Ich muss ein Geständnis machen: Diese Kategorie habe ich versiebt. Als ich vor knapp einem Jahr damit begann, die Fragenliste des Bücherfra...

Bücherfragebogen (30): Warum zur Hölle wurde dieses Buch noch nicht verfilmt?


Ich muss ein Geständnis machen: Diese Kategorie habe ich versiebt. Als ich vor knapp einem Jahr damit begann, die Fragenliste des Bücherfragebogens durchzusehen, überlegte ich mir bereits bei den ersten paar Einträgen, welches Lieblingsbuch ich später wo "unterbringen" könnte - man will ja keinen Favoriten übersehen und dann auslassen müssen. Im großen und ganzen habe ich mich an diesen Plan auch gehalten.

Für die Frage nach der noch nicht existierenden Verfilmung hatte ich mir aber Making History (Geschichte Machen) von Stephen Fry ausgesucht. Das Buch über Handlungen, deren Konsequenzen und Paralleluniversen, in denen Hitler nie gelebt hat, wäre in meinen Augen auch nach wie vor ein guter Kandidat für einen Film oder eine Miniserie. Nur habe ich den Roman bereits in der Kategorie "Ein Buch von deinem Lieblingsautor" untergebracht. Dumme Sache, aber ich kenne ja noch andere Bücher.

Und so entschied ich mich frohen Mutes für The Night Watch (Die Frauen von London lautet der ziemlich doofe deutscher Titel) von Sarah Waters.

Waters "Markenzeichen" als Autorin sind lesbische Figuren, und so sind auch in diesem Roman gleich einige der Protagonisten homosexuell. Die Handlung des Romans beginnt in der unmittelbaren Nachkriegszeit und geht dann Schritt für Schritt zurück in die Vergangenheit. Zu Beginn der Geschichte lernt man die vielfach scheinbar unverbundenen Figuren kenne, die allesamt eher unglücklich zu sein scheinen: Die eine macht ziellose Spaziergänge, eine andere führt eine für sie offenbar unbefriedigende Beziehung, ein sensibler junger Mann leistet Zwangsarbeit und eine junge Frau hängt obsessiv an ihrer Geliebten.

Was allen diesen Menschen im Krieg passiert ist, erfährt man durch die Rückschritte der Handlung, ebenso klären sich die Verbindungen zwischen ihnen langsam auf. Und all das ergibt eine spannende Geschichte, ein plausibles Bild vom kriegsverwirrten London und Charaktere, an die man noch lange denken muss.

Eigentlich hatte ich also einen prima Kandidaten für diese Kategorie gefunden. Und dann? Las ich, dass es mittlerweile eine BBC-Verfilmung gibt. Immerhin kenne ich sie nicht, aber einen Trailer habe ich gefunden. Und gebe hiermit die Suche nach verfilmenswerten Büchern auf ...

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