Das Fleisch-Imperium schlägt zurück (1): Bratmaxe Veggie-Griller von Meica

U.
Wer sich auch nur gelegentlich im Supermarkt aufhält, hat es sicher bemerkt: Das Angebot an vegetarischen Ersatzprodukten für Fleischwaren wächst stetig. Die neuen Artikel stammen dabei meist von Firmen, die man aus dem traditionellen Fleischgeschäft kennt: Meica, Gutfried, Rügenwalder...

An und für sich kann man es gut finden, dass diese Firmen auf den Markt drängen. Immerhin sind sicherlich mehr Menschen bereit, eine vegetarische Wurst von Rügenwalder, die so ganz dem "mit Fleisch"-Design der Marke entspricht, zu testen, als das bei einer Ökomarke der Fall wäre.


Aber was ist nun mit diesen bisherigen Anbietern aus dem Kühlregal? In vergangenen Jahren stammten vegetarische Würstchen und Schnitzel, die man im Supermarkt kaufen konnte, meist von weniger bekannten Firmen wie Garden Gourmet, Veggielife oder Wheaty. Diese Produkte werden nun von der bekannteren Konkurrenz aus den Regalen gedrängt. Diese Tatsache, verbunden damit, dass die neuen Produkte oftmals vom Vegetarierbund empfohlen werden, führt dazu, dass der Geschäftsführer von Topas (dem Hersteller der Wheaty-Produkte) nun wutentbrannt seinen Austritt angekündigt hat. Details dazu kann man hier lesen.



In der Tat sind auch mir die neuen Marktteilnehmer nicht sonderlich sympathisch, allerdings kann man lange darüber streiten, ob der Markteintritt etablierterer Anbieter nicht vielleicht doch langfristig dem Tierschutz dient (so sieht es der Vegetarierbund)- auf dieser Seite hat jemand die Pro- und Contra-Argument sehr gut zusammen gestellt.

Kommen wir aber zu meiner aufregenden neuen Blogreihe, in der ich nach und nach Würstchen von "Fleischmarken" vorstelle. Beginnen wir mit Meica, den Herstellern von Würstchenprodukten wie "Bratmaxe" oder "Curry King". Informiert man sich bei Wikipedia über die Firma, erfährt man, dass Meica wegen illegaler Preisabsprachen bereits Ärger mit dem Kartellamt hatte und abgesehen von Nährwertangaben zu seinen Produkten keinerlei Informationen herausrückt. Nicht mal zu den Bioprodukten lässt sich irgendetwas in Erfahrung bringen. Aus Tierliebe macht diese Firma also sicher nichts Vegetarisches.



Und wie war nun unsere geschmackliche Auseinandersetzung mit dem vegetarischen Bratmaxe? Absolut enttäuschend. Die Würste schmecken, als wären bei der Zubereitung die Gewürze vergessen worden. Der "Bratmaxe Veggie Griller" kommt mir ganz sicher nicht noch einmal ins Haus. Der Vollständigkeit halber: Eine 180-Gramm-Packung kostet 2,89 Euro. Neben Soja ist auch Hühnereiweiß enthalten.

Hier die anderen Teile der Reihe:

Das Fleisch-Imperium schlägt zurück (2): Veggie-Zwerge von Gutfried
Das Fleisch-Imperium schlägt zurück (3): Bruzzzler Veggie von Wiesenhof
Das Fleisch-Imperium schlägt zurück (4): Vegetarische Mühlen Bratwurst von Rügenwalder Mühle





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