Der große Schokoladentest (126): Vanini


Ich teste die Schokoladen, die ich hier vorstelle, in einer vorgegebenen Reihenfolge - jede zum Testen gekaufte Tafel landet in einer Liste, die sicherstellen soll, dass alle "abgearbeitet" werden und keine Sorte allzu alt wird. Dieses Mal stand auf der Liste "Vanini", und als ich die Tafeln im Schrank gefunden hatte, konnte ich mich beim besten Willen nicht erinnern, wie ich an sie gekommen war! Mein Freund und ich vermuten, dass ich sie letztes Jahr im Italienurlaub in einem großen Supermarkt ausgesucht habe. 


Zum Produkt

Vanini gehört zu dem ebenfalls italienischen Unternehmen ICAN, das seit fast 80 Jahren besteht und ansonsten Schokoladenprodukte für Unternehmenskunden anbietet. Offensichtlich stellt man auch viele Schokoladen für andere Unternehmen her. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Schokoladen mit Bio- und Fair Trade-Siegel.


Originalität

Von Vanini gibt es Schokoladentafeln, Pralinenschachteln und das für Italien typische Gianduja-Konfekt. Ich vermute, das man die Produkte hauptsächlich im Supermarkt verkauft. Hierfür ist untypisch (und somit originell), dass alle Schokoladen als "Single Origin"-Produkte ausgezeichnet sind, der Kakaostammt entweder aus Uganda oder aus Peru. Aktuell umfasst das "Peru-Sortiment" 12 verschiedene Schokoladen, das aus Uganda nur vier. Die Peru-Tafeln sehen dabei etwas schicker aus und verfügen über einen Pappschuber, während die Uganda-Tafeln direkt in einer Folienhülle stecken. Das Design ist unauffällig. 5/10



Nachhaltigkeit

Etwas zynisch ging ich bei meinen Internetrecherchen davon aus, dass es mit der Single Origin-Herkunft der Schokoladen nicht allzu viel auf sich haben würde. Tatsächlich findet man auf der ICAM-Website aber ausführliche Angaben zu den Niederlassungen in Uganda (Bundibugyo) und Peru (hier wird kein genauer Ort genannt). Insofern würde ich die Nachhaltigkeitsangaben als glaubwürdig einstufen - auch wenn die Herkunftsangaben aus Gourmet-Sicht etwas vage ausfallen.

Die Verpackung ist übrigens kompostierbar. 5/5


Zutatenqualität

Die Tafeln tragen wie erwähnt das Biosiegel, sind außerdem vegan, halal, koscher und glutenfrei. Die Zutatenlisten sind kurz und enthalten nur Kakao, Kakaobutter, die Geschmackszutaten und Sojalecitin. Es ist allerdings Vanillextrakt enthalten, was dafür spricht, dass man dem puren Geschmack des eigenen Kakaos nicht vertraut und diesen abmildern möchte. 10/10




Preis / Leistung

Verglichen mit meinen sonstigen Tests sind die Tafeln ein echtes Schnäppchen, sie kosten für 85 Gramm 3,70 Euro - dafür muss man allerdings in Italien bestellen oder gleich dort einkaufen. 3/5


Geschmack

Wie so oft habe ich zwei Sorten probiert, beide stammen aus dem "Uganda"-Sortiment:

Cioccolato Gjanduja Bio con Nocciole ist eine klassische Nussnougatschokolade mit Haselnussstückchen. Der Kakaogehalt liegt nur bei 31%, es wurde aber keine Milch zugesetzt, sondern eine Haselnussmasse. Das macht den Geschmack sehr mild und nussig, wenn auch nicht gerade aufregend. 10/15

Cioccolato Fondente Bio con pistacchi salati ist eine dunkle Schokolade mit 56% Kakaoanteil, zugesetzt sind gesalzene Pistazienstückchen. Beim bewussten Probieren fand ich den Geschmack ziemlich flach, aber es handelt sich wohl (wie bei der anderen Sorte auch) nicht um eine Schokolade, die ein "Tasting" verlangt. Zum einfachen Wegnaschen als Alternative zu Milka & Co. eignet sie sich dann doch sehr gut. 10/15


Gesamturteil

23 von maximal 30 Punkten erreicht Vanani in meinem Test, bezieht man den Geschmack mit ein, landet man bei jeweils 33 von maximal 45 Punkten.

Übrigens: Hier gibt es die Ergebnisse aller bisherigen Schokoladentests als Gesamtranking!     


Hinweis: Auf meinem Blog gibt es keinerlei Werbung oder Sponsoring, folglich will ich mit meinen Beiträgen auch keine potenziellen Werbepartner beeindrucken und muss nichts dementsprechend kennzeichnen.


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