Im Bereich Bratwürstchen ist das vegetarische / vegane Angebot mittlerweile geradezu unübersichtlich groß. Nachdem ich im letzten Test , der...

Fleischeslust: Der Kampf der Bratwürstchen kehrt zurück

Im Bereich Bratwürstchen ist das vegetarische / vegane Angebot mittlerweile geradezu unübersichtlich groß. Nachdem ich im letzten Test, der gerade einmal drei Monate her ist, zwei wirklich sehr gute Würstchen entdeckt hatte, wurde ich bei einem weiteren Besuch im veganen Markt Veganz mit Produkten konfrontiert, die ich noch überhaupt nie gesehen hatte. Was macht man da? Testen natürlich!

Von der Marke Wheaty, die bereits einen der letzten Testsieger beigesteuert hatte, wählte ich dieses Mal das Produkt "Thüringer", das ich in anderen Märkten noch nie gesehen hatte.


Noch völlig unbekannt war mir die Marke "Tofurky", von der Veganz eine ganze Reihe Produkte im Angebot hat. Beim Nachforschen stellte sich heraus: Tofurky gibt es in Deutschland bislang exklusiv bei Veganz. In den USA scheint die Marke aber ziemlich groß zu sein, denn anders könnte ich mir die bestehende Produktvielfalt nicht erklären.


Und zuletzt ging noch eine Wurst aus Tofu ins Rennen: "Geräucherte Tofu-Würstchen" von Lord of Tofu.



Den Kassenzettel von Veganz habe ich zwar extra aufgehoben, um über die Preise berichten zu können, jetzt ist er aber doch verschwunden. Laut Internet kosten die Thüringer (200 g) 3,69 Euro, die Tofuwürstchen (120 g) 2,19 Euro. Tofurky gibt es im Netz natürlich nicht zu kaufen, ich glaube aber, die Importwürstchen waren die teuersten.*

Schon im Rohvergleich machten die Tofu Smokies keinen sonderlich wurstartigen Eindruck. Das bestätigte sich nach der Zubereitung: Die "Würstchen" schmeckten genau wie Tofu (nicht einmal wie Räuchertofu), den jemand in Wurstform gepresst und braun angemalt hat. Völlig geschmacklos. Keiner der beiden Tester ließ sich überreden, die übrige dritte Wurst zu verzehren, so dass diese letztlich im Müll landete.

Der Verzicht war nicht schwer, und das Urteil gegen den Herrn des Tofus fiel so hart aus, weil die beiden anderen Kandidaten so extrem gut schmeckten. Die Thüringer von Wheaty könnte man durchaus auf eine "normale" Grillparty schmuggeln, ich bin sicher, sie würden dort nicht negativ auffallen. Die Tofurky-Würstchen waren vor allem in der Konsistenz so "fleischig", dass ich mir beim Essen ins Gedächtnis rufen musste, dass sie ja aus einem veganen Laden stammten - ich hatte also definitiv nicht bei Alnatura daneben gegriffen und die "echten" Würstchen erwischt. Beeindruckend. Kann und sollte man kaufen.


* Update nach Blick auf den Kühlschrank (vergleiche Kommentar): Smokies 2,69 Euro, Thüringer 3,65 Euro und Tofurky stolze 4,49 Euro.

1 Kommentar:

  1. Aus gut unterrichteter Quelle weiß ich, dass der Kassenzettel an deinem Kühlschrank befestigt wurde, damit du ihn nicht verlierst.
    ;-)

    AntwortenLöschen