Schon vor einigen Jahren begann meine Faszination für die Labbits von Frank Kozik. Hier steht, wie alles losging: Alles fing an mit einem...

Recycling: Hasenfieber

Schon vor einigen Jahren begann meine Faszination für die Labbits von Frank Kozik. Hier steht, wie alles losging:

Alles fing an mit einem Besuch auf der großartigen Seite www.stuffonmycat.com. Als ich eines Tages wieder lachend ansah, was andere Menschen mit ihren Katzen anstellen können (meine beiden sind in Bezug auf Verkleidungen und das "Sachen-auf-sich-legen-lassen" einigermaßen unkooperativ), sah ich dieses Bild: Eine wunderschöne, dreifarbige New Yorker Katze schläft in einem Waschbecken und wird von rauchenden Häschen beobachtet - und möglicherweise gefangen genommen.


Ich bin normalerweise kein großer Fan von Figürchen aller Art - sind ja alles Staubfänger - aber als ich die Häschen sah, durchfuhren mich in extrem rascher Reihenfolge die folgenden Gedanken:
  1. Was ist das denn??
  2. Ach nein wie süß!
  3. Ich brauche diese Hasen!
  4. Wo bekomme ich diese Hasen???
  5. HASEEEN!!!
Glücklicherweise wurde in den Bildkommentaren erwähnt, dass das neue Objekt der Begierde "Smorkin Labbit" hieß. Google und Ebay konnten meinen soeben erkeimten Herzenswunsch anschließend mit geradezu rasender Geschwindigkeit erfüllen, und wenige Tage später besaß ich die "Smorkin Labbit Flock Platinum Pimp Gold" Kollektion und somit fünf Häschen in verschiedenen Farben. Mein Myspace-Bild, das mittlerweile auch Handydisplay und Kreditkarte ziert, folgte zeitnahe.

Vorbei war der Rausch damit aber noch nicht, denn die Häschen erscheinen (zweifellos, um den Suchtfaktor zu fördern) in verschiedenen Kollektionen und werden nach dem Überraschungsei-Prinzip verkauft: Man kauft eine kleine Schachtel und erfährt erst nach dem Auspacken, welches Hasenmodell man erwischt hat. In der letzten Kollektion hätten mich am meisten der Tartanhase und der mit dem Skelettkostüm interessiert - also bestellte ich zwei Zufallsschachteln bei einem Berliner Comicladen. Bekommen habe ich einen hellblauen „normalen" Hasen und (immerhin) einen mit Pflastern... naja.

Seit einiger Zeit gibt es nun eine neue, dritte Kollektion (Anmerkung: Mittlerweile sind es vier), die unter anderem einen Hasen im Bienenkostüm, einen als Hai und einen mit Schnurrbart enthält. Ganz klar, es mussten also wieder zwei Schachteln bestellt werden. Ich habe sie vor einigen Tagen erhalten, aber noch nicht gewagt, sie zu öffnen. Noch sind ja alle Möglichkeiten "drin" - aber was, wenn mich dieses Mal gleich zweimal langweilige Einfarbigkeit erwartet? Gebe ich mich der Enttäuschung hin? Bestelle ich noch mehr Hasen? Werde ich abhängig und kann meine Miete nicht mehr bezahlen, weil alles in kleine Plastikhasen gesteckt wurde?



So weit die Geschichte von damals. Mittlerweile habe ich dreizehn putzige kleine Häschen auf meinem Sideboard - es waren mal fünfzehn, aber zwei verschwanden unter mysteriösen Umständen - entweder meine Putzfrau hat jetzt ihre eigene kleine Sammlung oder Elmo und Kami haben ihr Taschengeld bei Ebay aufgebessert. Ein weiterer Hase hat seit dem Besuch des zweijährigen Nachbarjungen keine Zigarette mehr im Mund. Und den schwarzen habe ich zweimal hinterm Sofa gefunden - irgendeine Katze kann ihn wohl nicht leiden (oder hat ihn besonders gerne, das ist bei Katzen manchmal schwer zu unterscheiden).



Mittlerweile könnte ich aber doch zumindest einmal eine Katze dazu bringen, mit Häschen zu posieren. Wir üben weiter.

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