Reynisdrangar. Unterwegs gab es auch einen kleinen Fußmarsch zu einem Gletscher, den unsere Gruppe allerdings nur betrachten und nicht besteigen durfte.


Im Vorfeld war ich ein wenig besorgt gewesen, weil Island zur Weihnachtszeit nur wenig Tageslicht hat. Würden wir etwa versuchen, im Dunkeln einen Wasserfall zu besichtigen? Sind nachts nicht sowieso alle Strände schwarz? Tatsächlich waren die Touren aber so organisiert, dass man die Dunkelheit hauptsächlich im Bus verbrachte. Alle Naturschauspiele waren problemlos zu sehen. Etwas mehr zu schaffen machte mir die Kälte: Obwohl Island dank Golfstrom im Winter gar nicht so kalt ist, wie man vielleicht erwarten würde, und ich unter meinen Jeans meistens noch eine Thermoleggings trug, wurde mir bei so manchem Haltepunkt an den Beinen, Füßen und Händen (trotz Handschuhen) unangenehm kalt.


Nichtsdestotrotz war es ein tolles Erlebnis alle diese Naturschauspiele erleben zu können, und gerade Wasserfälle sehen im Winter durchaus ansprechend aus.


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Im Dezember sah ich, wie vermutlich halb Deutschland, die erste deutsche Netflix-Serie Dark . Vorab hatte ich im Netz Vergleiche zu Stranger...

Gesehen: Dezember 2017

Im Dezember sah ich, wie vermutlich halb Deutschland, die erste deutsche Netflix-Serie Dark. Vorab hatte ich im Netz Vergleiche zu Stranger Things sowie der 80er Jahre Filmreihe Zurück in die Zukunft gelesen, die beide auch irgendwie ihre Berechtigung haben... dennoch erzählt Dark eine eigene und andere Geschichte. Das geschieht auf drei Zeitebenen, nämlich in der Gegenwart (na gut, 2019), 1986 und später auch 1953. Die Handlung ereignet sich immer am selben Ort, einer fiktiven deutschen Kleinstadt namens Winden, in der sich ein Atomkraftwerk befindet (1953 ist es noch in Planung).


Zu Beginn der Handlung (2019) ist ein Schüler des Ortes bereits verschwunden, ein weiterer erleidet in der ersten Folge dasselbe Schicksal. Dessen Eltern fühlen sich schmerzhaft an das Jahr 1986 erinnert, als der Bruder des Vater ebenfalls verschwand. Gleichzeitig taucht die Leiche eines Jungen auf, der aber nicht der Verschwundene ist, und ein Bewohner des Ortes begeht überraschend Selbstmord und hinterlässt einen merkwürdigen Abschiedsbrief.

Schnell wird für den Zuschauer klar, dass zum einen diverse Bewohner des Ortes, oft auch versehentlich, zwischen den Zeitebenen hin- und herreisen können, und dass zu allen Zeitpunkten der Geschichte außerdem jemand Kinder und Jugendliche bewusst entführt und tötet. Weit weniger klar wird, was das alles soll, und das Verständnis der Geschichte wird erheblich dadurch erschwert, dass zwar auf allen drei Zeitebenen dieselben Figuren, beziehungsweise deren Eltern, Großeltern und Kinder, agieren, man aber ständig überlegen muss, wer jetzt nochmal wer war. Am besten wäre es wohl, man schriebe mit, um dann schnell nochmals nachsehen zu können, dass die zickige Hotelbesitzerin des Jahres 2019 im Jahr 1986 ein lockiges Außenseiterkind war. Die Serie gibt sich zwar durchaus Mühe, die Figurenparallelen aufzuzeigen, letztlich kann man alles verstehen, aber es ist doch sehr mühsam.


Auch wenn im Laufe der Handlung manches erklärt wird und sich dem Zuschauer zusätzliche Figurenparallelen erschließen, ist man am Ende der Staffel bei weitem nicht in der Lage, die gesamte Geschichte zu verstehen. Eine zweite Staffel ist bereits angekündigt, also war den Machern vermutlich klar, dass sie noch mehr Zeit haben würden, das Angefangene zu beenden. Dennoch ist es ein wenig frustrierend, mit so vielen losen Enden zurückgelassen zu werden.

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Dadurch, dass ich Ende Dezember in Island war und danach erst einmal 11 Jahresrückblicke geschrieben habe, war keine rechte Zeit für die reg...

Gelesen: Dezember 2017

Dadurch, dass ich Ende Dezember in Island war und danach erst einmal 11 Jahresrückblicke geschrieben habe, war keine rechte Zeit für die regulären Monatsberichte. Also kommt der Dezember eben erst jetzt.


Im Dezember las beziehungsweise hörte ich Margaret Atwoods Alias Grace. Selbigen Roman hatte ich bereits vorher einmal gelesen. Nachdem ich mich bezüglich der Handlung aber an so gut wie nichts mehr erinnern konnte und die Geschichte durch eine auf ihr basierende Fernsehserie wieder ins Gespräch kam, erwarb ich kurzerhand das Hörbuch.

Leider kam ich mit diesem aber kaum voran, weil ich beim Zuhören ständig entweder gedanklich abschweifte oder einschlief. Ich war schon kurz davor, aufzugeben, als ich es testweise noch einmal mit dem gedruckten Buch versuchte und feststellte, dass es sich hier um einen Roman handelt, den ich lesend deutlich besser verarbeiten kann als hörend. Warum das nun so ist, kann ich nicht genau sagen. Zum Teil dürfte es daran liegen, dass in dem Buch einige Aspekte der Haushaltsführung im viktorianische Zeitalter sehr detailliert beschrieben werden - was mich beim Lesen dazu brachte, manche Passagen eher zu überfliegen, und beim Hören natürlich nicht sehr spannend ist.

Das Buch an sich gefiel mir aber durchaus gut. Dass die Hoffnungen auf eine definitive Erklärung am Ende nicht erfüllt werden, überrascht bei einem postmodernen Roman nicht sonderlich, ebensowenig, dass beide Erzähler (Grace erzählt aus ihrer eigenen Perspektive, man erhält aber zusätzlich auch die des Psychologen) wenig vertrauenswürdig sind.


Inhaltlich dreht sich der Roman um die historische Figur Grace Marks, die im Alter von 16 Jahren als Hausangestellte sowohl ihren Arbeitgeber als auch dessen Geliebte ermordete oder zumindest den Stallburschen dazu überredete, und mit diesem floh. Auch im echten Leben war ihre Schuld an der Tat, nicht zuletzt wegen ihres jungen Alters, umstritten, weshalb sie im Gegensatz zu ihrem wahrscheinlichen Mittäter nicht hingerichtet wurde.

Im Roman beschließt ein Psychologe, Grace, die sich nach eigenen Angaben an die Morde nicht erinnern kann, im Irrenhaus zu besuchen und Gespräche  mit ihr zu führen, aus denen er sich psychologische Erkenntnisse erhofft. Grace erzählt Dr. Jordan ihr gesamtes Leben, jedoch bleiben die entscheidenden Ereignisse aus Lesersicht verschwommen und mehrdeutig - dennoch ist die Geschichte faszinierend und ließ mich nicht mehr los. Irgendwann sehe ich mir sicher auch die Miniserie an.

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Erinnert sich noch jemand an den Sendeschluss? Den letzten habe ich am 10. Dezember veröffentlicht, mit And The Golden Choir. Warum also ...

Sendeschluss: And The Golden Choir - The Rain


Erinnert sich noch jemand an den Sendeschluss? Den letzten habe ich am 10. Dezember veröffentlicht, mit And The Golden Choir. Warum also nicht gleich hier weitermachen? Mittlerweile gibt es nämlich schon wieder eine neue Single, und das Video dazu wurde sicherlich am Silvesterabend in Berlin gedreht - also ist es wohl buchstäblich das erste Video, das 2018 gedreht wurde.

Das Lied "Rain" war bereits bei der letzten Tournee von And The Golden Choir im Liveset enthalten - schön, dass es der Song auf die neue Platte geschafft hat.





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Singles So, hier kommt der letzte Teil, die Singles 2017. Und damit können wir uns dann langsam dem aktuellen Jahr zuwenden. 5. Day I...

My Year in Lists (11)


Singles

So, hier kommt der letzte Teil, die Singles 2017. Und damit können wir uns dann langsam dem aktuellen Jahr zuwenden.

5. Day I Die – The National


4. Going Backwards – Depeche Mode


3. You’re In Love With A Psycho – Kasabian


2. Star Roving – Slowdive


1. Spent The Day In Bed – Morrissey


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Serien Das Serienthema wird nicht übersichtlicher. Bei all dem, was auf den Markt geworfen wird und angeblich toll und sehenswert ist, k...

My Year in Lists (10)

Serien

Das Serienthema wird nicht übersichtlicher. Bei all dem, was auf den Markt geworfen wird und angeblich toll und sehenswert ist, komme ich überhaupt nicht mehr mit. Immerhin The Walking Dead erleichtert mir rücksichtsvoll die Wahl, weil es in der letzten und aktuellen Staffel rapide schlechter geworden ist. Twin Peaks hat die eigene Bewerbung auch gewissermaßen zurückgezogen. So kommt man nicht aufs Treppchen. Aber wer dann?

5. Mr. Robot (Staffel 1)


Eine Serie um einen Hacker, der eigentlich nur mit kleinen, privaten Manövern seine Art von Gerechtigkeit herstellt - bis er in Kontakt mit einer Gruppe kommt, die eine Großbank zerstören will. Die Handlung ist absichtlich derart unzuverlässig erzählt, dass man als Zuschauer nur selten genau, weiß, was eigentlich genau passiert ist. Rami Malek spielt die psychisch auffällige Hauptfigur Elliot dabei so überzeugend, dass ich ihn gerne einmal in etwas anderem sehen würde - schon, um mich davon  zu überzeugen, dass es dem Schauspieler nicht wirklich immer so schlecht geht wie Elliot.

Staffel 2 ist angeblich noch verworrener, aber die kenne ich noch nicht.

4. Babylon Berlin (Staffel 1 & 2)


Wahnsinn, eine deutsche Serie in den Top 5! Babylon Berlin entführt seine Zuschauer überzeugend in die späten 20er Jahre. Hier liegen glamouröse Ausschweifungen und elendste Armut sehr nahe beieinander, und hinter allem brodeln extremistische politische Strömungen. Die beiden gezeigten Staffel gefielen mir sehr gut, ließen aber auch genug offen, um auch eine dritte zu rechtfertigen. Hier schrieb ich bereits mehr dazu.

3. Rectify (Staffel 1 & 2)


Auf Rectify kam ich unter anderem über den Podcast meiner Phantasiefreunde. Daniel war seit seinem 19. Lebensjahr im Gefängnis, weil er beschuldigt wurde, seine Freundin ermordet zu haben. Seine Familie hat unermüdlich um seine Freilassung gekämpft und diese auch erreicht. Doch was nun? Wie soll der nun 39jährige, der die letzten zwanzig Jahre quasi komplett verpasst hat, wieder Anschluss finden - sowohl an seine Familie als auch an den Wohnort, der ihn nach wie vor als Mörder sieht?

Auch für Rectify gilt, dass die Rolle des Daniel von Aden Young zwar generell sehr gut verkörpert wird, ich mir aber manchmal Sorgen um den Schauspieler machte - hoffentlich hat er privat und in anderen Produktionen mehr Mimik in seinem Repertoire. Mehr zu Rectify gibt es hier.

2. The Leftovers (Staffel 3)


Nie hätte ich gedacht, dass man eine derart skurrile Geschichte wie The Leftovers überhaupt irgendwie zu Ende erzählen kann. In Staffel 3 stellt sich Nora Durst der Trauer um ihre verschwundene Familie, während Kevin Garveys geistige Gesundheit nicht gerade besser wird. Aus diversen Gründen finden sich alle Figuren irgendwann in Australien wieder, wo Garveys nicht weniger durchgeknallter Vater der Meinung ist, dass nur er die Welt retten kann. Er kann seinen Sohn überreden, ein weiteres Mal in die Zwischenwelt zwischen Leben und Tod zu reisen, während Nora viel Geld dafür bezahlt, um mit Hilfe einer Maschine ebenfalls zu "verschwinden".

1. Game of Thrones (Staffel 7)


Wer hätte gedacht, dass Game of Thrones es noch einmal so hoch in meine Jahrescharts schaffen? Man merkt, dass die Serie ihrem Ende zugeht, und es ist gut (und wäre sicherlich auch gut für The Walking Dead), dass ein solches bereits feststeht. So wurde in der vorletzten Staffel nochmals alles gegeben, um die Spannung zu steigern und die Handlung voran zu treiben.

Allerdings plagen mich mittlerweile doch größere Zweifel, ob die Menschheit gegen den Night King siegen kann...




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Konzerte (Ausland) Meine Musikredaktion kann sich sehr für Statistik begeistern. Deshalb kann ich berichten, dass ich 2017 insgesamt 22...

My Year in Lists (9)


Konzerte (Ausland)

Meine Musikredaktion kann sich sehr für Statistik begeistern. Deshalb kann ich berichten, dass ich 2017 insgesamt 22 Konzerte besucht habe, davon 14 im Inland ( dabei, das darf man auch nicht vergessen, ein Konzert im eigenen Wohnzimmer) und 8 im Ausland. Das ist aber natürlich nicht alles, hinzu kommen nämlich noch zwei Festivals mit insgesamt 27 Konzerten im Ausland und eines mit 17 Konzerten im Inland.  Alles zusammen ergibt dann 66 Konzerte, davon 35 im Ausland. Reichlich Auswahl also für eine Top 5-Liste der Auslandskonzerte!

Die zugehörigen Blogeinträge sind natürlich wieder verlinkt.

5. Arcade Fire - 17. Juni 2017 - Hilvarenbeek (NL)


Dass Arcade Fire eine mitreißende Liveband sind, wird wohl niemand bestreiten können. Für mich litt der Auftritt ein wenig unter der Enge im Publikum und der eingeschränkten Bühnensicht. Aber trotzdem beeindruckend.

4. Jarvis Cocker - 30. Dezember 2017 - Rejkavik (IS)


Eine Charme-Offensive am späten isländischen Abend, und die neuen Lieder klangen auch gut!

3. Tori Amos - 10. September 2017 - Luxemburg (LU)


Ein erfreulich "kleines" Konzert der großen Musikerin, das die etwas längere Anreise rechtfertigte.

2. U2 - 16. Juli 2017 - Rom (IT)


"Klein" war bei diesem Konzert nur Bono (...Schenkelklopfer). Mein erstes Konzert in derart riesigem Stadionrahmen, mit der angeblich größten LED-Wand aller Zeiten. Perfektes Zusammenspiel von Band, visuellen Effekten und den Zuschauern.

1. Slowdive - 6. Oktober 2017 - Amsterdam (NL)


Spielfreude, wunderschöne Songs und die stets lächelnde Rachel - (Auslands-) Konzert des Jahres!

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Labbits Auch die Labbits haben es dieses Jahr wieder geschafft, einen eigenen Beitrag zu bekommen. Da ich viele von ihnen im Adventskale...

My Year in Lists (8)

Labbits

Auch die Labbits haben es dieses Jahr wieder geschafft, einen eigenen Beitrag zu bekommen. Da ich viele von ihnen im Adventskalender fand, hat der eine oder andere ein weihnachtliches Motiv. Hier die Charts:

5.

4.

3.

2.

1.

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Hörbücher 5. Lisa Jewell - I Found You (gelesen von Helen Duff) Ein Mann verschwindet von einem Tag auf den anderen in London....

My Year in Lists (7)


Hörbücher


5. Lisa Jewell - I Found You (gelesen von Helen Duff)


Ein Mann verschwindet von einem Tag auf den anderen in London. Seine brandneue Ehefrau sucht ihn und stellt dabei fest, dass sie fast gar nichts über ihren Lebenspartner weiß. Parallel taucht ein Mann ohne Gedächtnis in einem Seebad auf.
Die auf verschiedenen Zeitebenen erzählte Geschichte lässt einen lange im Unklaren, was die Vorgeschichte mit der Gegenwart zu tun hat und verfügt über sehr sympathische Figuren. Nur die Auflösung funktionierte für mich allzu glatt. Hier habe ich schon über das Buch geschrieben.

4. Louise Candlish - The Swimming Pool (gelesen von Gabrielle Baker)


Natalie hat eine langweilige Ehe, eine schwierige Tochter und in den Schulferien Langeweile. Als in ihrer Nachbarschaft ein Freibad eröffnet, scheint der Sommer gerettet zu sein, insbesondere als sie eine glamouröse neue Freundin kennenlernt und in deren exklusiven Kreis aufgenommen wird. Allerdings fragt sich jeder in Natalies Umfeld, was die neuen Freunde eigentlich an ihr finden.
Als das Geheimnis endlich gelüftet wurde, war ich bereits ziemlich genervt von der Geschichte, aber dafür überraschte mich das Ende dann doch sehr. Hier gab es schon mehr dazu.

5. Liane Moriarty - What Alice Forgot (gelesen von Caroline Lee)


Alice Love stürzt im Step Aerobic Kurs, ist kurz ohnmächtig und hat beim Aufwachen die letzten zehn Jahre vergessen. Sie erkennt weder den Menschen, der sie jetzt ist, noch möchte sie so sein. Was eine platte Geschichte im Hera Lind-Stil sein könnte, untersucht in Wirklichkeit intelligent, wie sich das Leben im Laufe der Jahre verändert - und wie unser jüngeres Ich wohl reagieren würde, wenn es das heutige träfe. Hier gab es dazu schon mehr zu lesen.

2. Andreas Föhr - Eisenberg (gelesen von Michael Schwarzmeier)


Föhrs Alpenkrimis haben sich aus meiner Sicht überlebt, aber sein neues Projekt, eine Geschichte um eine Edel-Anwältin aus München, geht hoffentlich auch in Serie. Rachel und ihr Umfeld haben mich sehr gut unterhalten, nur wies die Geschichte so manchen unglaublichen Zufall auf (und die schnellste iPhone-Kopie aller Zeiten)... Eisenberg habe ich hier schon vorgestellt.

1. Alex Marwood - The Killer Next Door (gelesen von Imogen Church)


Die Geschichte um ein Mietshaus in London, in dem wirklich jeder etwas zu verbergen hat (sonst würde man auch nicht bei einem derart widerlichen Vermieter wohnen), unterhielt mich sehr gut. Zugegebenermaßen gab es mehr als eine wirklich eklige Stelle (ich weiß jetzt recht detailliert, wie man eine Leiche mumifiziert...), aber das wurde dadurch aufgewogen, dass andere Figuren durchaus sympathisch waren und die Handlung für mich echte Überraschungen aufwies.

Von Alex Marwood (Pseudonym der britischen Autorin Serena Mackesy) würde ich gerne mehr lesen und besitze auch schon ein anderes Buch. Und ironischerweise ist mein Jahressieger das einzige der hier aufgeführten Hörbücher, das ich nicht separat vorgestellt habe!


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Filme Man glaubt es kaum, ich habe dieses Jahr tatsächlich einmal eine vergleichsweise beachtliche Zahl Filme gesehen. Fantastic Beasts ...

My Year in Lists (6)

Filme

Man glaubt es kaum, ich habe dieses Jahr tatsächlich einmal eine vergleichsweise beachtliche Zahl Filme gesehen. Fantastic Beasts and where to find them und Wonder Woman musste ich schweren Herzens aus den Top 5 streichen, über La La Land kann ich nichts dergleichen behaupten. Und Get Out mag ganz gut sein, aber muss man es allen Ernstes in seine Jahrescharts lassen? Ich denke nicht. Aber wer hat es denn nun geschafft?

5. Es (Original: It)


Ich halte Stephen Kings Es in Romanform allen Ernstes für ein literarisches Meisterwerk. Die Verfilmung ist, nun ja, eine gute Verfilmung. Während eine der Haupteigenschaften des Romans ist, dass er Vergangenheit (Kindheit) und Gegenwart (Erwachsensein) der Protagonisten parallel erzählt, wagte der Film es, beides komplett zu trennen. Folglich bin ich sehr gespannt, wie die Fortsetzung mit völlig neuen Schauspielern funktionieren wird...

4. Guardians of the Galaxy Vol. 2


Bei den Guardians wird an allem gespart, sogar am Filmuntertitel, aber das gehört zum Konzept. Der Film um die All-Außenseiter, die sich hauptsächlich miteinander streiten, hatte wieder viele gute Witze parat, insbesondere alles, was mit dem kleinen Groot zu tun hatte.

3. Blade Runner 2049


Wer hätte gedacht, dass man zu Blade Runner eine sinnvolle Fortsetzung machen könnte? Zwar hat die 2017er Version möglicherweise weniger Klassiker-Potenzial als der erste Teil (ähnlich wie beim Trainspotting-Sequel, das ebenfalls sehr ordentlich war), aber der Film hatte etwas zu erzählen, und Harrison Ford kehrte auf eine angemessene Art zurück. Dass Ryan Gosling nicht tanzen musste, war auch super...

2. Arrival


Man könnte meinen, dass zum Thema Aliens filmtechnisch nun wirklich einmal alles gesagt wäre. War aber nicht so. Streng genommen kein Film vom letzten Jahr, aber ich sah ihn 2017 und fand ihn toll. Außerdem endlich mal ein Film mit einer Sprachwissenschaftlerin (bin ich auch!) als Heldin...

1. Logan


Logan ist sicherlich der deprimierendste Marvel-Film aller Zeiten, gewissermaßen Hugh Jackmans oder Wolverines filmische Variante von Johnny Cashs späten Balladen ("Hurt" unterlegte glaube ich auch den Trailer). Wolverine will und kann nicht mehr, aber er muss immer noch ein Held sein, weil es sonst niemand gibt. Sehr mutig, einen solchen Film zu machen, der doch dem unvorbereiteten, Popcorn essenden Superheldenfan den Abend verderben dürfte. War aber toll.



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Videos Fast jeden Sonntag gibt es hier einen Sendeschluss, da fällt es relativ leicht, die besten des Jahres zusammen zu stellen. Relat...

My Year in Lists (5)


Videos

Fast jeden Sonntag gibt es hier einen Sendeschluss, da fällt es relativ leicht, die besten des Jahres zusammen zu stellen. Relativ.

5. Bedroom Eyes - After I was a kid but before I grew 

Im Jahr der dritten Staffel von Twin Peaks (oh, hätte ich diese verschwendeten Stunden nur zurück!) gab es auch ein thematisch passendes Video. Das, immerhin, war gut.


4. Kettcar - Sommer '89

Im Grunde erzählt das Video auch nicht mehr als der Song, aber die Botschaft ist genauso richtig und schön. Über das Recht, ein besseres Leben zu wollen.


3. Leningrad - Кольщик

Ungeschicklichkeiten, Tiger und ein Moment, in dem wirklich alles schief geht.


2. OK Go - Obsession

Natürlich ist OK Go auch dieses Mal etwas totel Verrücktes eingefallen, bei dem man sich niemals hätte vorstellen können, dass es funktioniert.


1. Kasabian - You're In Love With A Psycho

Und jetzt alle zusammen: You're in love with a psycho / You're in love with a psycho / And there's nothing you can do about it...

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Konzerte (Inland) Letztes Jahr war die Konzertfülle im Ausland so groß, dass sie eine eigene Kategorie rechtfertigt. Konzentrieren wir ...

My Year in Lists (4)


Konzerte (Inland)

Letztes Jahr war die Konzertfülle im Ausland so groß, dass sie eine eigene Kategorie rechtfertigt. Konzentrieren wir uns also zuerst auf die Bands, die ich in deutschen Landen sah. Der zugehörige Bericht ist jeweils verlinkt.

5 Jens Lekman - 19. April 2017 - Köln


Jens war von seinem Konzert im Kölner Artheater so begeistert, dass es fast unhöflich wäre, ihm da nicht beizupflichten.

4 The xx - 28. Februar 2017 - Düsseldorf


Mein erstes Mal The xx (außerdem die einzige Band, die sich für die In- und Auslandskategorie qualifiziere konnte). Eine tolle Liveband, insbesondere, wenn man sie noch nie gesehen hat.

3 The Lake Poets - 8. April 2017 - Montabaur


Leider unser einziger Wohnzimmergast 2017, aber dafür mit einem sehr schönen Auftritt.

2 Depeche Mode - 5. Juni 2017 - Köln


Ein Überraschungsgeschenk, bei dessen Einlösung es zudem die Überraschung gab, dass ich Depeche Mode immer noch sehr gerne live sehe.

1 Nick Cave - 7. Oktober 2017 - Frankfurt


Konzert des Jahres 2017 - eigentlich würde ich nach dieser Erfahrung sagen, dass Nick Caves Konzerte vermutlich immer großartig sind, nur war ich bereits bei einem, dass es (für mich) nicht war. Anfängerpech.

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