My Year In Lists (13): Bücher


An dieser Stelle schreibe ich in den letzten Jahren gefühlt immer dasselbe: Auch 2025 war ein suboptimales Lesejahr bei mir, weshalb meine Top 5 ehrlich gesagt auch wenig Aussagekraft haben (böse zungen würden Ähnliches zu den Alben äußern). Laut Goodreads habe ich 2025 15 Bücher vollendet, davon aber 8 als Hörbuch. Die Plattform erinnert mich ebenfalls daran, dass ich in meinem Beitrittsjahr 2013 ganze 35 Bücher geschafft habe! 2014 wurde mit39 der bisherige Höhepunkes dürfte definitiv genug Top-5-Auswahl übrig geblieben sein. 

Wieder einmal bin ich angesichts dieser Misere voller guter Vorsätze und lese aktuell parallel gleich zwei Bücher - keine Ahnung, ob das nun eine gute Idee ist!

5. Thilo Mischke: Die Isländer, die Elfen und ich



Das Buch gehörte zur Island-Vorbereitung (aktuell bereite mein Haushalt eine Namibia-Reise vor, ich hoffe schon sehr, dass ich in einem Jahr an dieser Stelle mangels Alternativen nicht den Witzroman Hummeldumm von Tommy Jaud aufführen muss, den ich aktuell nochmals wegen der dort geschilderten Reiseroute lese).* 

In dem (aus meiner Sicht) ziemlichen Durcheinander der Kapitel wird auf jeden Fall deutlich, dass Mischke Island sehr liebt, und manche Schilderungen - etwa die erfolglose Suche nach geheimen heißen Quellen - haben mein Islandbild ein wenig geprägt. Hier schrieb ich schon zu dem Buch.


4. Andrew Cartmel: Death in fine Condition



Wer hätte gedacht, dass die Jagd nach seltenen Taschenbüchern ein derart gefährliches Geschäft ist? Cordelia führt ein recht egozentrisches Leben und zielt mit ihrem Lebensunterhalt - dem Kauf und Verkauf seltener Bücher - eigentlich nur auf maximalen Gewinn bei minimalem Arbeitseinsatz. Als sie durch Zufall ein ganzes Regal voller extrem wertvoller Bücher entdeckt, wagt sie sich sogar an einen Einbruch, hat sich hier aber definitiv das falsche Opfer ausgesucht. Hier habe ich den Roman bereits vorgestellt.


3. Ben Aaronovitch: The Masquerades of Spring



Ben Aaronovitch schafft in seinem Erzähl-Universum rund um Rivers of London immer mehr Nebenstränge und schreibt mit dieser Novelle seinen ersten historischen Roman (nehme ich zumindest an). Hauptfigur und Erzähler ist Augustus Berrycloth-Young, der in den 1920er Jahren von London nach New York emigriert ist und hier ein weitgehend sorgloses Leben als Besucher von Jazzclubs führt.

2. Saša Stanišić:  Herkunft


Das mit Abstand "literarischste" Buch auf meiner diesjährigen Liste, deren Buntheit sich vielleicht auch darin zeigt, dass Stanišić zu den Kulturschaffenden gehört, die sich gegen Thilo Mischke (Rang 5) als Moderator von "Aspekte" eingesetzt hatten.

In Heimat geht es - in Romanform - um Stanišić selbst, seine Vorfahren und seine eigenen Erfahrungen als Kriegsflüchtling in Heidelberg, aber auch immer wieder um seine Verwandten in der Heimat - und auch um den Wunsch des Erzählers, Schriftsteller zu werden, den er schließlich erfolgreich umsetzt. Hier habe ich mehr dazu geschrieben.


1. Roz Chast: Können wir nicht über was anderes reden?



Ein Graphic Novel auf Platz 1! Roz Chast erzählt bewegend über ihr Verhältnis zu ihren Eltern, um die sie sich kümmert, als diese für ein unabhängiges Leben zu alt und zu krank werden. Das nicht unproblematische Verhältnis insbesondere zur Mutter spielt dabei ebenso eine Rolle wie diverse organisatorische und auch finanzielle Probleme. Auch die Vergangenheit der Eltern, beispielsweise ihr Kennenlernen, wird erzählt.

Ich fand die Geschichte sehr ehrlich und berührend, was ich hier länger ausgeführt habe.



* Geht aber nicht, das Buch war nämlich 2013 schon in den Charts.

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