Gelesen, gesehen, gekauft - Oktober 2014

U.

Gelesen



Momentan "lese" ich im allgemeinen parallel ein reguläres Buch und ein Hörbuch. Im Oktober war das Hörbuch The First Fifteen Lives of Harry August von Claire North. Claire North ist eines der Pseudonyme von Catherine Webb, die seit ihrer Kindheit Jugendbücher schreibt und unter dem Namen Kate Griffin eine sehr schöne Buchreihe über magische Vorgänge in London geschrieben hat.

The First Fifteen Lives of Harry August ist eine Art Verlängerung und Erweiterung der Idee des Films Groundhog Day: Die Titelfigur Harry August lebt von den Zwanziger Jahren bis in die Neunziger, stirbt dann irgendwann und wird unverzüglich in den Zwanzigern unter denselben Umständen wieder geboren - mit dem Wissen, das alles bereits erlebt zu haben. In seinen ersten paar Leben hält er sich selbst für wahnsinnig, dann erfährt er, dass er ein "Kalachakra" ist und es noch mehr von seiner Sorte gibt.

Harry versucht zunächst einige Leben lang, herauszufinden, warum er ist, wie er ist, und studiert Medizin und Physik, reist nach China, Indien und Israel und findet keine Antworten. Dann bekommt er eine echte "Lebensaufgabe", denn er erhält eine Botschaft aus der Zukunft, die jeweils von Kalachakra-Kindern an alte, sterbende Kalachakra weiter gegeben wird: Das Weltende erfolgt mit jeder neuen Generation früher, und es sieht aus, als steckte ein Kalachakra dahinter.

Der Roman wechselt sprunghaft zwischen den verschiedenen Leben Harrys hin und her, und als Leser fragt man sich natürlich des öfteren, was man selbst tun würde, wenn man unendlich viel Lebenszeit und finanzielle Mittel zur Verfügung hätte. Eine spanndende Romanidee, die mit interessanten Charakteren gestaltet wurde.

Gesehen



Die Serienüberflutung durch Sky hat im Oktober ihre ersten Spuren hinterlassen, denn sowohl American Horror Story als auch die zweite Staffel Bates Motel wurden in meinem Haushalt angefangen und nicht weiter verfolgt. Es gibt einfach zu viel besseres zu schauen!

Das erwähnenswerteste Filmerlebnis des Monats (noch vor dem durchaus sehenswerten Kinofilm Gone Girl) war überraschenderweise ein Tatort: Im Schmerz geboren, der vierte Fall von Felix Murot in Wiesbaden, versöhnte mich mit den vielen, vielen mittelmäßigen Tatort-Folgen der letzten Jahre.

Der in Form eines Theaterstücks (inklusive Erzähler am Bühnenrand) erzählte Fall war für Zuschauer, die "einfach einen normalen Krimi" sehen wollten, sicherlich eine Enttäuschung, was sich auch in den Kommentaren auf Facebook niederschlug. Die nicht als realistischer Kriminalfall erzählte Tragödie um entfremdete Jugendfreunde - mit zahlreichen Shakespeare-Anspielungen, belebten Gemälden und extra eingespielten Musikstücken - war aber zur Abwechslung einmal wirklich originell und sehenswert.

Gekauft


Im Oktober hatte ich Geburtstag und wurde dieses Jahr geradezu mit schönen Geschenken überhäuft. Erfolgreich gewünscht hatte ich mir Tepiano, einen Teezubereiter für unterwegs. Bei der Vorbereitung hat man die Wahl, ob man den Tee in eine separate Kammer füllt und nach dem Ziehenlassen entfernt, oder ihn direkt in die Flasche gibt und einfach unendlich weiter ziehen lässt.

Die zweite Methode eignet sich vor allem für Kräutertees sowie geringe Mengen von grünem oder Oolong-Tee, den man dann auch unterwegs mehrfach mit neuem heißen Wasser aufgießen kann. In China macht das angeblich jeder so.

Die Sache mit dem Mehrfachaufguss habe ich noch nicht perfektionieren können, aber der Behälter an sich macht mir unterwegs, im Büro und auch daheim großen Spaß. Es sieht so schön beruhigend aus, wenn der Tee langsam absinkt, dass jede Lavalampe im Vergleich einpacken kann.

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