Im Dezember kaufte ich, dem allgemeinen Lauf der Dinge entsprechend, eher für andere Menschen ein. Allerdings fuhren mein Freund und ic...

Gekauft: Dezember 2017


Im Dezember kaufte ich, dem allgemeinen Lauf der Dinge entsprechend, eher für andere Menschen ein. Allerdings fuhren mein Freund und ich am zweiten Weihnachtsfeiertag gemeinsam nach Island, wo alles unheimlich teuer ist. In diesem Kontext wären dann doch einige Anschaffungen zu nennen, etwa die Reise an sich, zusätzlich Tickets für Sigur Rós und das hier bereits ausführlich verbloggte Norður Og Niður-Festival.


Außerdem leisteten mein Freund und ich uns zwei Ausflüge beim lokalen Tour-Anbieter Reykjavik Excursions. Einmal fuhren wir mit einem Reisebus den sogenannten "Golden Circle" ab, eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, die so gut wie jeder Islandbesucher abklappert. Dabei besuchten wir ein mit geothermischer Energie betriebenes Tomaten-Treibhaus, den Geysir, von dem alle anderen natürlichen Wasserfontänen diesen Namen erhalten haben (sowie seinen heutzutage eruptionsfreudigeren Nachbarn Strokkur), den Wasserfall (oder wohl eher die Wasserfälle) Gullfoss sowie den Þingvellir National Park, wo zum einen die europäische und die nordamerikanische Kontinentalplatte aneinander stoßen und zum anderen das erste Parlament der Welt tagte.


An einem anderen Tag reisten wir, ebenfalls mit dem Reisebus, an die Südküste. Hier besuchten wir die beiden Wasserfälle Seljalandsfoss and Skógafoss (letzterer kommt anscheinend in "Thor - The Dark World" vor, aber ich weiß nicht, in welcher Szene). Außerdem machten wir zwei Stops am schwarzen Strand von Reynisfjara und sahen die Basaltfelsen von Reynisdrangar. Unterwegs gab es auch einen kleinen Fußmarsch zu einem Gletscher, den unsere Gruppe allerdings nur betrachten und nicht besteigen durfte.


Im Vorfeld war ich ein wenig besorgt gewesen, weil Island zur Weihnachtszeit nur wenig Tageslicht hat. Würden wir etwa versuchen, im Dunkeln einen Wasserfall zu besichtigen? Sind nachts nicht sowieso alle Strände schwarz? Tatsächlich waren die Touren aber so organisiert, dass man die Dunkelheit hauptsächlich im Bus verbrachte. Alle Naturschauspiele waren problemlos zu sehen. Etwas mehr zu schaffen machte mir die Kälte: Obwohl Island dank Golfstrom im Winter gar nicht so kalt ist, wie man vielleicht erwarten würde, und ich unter meinen Jeans meistens noch eine Thermoleggings trug, wurde mir bei so manchem Haltepunkt an den Beinen, Füßen und Händen (trotz Handschuhen) unangenehm kalt.


Nichtsdestotrotz war es ein tolles Erlebnis alle diese Naturschauspiele erleben zu können, und gerade Wasserfälle sehen im Winter durchaus ansprechend aus.


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