My Year In Lists (8)

U.

Fernsehserien


Es ist ja schon ein wenig abgedroschen, zu behaupten, dass Fernsehserien hinsichtlich Qualität und Bedeutsamkeit die neuen Kinofilme seien, aber das macht diese Aussage nicht weniger richtig. Am 1. Januar 2014 konnte man - wenn man denn Zugriff auf die BBC hatte - sowohl die erste Folge der 3. Staffel von Sherlock genießen als auch per NDR-Mediathek eine brandneue Folge des Tatortreinigers ansehen. Es sieht also ganz so aus, als würde auch das aktuelle Jahr serienmäßig ein gutes. Aber zurück zu 2013, als keine der genannten Serien lief, dafür aber jede Menge anderes Tolles.

Die hier in den letzten Jahren eigentlich standardmäßig in den Top 5 vertretenen Mad Men, True Blood und Dexter habe ich übrigens 2013 allesamt nicht geschaut. Da gilt es wohl, noch einiges aufzuholen.

5. Homeland (1. Staffel)


Mit der Entdeckung von Homeland war ich zweifellos ein wenig spät dran, ich  kenne auch erst eine Staffel, obwohl selbst im deutschen Fernsehen bereits die zweite lief. Wie Mad Men schafft die Serie den seltsamen Trick, das Interesse der Zuschauer an Figuren zu wecken, die allesamt nicht sonderlich sympathisch sind, aber dennoch nachvollziehbare Gefühlswelten bewohnen. Dass die Handlung extrem spannend ist und exzellent gespielt wurde, schadet natürlich auch nicht.


4. The Fall (1. Staffel)


Die einzige britische Serie in den Top 5. Nachdem so viele englische Schauspieler in letzter Zeit überzeugend Amerikaner gespielt haben (ich denke etwa an die Hauptrollen in Homeland, The Walking Dead, Sons of Anarchy und natürlich Dr. House), macht Gillian Anderson es einfach umgekehrt und spielt eine kaltblütige englische Kommissarin, die in Nordirland einen Frauenmörder jagt. Der Zuschauer weiß dabei mehr als die agierenden Personen, was unglaublich frustrierend ist, wenn der Mörder wieder einmal davon kommt. Eine zweite Staffel wird im kommenden Jahr gedreht.

3. The Walking Dead (1. und 2. Staffel)


Wieder eine Serie, mit der ich spät dran bin. Tatsache ist aber, dass ich Zombies unglaublich gruselig finde und mich deshalb lange Zeit nicht überwinden konnte, diese von allen Seiten gelobte Serie zu schauen. Nun hat es doch noch geklappt, und ich muss sagen, dass es die richtige Entscheidung war, die eigenen Ängste beiseite zu lassen. Plausible Handlungsstränge, überraschende Wendungen, die nachvollziehbare Vermittlung einer völlig kaputten Welt ... brilliant.

2. Hannibal (1. Staffel)


Tja, in den meisten guten Serien von 2013 litt man beim Zusehen ordentlich mit, das gilt auch insbesondere für Hannibal. Im Prequel der bekannten Kinofilme weiß nur der Zuschauer, dass Hannibal Lecter ein eiskalter Mörder und Kannibale ist, alle anderen halten ihn für einen untadeligen Psychologen. Mads Mikkelsen spielt den Psychopathen unglaublich gut, und den armen Will Graham (Hugh Dancy, wieder so ein englischer Schauspieler), dem es unter Hannibals "Fürsorge" stetig schlechter geht, möchte man am liebsten persönlich retten.

1. Game Of Thrones (3. Staffel)


Auch bei Game of Thrones fiel das Zusehen in diesem Jahr schwer, wenn die Hauptfiguren nicht nur verraten, sondern häufig auch gleich ermordet wurden. Selbst bei Vorabkenntnis der Romane waren einige Szenen, allen voran die berühmte "Red Wedding", schwer zu ertragen. Dennoch wie immer phantastisch und mit 10 Folgen viel zu kurz. Hodor!

1 Kommentare:

  1. Zumindest erwähnen möchte ich noch Agents of S.H.I.E.L.D. Das neue Joss Whedon-Vehikel greift die Ereignisse nach der Handlung seines Avengers-Films auf und weiß durchaus zu unterhalten. Die erste ist aber noch nicht einmal halb vorbei, weshalb es schwer ist, ein abschließendes Urteil zu fällen.

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