Wenn man nach Österreich reist und sich vorab über Schokoladengeschäfte informieren möchte, kommt man an Xocolat kaum vorbei. Fünf Filialen gibt es über die Stadt verteilt, dazu weitere unter anderem in Baden, Graz, Linz und Innsbruck, sowie einen Onlineshop. Auch andere Unternehmen werden mit den hausgemachten Pralinen beliefert, zum Beispiel Hernando Cortez in Köln.
Zum Produkt
Xocolat ist hauptsächlich Händler, in den Filialen sowie online kann man Schokoladen bekannter Marken wie Bonnat, Amedei und Dolfin erwerben. Hinzu kommen eigene Schokoladen und die bereits erwähnten Pralinen, sowie Schokoladenkurse und Degustations-Workshops.
Originalität
Die Schokoladen der Xocolat-Manufaktur sind ausgesprochen zahlreich, es gibt unterschiedliche Linien und Designs uns zusätzlich Katzenzungen in diversen Geschmakcsrichtungen. Allein bei den Tafelschokoladen zähle ich im Onlineshop aktuell 70(!!!) verschiedene, darunter Produkte wie Bierschokolade, Geschenk-Schokoladen für verschiedene Anlässe, Tafeln mit 100% Kakaoanteil, kleine Produktlinien mit Marzipan oder Kaffeefüllungen mit unterschiedlichen Beigaben und vieles mehr. Die Designs sind dabei recht unterschiedlich, je nach Sorte eher traditionell oder modern. 7/10
Nachhaltigkeit
Mangels Informationen zu den verwendeten Zutaten auf der Website habe ich bei Xocolat nachgefragt und nahezu postwendend Auskunft erhalten. Die für die von mit getesteten Tafeln verwendete Kuvertüre stammt von Chocovic aus Spanien, einem Subunternehmen des Callebaut-Konzerns.
Wie Callebaut selbst verfolgt auch Chocovic Nachhaltigkeitsziele, die öffentlich kommuniziert werden. Man untersützt die Initiative Cocoa Horizons und möchte bis 2025 zu 100% nachhaltige Schokolade verwenden (also eigentlich jetzt). Cocoa Horizons ist ebenfalls ein Projekt von Callebaut und hinsichtlich seiner Wirkkraft zumindest umstritten (siehe hier). 2/5
Zutatenqualität
Die von mir probierten Tafeln enthalten ausschließlich die erwartbaren Zutaten, als Emulgator kommt Sojalezitin zum Einsatz, außerdem auch natürliches Vanilla-Aroma. Die Kuvertüren enthalten, so wurde es mir vermittelt, sortenreinen Kakao aus Venezuela. 8/10
Preis / Leistung
Geschmack
Ich habe mir wie immer zwei Tafeln zum Testen besorgt:
"Wiener Mokka" stammt aus aus einer Österreich-Kollektion, die zum Beispiel auch eine Fichtenwipfel-Schokolade enthält. Auf der Verpackung heißt es: WIENER MOKKA ist eine Kaffeezubereitung mit großer Kaffee- und Wassermenge, wobei der Kaffee besonders langsam extrahiert wird, was einen sehr aromastarken Kaffee ergibt. Bei dieser Schokolade kommt zur Kaffeekraft noch die Würze von ediem Kakao.
Tatsächlich hatte ich angesichts dieser Beschreibung mit einem deutlich stärkeren Kaffeegeschmack gerechnet, in Wirklichkeit ist es eher ein Hauch. Die Schokolade schmeckt mir ansonsten angenehm, aber ein wenig fettig (möglicherweise liegt das am Sojalezitin). 10/15
Meine andere Tafel trägt die Geschmacksrichtung "Rosmarin", in der Beschreibung heißt es: Als eines der beliebtesten Würzkräuter der mediterranen Küche bringt Rosmarin Sommeraromen auch in diese Schokolade. Der Intensität des Gewächses entsprechend, ist auch die Vollmilchschokolade mit 44 % Kakaoanteil von kräftiger Statur.
In der Tat ist das Rosmarinöl geschmacksbestimmend. Ich habe an der Schokolade nichts auszusetzen, muss aber gestehen, dass ich Rosmaringeschmack in einer Schokolade weniger spannend finde als erhofft. Ich hätte mir besser etwas anderes ausgesucht. 8/15
Gesamturteil
18 von maximal 30 Punkten erreicht Xocolat in den allgemeinen Kategorien. Dadurch, dass sie Sortenauswahl so riesig ist, kann der Geschmackstest nur als Momentaufnahme dienen. Bei mit bekommt Wiener Mokka 28 und Rosmarin 26 von maximal 45 Punkten.
Übrigens: Hier gibt es die Ergebnisse aller bisherigen Schokoladentests als Gesamtranking!
Hinweis: Auf meinem Blog gibt es keinerlei Werbung oder Sponsoring, folglich will ich mit meinen Beiträgen auch keine potenziellen Werbepartner beeindrucken und muss nichts dementsprechend kennzeichnen.




0 Kommentare