2010 ist unter anderem das Jahr der Tierschutzskandale, scheint mir. Diesmal erspare ich mir und anderen das grausame Video, wer mag und so ...

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2010 ist unter anderem das Jahr der Tierschutzskandale, scheint mir. Diesmal erspare ich mir und anderen das grausame Video, wer mag und so etwas aushält, findet aber Fernsehbeiträge bei ARD und ZDF.

Das Problem besteht darin, dass die Schlachthöfe wegen der zu bewältigenden Tiermassen und dem damit verbundenen Zeitdruck die Tiere häufig nicht zu dem Zeitpunkt "betäuben", zu dem das eigentlich gewünscht wäre:
Bolzenschussgeräte sind seit Jahren gängige Praxis, um Schlacht-Rinder vor der Tötung zu betäuben wie es das Gesetz vorschreibt. Dass diese Geräte nicht immer beim ersten Schuss das gewünschte Ergebnis - nämlich die vollkommene Bewusstlosigkeit des Tieres – zur Folge haben, ist bekannt. Weniger bekannt ist, dass für einen zweiten und dritten Betäubungsversuch meist keine Zeit bleibt. Denn Schlachtbetriebe kalkulieren pro Tötung eines Rindes eine Minute. So passiert es laut Aussage eines Berichtes des "Stern" in vier bis sieben Prozent der Fälle, dass das Rind nicht bewusstlos ist, wenn es aus seiner Betäubungsbox gezogen und danach durch Blutentzug getötet wird. Bei dreieinhalb Millionen Rindern, die jährlich in Deutschland geschlachtet werden, heißt das, dass mindestens 150.000 Rinder in qualvoller Todesangst sterben und unendliche Schmerzen ohne Betäubung erleiden müssen. Die durch die Todesangst ins Blut abgegebenen Stresshormone isst der Verbraucher dann auf seinem Teller mit. Nichts anderes in der Schweineschlachtung. Hier kommt, weil wirtschaftlicher, anstatt der früher üblichen Elektrozange hinter dem Ohr Kohlendioxid-Gas zum Einsatz. Dabei werden die Schweine voll automatisiert in einen Metallkäfig gepfercht und zum Gas befördert. Der Todeskampf kann laut Recherchen von Tierschützern bis zu 20 Sekunden dauern. Auf vielen Schlachthöfen komme es laut Experten auch vor, dass Schweine versehentlich nicht oder nicht richtig abgestochen werden. Schätzungen gehen davon aus, dass daher jährlich 500.000 Schweine lebend in Brühanlagen gelangen. (© Copyright TASSO e.V.)
Dass unsere Verbraucherministerin sich lieber über Google Streetmaps aufregt und mit der Kündigung ihres Facebook-Accounts droht (oh Schreck) als sich einmal für solche Themen einzusetzen, will mir nicht in den Kopf. Ebensowenig, dass die Deutschen Milliarden für Tierfutter ausgeben, aber keinerlei Interesse an erträglichen Haltungsbedingungen für Nutztiere zu haben scheinen.

Naja, es wäre jedenfalls sehr nett, wenn meine vier bis fünf Leser sich allesamt hier eintragen würden (man muss seine echte Mailadresse angeben, weil man per E-Mail einen Bestätigungslink erhält, auf den man klicken muss). Ob es etwas bringt, weiß ich natürlich nicht.

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