Gelesen, gesehen, gekauft - November 2014

U.

Gelesen


Letztes Jahr las ich How To Be A Woman, eine Art feministische Autobiographie von Caitlin Moran. Die britische Journalistin, die als übergewichtiges Mädchen in einer sozial schwachen, kinderreichen Familie in Wolverhampton aufwuchs und nie zur Schule gegangen ist, wurde mit 16 Jahren Musikjournalistin in London und hat heute mehrere Kolumnen in der Times. Sowohl das Buch als auch die Autorin waren mir sehr sympathisch, also versuchte ich es nun mit Morans Roman How To Build A Girl als Hörbuch.

Nicht nur der Titel des fiktiven Werkes erinnert an das nicht-fiktive: Der Roman handelt von Johanna Morrigan, die als übergewichtiges Mädchen in einer sozial schwachen, kinderreichen Familie in Wolverhampton aufwächst, um dann mit 16 Jahren Musikjournalistin in London zu werden. Die Tatsache, dass Moran in ihrem Roman einfach ein weiteres Mal ihr eigenes Leben erzählt, enttäuschte mich zunächst ziemlich. Mich hatte bereits an Markus Kavkas Rottenegg und Charlotte Roches Schoßgebete genau dasselbe genervt, und ich hatte von einer erfahrenen Autorin eigentlich mehr erwartet. Natürlich ist es verführerisch, das eigene Leben als Roman-Grundgerüst zu nehmen, aber es zeugt auch von Faulheit.

Mit der Zeit habe ich aber nun meine Meinung bezüglich dieses Romans wieder geändert. Natürlich kenne ich die Grundgeschichte an sich bereits, aber die Erlebnisse von Johanna als aufsstrebende Musikjournalistin Anfang der 90er sind dennoch gleichermaßen lustig wie rührend. Noch bin ich nicht ganz am Ende, aber ich überlege bereits, ob ich nun auch noch Morans gesammelte Kolumnen anschaffen soll.

Gesehen


Auf Sky Atlantic läuft aktuell The Leftovers. Die Prämisse: Vor drei Jahren sind 140 Millionen Menschen von einem Moment auf den anderen verschwunden. Erwachsene, Babys, gute Menschen, Verbrecher, Jennifer Lopez, Papst Benedikt: Alle weg, für immer, zwei Prozent der Weltbevölkerung.

Die "Zurückgelassenen" müssen sich nun zum einen mit den von fast allen erlittenen persönlichen Verlusten abfinden, zum anderen quält alle nach wie vor die Frage, was nun eigentlich passiert ist und was es bedeutet. In der Kleinstadt Mapleton kämpft der Polizeichef Kevin Garvey mit den Folgen: Seine Frau hat sich nach dem Ereignis einer lokalen Sekte angeschlossen, seine Tochter kommt damit nur schlecht zurecht und sein Stiefsohn ist verschwunden, während sein Vater durchgedreht ist und seitdem in einer Nervenklinik wohnt.

Die Serie beleuchtet von Folge zu Folge verschiedene Figuren, neben dem Polizisten und seiner Familie etwa auch eine junge Frau, die der Sekte beitritt, den örtlichen Pfarrer, der davon besessen ist, nachzuweisen, dass die Verschwundenen nicht in den Himmel aufgefahren sein können und eine Frau, deren gesamte Familie verschwunden ist.

All diese Schicksale gebrochener Menschen machen den Grundton der Serie natürlich nicht gerade fröhlich, aber die Charakterprofile sind interessant und die Geschichte regt zum Nachdenken an, und mysteriöse Ereignisse werfen weitere Fragen auf. Zuletzt bleibt auch die Frage: Worauf läuft das alles hinaus?

Noch kenne ich die letzte Folge nicht, außerdem wird es eine zweite Staffel geben, aber ich gehe einmal optimistisch davon aus, dass die vier Folgen der ersten Staffel, die ich noch nicht kenne, zu einem halbwegs befriedigenden Zwischen-Ende führen werden.

Gekauft


Ich habe die möglicherweise trockenste Haut Europas, weshalb ich auf Kosmetiktipps aus Blogs und Zeitschriften meist wenig gebe - die meisten Cremes sind für meine Bedürfnisse sowieso zu unfettig, das habe ich aus einigen teuren Fehlern gelernt.

Vor einigen Monaten las ich aber viel Gutes über ein Serum vom Body Shop und dachte mir, dass selbst meine Haut wohl kaum etwas gegen ein Kosmetikum haben könnte, das weitgehend aus Öl besteht. Gedacht, gekauft.

Das Vitamin E Overnight Serum in Oil kommt aus einem kleinen Fläschchen mit Pipette. Mit dieser tropft man einige Tropfen Serum in seine Hand und massiert es anschließend in das Gesicht ein. Ob man anschließend noch seine normale Nachtcreme aufträgt, ist einem selbst überlassen. Bei mir zeigte sich schnell: Ja, denn das Serum allein reicht bei mir nicht. Aber mit dieser Kombination konnte ich zu meiner Überraschung am nächsten Morgen tatsächlich sehen, dass meine Haut irgendwie wohlgenährter aussah.


Das Body Shop Serum habe ich nun mehrere Monate lang benutzt, aber nach einer kürzlichen Reise war es schlagartig leer - wahrscheinlich ist mir der Rest des eigentlich sehr ergiebigen Fläschchens in den Kulturbeutel gelaufen. Sofort wollte ich es nachkaufen, entschied mich dann aber spontan um. Lush verkauft ebenfalls ein Serum, allerdings in fester Form, und dies war eine gute Gelegenheit, auch dieses Produkt auszuprobieren.

Das Serum, es heißt Full of Grace, sieht aus wie ein kleines Stück Seife. Man wärmt es entweder zwischen seinen Händen oder reibt es direkt über die gereinigte Gesichtshaut, auf der es recht schnell eine ölige Spur hinterlässt. Nach meinen Erfahrungen mit dem anderen Serum trug ich über dieser Schicht auch noch meine reguläre Creme auf und war am nächsten Tag ziemlich enttäuscht: Meine Haut war nun eher trockener als ganz ohne Serum und schien auch etwas gereizt zu sein.

Nachdem ich bereits enttäuscht das Body Shop Serum nachgekauft hatte, las ich allerdings einmal genau die Anleitung für Full of Grace und stellte fest, dass man das Serum mindestens 20 Minuten lang unbedeckt lassen soll. Seit dieser Erkenntnis nutze ich es nun abends pur, ohne weitere Creme. Mein Body Shop Serum, das ich ja nun schon einmal habe, kommt bis auf weiteres morgens zum Einsatz, und ich trage immer drei Tropfen unter der Creme auf.

Meine Haut scheint mit dieser Vorgehensweise bislang recht zufrieden zu sein.

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