Der große Schokoladentest (122): Schokov


Es geht wieder nach Österreich. Wie bei Xocolat handelt es sich auch bei Schokov in erster Linie um ein Schokoladengeschäft - etwas kleiner aufgestellt als die Konkurrenz betreibt man drei Filialen, allesamt in Wien. 


Zum Produkt

Wie Xocolat verfügt auch Schokov über selbst hergestellte Schokoladen, man verkauft aber auch Produkte diverser anderer Hersteller (zum Beispiel von Martin Mayer oder auch Dolfin). Die Eigenmarke besteht seit 2014 und umfasst insgesamt 12 Sorten, wobei in den letzten Jahren jeweils eine neue zum Geschäftsjubiläum kreiert wurde - vielleicht kann man also auch zukünftig jährlich mit einer weiteren Tafel rechnen. Einige der Produkte wurden mit Preisen der Academy of Chocolate, der Great Taste Awards und der International Chocolate Awards ausgezeichnet.



Originalität

Die Schokoladentafeln basieren alle auf derselben Kuvertüre, einer dunklen Schokolade mit 70% Kakaoanteil aus peruanischem Criollo-Kakao. Die Tafel "No. 1" enthält keine weiteren Zutaten, alle weiteren enthalten weitere Geschmackszutaten, die jeweils kleingehackt auf die Unterseite der Tafeln gestreut werden. Unter den zwölf Sorten gibt es diverse ungewöhnliche, etwa No. 8 "Haselnuss & Garam Masala" oder No. 10 "Wacholder & Tannennadeln". 

Sehr gut gefällt mir das moderne und klare Design der Tafeln. 7/10


Nachhaltigkeit

Alle Tafeln tragen das Bio-Siegel. Auf der Website und auch den einzelnen Tafeln wird erklärt, dass der verwendete Kakao von eine kleinen Plantage in Peru stammt und von dortigen Familienbetrieben geerntet und verarbeitet wird. Das liest sich alles gut, bleibt aber auch recht vage - die Nennung einer konkreten Plantage und / oder eines Kooperationspartners vor Ort würde hier noch mehr Klarheit und Vertrauen schaffen. 4/5


Zutatenqualität

Die Tafeln sind sehr puristisch gestaltet, sie enthalten Kakaomasse, Kakaobutter und Rohrohrzucker. Auch die aufgestreuten Zutaten enthalten keine weiteren Extras, bei der Sorte No. 4 "Kardamom & Mandelkrokant" kommen entsprechend noch Kardamom (0,3%) und Mandelstücke (10%) hinzu. 10/10


Preis / Leistung

Die Tafeln wiegen jeweils 80 Gramm und kosten 8 Euro. 2/10

Geschmack

Ich konnte zwei Sorten probieren, die No. 2 "Pistazie & Kakaosplitter" und die No. 4 "Kardamom & Mandelkrokant". 

Die Basis-Schokolade ist wie erwähnt bei allen Sorten gleich - und sehr schmackhaft. Schokoladenexperten sagen immer wieder, dass eine dunkle Schokolade guter Qualität nicht bitter ist - genau das ist hier der Fall, und auch ohne Emulgator ist ausreichend Schmelz vorhanden.

So weit, so gut - allerdings bin ich keine große Freundin der Methode, zusätzliche Zutaten einfach nur außen auf die Tafeln zu streuen. Dadurch ergibt sich zwangsläufig eine unregelmäßige Verteilung, und eine optimale Geschmacksintensität ist meines Erachtens auch eher selten gegeben. So auch hier: Die Pistazien der "No. 2" sind im Gegensatz zu den Kakaosplittern (immer lecker) kaum zu schmecken. Ebenso fand ich Kardamom und Mandelkrokant jeweils nur sehr diskret erkennbar.

Ich gebe beiden Sorten 9 von 15 Punkten.





Gesamturteil

23 von 30 Punkten erreichen die Schokov-Schokoladen in den oben genannten Kategorien, inklusive Geschmack kommen sie auf 32 von maximal 45 Punkten.

Übrigens: Hier gibt es die Ergebnisse aller bisherigen Schokoladentests als Gesamtranking!     


Hinweis: Auf meinem Blog gibt es keinerlei Werbung oder Sponsoring, folglich will ich mit meinen Beiträgen auch keine potenziellen Werbepartner beeindrucken und muss nichts dementsprechend kennzeichnen.


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