Ecuador... habe ich schon einmal eine Schokolade aus Ecuador probiert? Der Kakao aus diesem Land wird von diversen Schokoladenherstellern verwendet, direkt dort hergestellt wurde von den hier vorgestellten Schokoladen bislang nur Kacau - dabei schreibt Chclt.net : "Mittlerweile wird die Anzahl ecuadorianischer Schokoladen-Label, die mit einem lokalen Bio- und Fairtrade-Ansatz auf den europäischen Schokoladenmarkt drängen, unüberschaubar" - höchste Zeit also für einen weiteren Test!
Zum Produkt
Tatsächlich lassen sich einige Parallelen zu der erwähnten Schokolade von Kacau finden: Auch bei Kuná steht der Kakao im Mittelpunkt, alle angebotenen Schokoladensorten sind dunkel, die meisten weisen einen Kakaoanteil von 71 Prozent auf. Besonders interessant dürfte die Schokolade für Allergiker sein: Auf den Tafeln wird - anders als üblich - versichert, die Produkte seien frei von Schalenfrüchten, Erdnüssen, Gluten, Milch, Sesam und Soja.
Das Unternehmen selbst scheint aktuell keine eigene Website zu betreuen, man findet nur Profile auf Instagram und Facebook, die aber auch nicht sonderlich aktiv sind: Der letzte Post auf Instagram stammt vom Jahresende 2024. Die Tafeln kann man in diversen deutschen Onlineshops bestellen.
Originalität
Im Handel finde ich etwa acht verschiedene Sorten, alle entweder pur (es gibt auch eine 100prozentige) oder mit Geschmackszutaten wie Vanille, Kardamom, Kaffee-Nibs oder Physalis. Die Tafeln sind sehr hübsch gestaltet. Überraschend ist, dass meine 60-Gramm-Schuber jeweils zwei kleine, quadratische 30-Gramm-Tafeln enthielten - vermutlich werden die kleinen Tafeln auch einzeln verpackt angeboten und man spart sich so, zwei verschiedene Größen zu gießen. 6/10
Nachhaltigkeit
Kuná legt großen Wert auf Nachhaltigkeit auf unterschiedlichen Ebenen: Die Herstellung der Schokolade basiert auf einer engen Zusammenarbeit mit der Asociación Wiñak, einer Kichwa-Kooperative aus Archidona im ecuadorianischen Amazonasgebiet. Der Kakao stammt aus dem Regenwald, der zum Teil zur UNESCO-Biosphäre Sumaco gehört, und zeichnet sich durch seine besonders hohe Qualität aus. Für die Verarbeitung werden ausschließlich ausgewählte Bohnen verwendet. Bei Schokoladen mit höherem Kakaoanteil kommen zusätzlich Kakaobohnen der Unión de Asociaciones Artesanales Eloy Alfaro aus Esmeraldas zum Einsatz. Soziale Unternehmensführung und nachhaltige Anbauformen sind Kernpunkte der Arbeit von Kuná und auch der Kichwa-Initiative. Die Kakaobohnen werden aus Mischkultur gewonnen.
Der Kakao ist, wie auch die meisten anderen Zutaten, bio-zertifiziert, es wird angegeben, wie hoch die Kakaobauern für ihre Produkte bezahlt werden - und das Papier für die Verpackung wird nachhaltig aus Zuckerrohrfasern hergestellt. 5/5
Zutatenqualität
Die Tafeln verfügen über eine minimalistische Zutatenliste, bei der Sorte "71% Cardamon Salt" wird aufgelistet: Kakaobohnen, Rohrzucker, Kakaobutter, Kardamom, Meersalz. 10/10
Preis / Leistung
Geschmack
Wie immer habe ich zwei Sorten probieret, die "71% Cardamom Salt" und die "71% Vanilla".
Vanille wird Schokolade ja öfter einmal zugesetzt, um die Kakaonote gefälliger zu machen. Bei einer expliziten Vanilleschokolade hätte ich mit einem stärkeren Geschmack gerechnet, tatsächlich konnte ich die Vanille überhaupt nicht wahrnehmen. 8/15
Anders bei der anderen Sorte, zumindest die Kardamomnote ist intensiv und angenehm. Mangels Schmelz esse ich die Schokolade aber dennoch nicht sonderlich gerne. 9/15
Gesamturteil
In den allgemeinen Kategorien erreicht Kuná 24 von maximal 30 Punkten, inklusive Geschmack landet somit die Sorte "71% Vanilla" bei 32 und die Sorte "71% Cardamom Salt" bei 33 von maximal 45 Punkten.
Übrigens: Hier gibt es die Ergebnisse aller bisherigen Schokoladentests als Gesamtranking!
Hinweis: Auf meinem Blog gibt es keinerlei Werbung oder Sponsoring, folglich will ich mit meinen Beiträgen auch keine potenziellen Werbepartner beeindrucken und muss nichts dementsprechend kennzeichnen.

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