Gesehen: Mai 2018

Während in meinem Haushalt noch Unentschlossenheit vorherrscht, was die Zukunft unseres Sky-Abonnements betrifft (Sky hat soeben eine neue Software veröffentlicht, die es unter anderem ermöglicht, Serienfolgen direkt hintereinander abzuspielen - bei Amazon Prime und Netflix eine absolute Selbstverständlichkeit - und möchte dafür nun gerne monatlich 10 Euro mehr bekommen), habe ich Netflix nun erst einmal behalten.

Dort sah ich im Mai dann Star Trek: Discovery - die erste neue Serie dieses Universums seit 2005 (und Star Trek: Enterprise, die Serie davor, habe ich nie gesehen).

Da ich in meiner Studienzeit viel Prokrastinationszeit damit verbracht hatte, sowohl Star Trek: The Next Generation als auch Star Trek: Deep Space Nine anzusehen und außerdem etwa die Hälfte der existierenden Kinofilme kenne, dachte ich, mich leidlich gut in diesem Universum auszukennen. Discovery spielt allerdings zehn Jahre vor der Ur-Serie Star Trek (also der mit Kirk und Spock), und auch wenn ich diese als Kind natürlich gesehen habe, sind meine Erinnerungen daran mittlerweile recht blass. Anderes aus späteren Filmen und Serien habe ich wohl schlicht vergessen.


Anders als in anderen Serien des Universums ist Michael Burnham, die weibliche Hauptfigur von Discovery, kein Kapitän. Als wir sie kennenlernen, ist sie Erster Offizier des Raumschiffs Shenzhou und erlebt dort den Ausbruch des Kriegs der Föderation gegen die Klingonen - manche denken auch, dass sie ihn ausgelöst hat. Wegen ihres Verhaltens auf der Shenzou landet Michael zunächst als Meuterin im Gefängnis, um nur wenig später durch einen Zufall bei einem Gefangenentransport auf der USS Discovery zu landen - wo deren unkonventioneller Kapitän Lorca sie kurzerhand wieder ins  Sternenflotten-Personal aufnimmt.

Während es an diesem Punkt für kurze Zeit so scheint, als würde Discovery sehr bekannte Handlungsmuster verfolgen - einige Folgen lang erlebt die Besatzung jede Woche ein neues Abenteuer, wie das eben auch Kirk, Spock, Scottie und Uhura taten - entfaltet sich schnell ein größerer Handlungsbogen, der auch diverse Ereignisse aus den ersten Folgen wieder aufgreift. Ich persönlich wurde immerhin zweimal sehr von plötzlichen Wendungen in der Handlung überrascht.

Vieles hätte man als Zuschauer aber sicherlich erschließen und vorhersagen können, wenn man sich besser als ich mit dem Star Trek Universum ausgekannt hätte - so war für mich ein Sprung des Raumschiffs in ein Paralleluniversum, in dem die Menschheit alle anderen Völker ihrer Galaxie unterworfen hat, völlig unerwartet - tatsächlich kommt das "Imperium" aber recht häufig in diversen Star Trek Serien vor und war mir schlicht nicht im Gedächtnis geblieben.


"Macher" der Serie ist übrigens Bryan Fuller, den ich sowohl von Hannibal als auch von Pushing Daisies kenne und schätze - glücklicherweise sind die Dialoge in Discovery jedoch etwas zielführender als die gegen Ende der Hannibal-Serie...

Ein "Problem", für das ich allerdings keine Lösung vorschlagen kann, ist natürlich, dass man Discovery in jeder Szene ansieht, dass die technischen Möglichkeiten um ein Vielfaches besser sind als bei der zehn Jahre später spielenden Enterprise... die Uniformen, die Ungeheuer, die technische Ausrüstung, die Klingonen... die Figuren wären sicher überrascht, zu erfahren, wie ramschig das alles in zehn Jahren aussehen wird!

Mich hat Discovery sehr gut unterhalten, und ich freue mich, dass es eine zweite Staffel geben wird.

Keine Kommentare:

Powered by Blogger.