Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Das "Gekauft" dieses Monats ist das teuerste, das es je gab, und von von allen, die noch kommen werden!
Als mein Freund und ich 2013 in unseren Wohnort zogen, war der ursprüngliche Plan, eine noch zu bauende Maisonette-Wohnung zu kaufen. Das Bauvorhaben zerschlug sich dann, und wir zogen stattdessen in eine gemietete, damals komplett neue Doppelhaushälfte. In dieser wohnten wir eigentlich prima, allerdings blieb der Wunsch nach etwas "eigenem" bestehen.
In den schlappen 13 Jahren, die seit dem Umzug vergangen sind, suchten wir also nicht gerade intensiv, aber doch kontinuierlich weiter. Ganz einfach war das nicht, da wir wegen unserer ohnehin bereits guten Wohnsituation recht anspruchsvoll waren. Hinzu kamen unterschiedliche Bedürfnisse von uns beiden, die unter einen Hut zu bringen waren.
Ganze zweimal waren wir von besichtigten Häusern so überzeugt, dass wir ein Kaufangebot machten - und wurden in beiden Fällen von anderen Interessenten ausgestochen. Viele andere Male waren wir nicht beide überzeugt - bei mir war es häufig die Lage, die mich zweifeln ließ (als Nichtautofahrerin war ich nicht erpicht darauf, noch weiter ins Nirgendwo zu ziehen), oder auch schwer abzuwägende Zusatzkosten für Renovierungen. Mein Freund war häufiger mit der Optik, der Raumaufteilung oder dem Platzangebot unzufrieden.
Vor einigen Jahren hatten wir einmal eine Wohnung in einer ehemaligen Schule besichtigt, die uns, wie auch das Haus drumherum, eigentlich sehr gut gefallen hatte, allerdings vom Platzangebot her nicht wirklich in Frage kam. Um so interessierter waren wir, als Anfang dieses Jahres eine weitere Wohnung im selben Gebäude zum Verkauf stand, die besser für uns zu passen schien.
Nach zwei Besichtigungen wurden wir uns mit den Verkäufern einig und wurden zu unserer eigenen Überraschung nach so viele Jahren doch noch Immobilieneigentümer. Wir verändern uns von Haus nach Wohnung (wieder Maisonette) und von Baujahr 2013 nach ca. 1900! Außerdem wohnen wir zukünftig im zweiten und dritten (Altbau-)Stockwerk, was sich bei diversen Besuchen in der neuen Bleibe bereits als doch recht signifikanter Unterschied für die Oberschenkel erwiesen hat.
Der für den Kauf notwendige Notarbesuch hat bereits im Februar stattgefunden, allerdings hingen wir anschließend ein wenig in der Luft: Diverse Parteien (beispielsweise die Gemeinde, die Bank des Verkäufers und der Denkmalschutz) mussten gegenüber dem Notar ihr Einverständnis bekunden, bevor es weiter gehen konnte. Das dauerte erstaunlich lange, so dass ich mir bereits Sorgen machte, ob noch zu erledigende Renovierungsarbeiten überhaupt noch würden stattfinden können, und die bisherige Wohnung war ebenfalls bereits gekündigt. Der ursprünglich großzügig gesetzte Puffer von zwei Monaten schien plötzlich knapp kalkuliert zu sein.
Letztlich gerieten wir gegenüber dem angepeilten Übertragungstermin vom 1. April aber nur um wenige Tage in Verzug, Maler und Parkettleger konnten ihre Aufträge problemlos ausführen.
Während ich das hier schreibe, sind wir auch schon ins neue Zuhause eingezogen. Es gab so einige Aufregungen vorher (Wie soll das nur alles fertig werden?), während (einer der Umzugshelfer ließ in der ehemaligen Wohnung ein Fenster geöffnet, und wir bekamen einen Anruf, weil die Kater außen an den Fenstern im ersten Stock herumturnten) und danach (Wo sind in all diesen Kartons unsere Sachen? Und wie bringen wir nur alles unter?) - im Großen und Ganzen scheinen wir aber alles gut überstanden zu haben.
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