Ge-, äh, Verkauft: Mai 2019

by - Juni 12, 2019

Ja, was habe ich im Mai so gekauft? Im Bereich Ausgaben liegt vermutlich Essen ganz vorne, denn Lebensmittel und Restaurants sind in den USA tendenziell teurer als in Deutschland. Sonderlich interessant ist das aber nicht. Ich habe im Mai aber auch etwas verkauft, also erzähle ich stattdessen davon.

Wie bereits berichtet, habe ich mir ein neues MacBook Air geleistet, und im Bestellprozess (ich kaufte direkt im Apple Store) poppte die Frage auf, ob ich mein bisheriges MacBook in Zahlung geben wolle. Nachdem selbiges nicht mehr in einem Zustand war, in dem man es guten Gewissens anderweitig verkaufen könnte, gefiel mir der Vorschlag sehr gut. Ich sollte 253 Euro bekommen.

Wenige Tage nach meiner Onlinebestellung bekam ich einen Versandkarton geliefert, verbrachte einige Stunden damit, alle meine Daten ordnungsgemäß vom alten Rechner zu entfernen und verpackte ihn samt Netzteil. Der Versand an sich war kostenlos, allerdings musste man mein Paket zu einer UPS-Abgabestelle bringen - von denen gibt es gar nicht einmal so viele. Aber das Problem ließ sich lösen, mein MacBook machte sich auf die Reise.



Ich hörte etwa vierzehn Tage lang nichts, dann meldete sich der britische Subunternehmer, der sich für Apple um die Altgeräte kümmert: Mein MacBook sei nun angekommen, und eine Prüfung habe zu einer Änderung des ursprünglich zugesagten Preise geführt: Man biete mir nun 0 Euro.

Ich hatte die Möglichkeit, dieses „Angebot“ anzunehmen oder abzulehnen und tat wütend letzteres: Zwar sah ich auch keine andere Möglichkeit, meinen alten Laptop loszuwerden, aber diese Masche erschien mir doch sehr frech, zumal keinerlei Grund für die „Wertänderung“ angegeben worden war. Der Rückversand klappte dann auch problemlos, wenige Tage später war das Paket wieder bei mir - und da ich nicht wusste, wie es weiter gehen sollte, ließ ich es erst einmal verschlossen.

Meine weitere Woche später erhielt ich einer weitere, offensichtlich schlecht vom Englischen ins Deutsche übersetzte, E-Mail: Die Bewertung meines MacBooks sei ein Fehler gewesen, man biete mir an, das Gerät ein weiteres Mal einzuschicken und mir den ursprünglich zugesagten Betrag zu überweisen. Wenn ich einverstanden sei, solle ich einfach einen für mich passenden Abholort und -termin angeben.

Ende gut, alles gut? Ich nannte den folgenden Montag als Abholzeit und meine Arbeitsstelle, wo sich das Paket immer noch befand, als Ort. Selbst fuhr ich allerdings am nächsten Tag in Urlaub und konnte selbst die weiteren Ereignisse nicht mehr vefolgen.

Es gab aber zunächst auch keine: Das Paket wurde nicht abgeholt, und ich erhielt auch keine Nachricht mehr. Als ich aus dem Urlaub nachhakte, erhielt ich als Antwort, der vergangene Montag sei in Großbritannien ein Feiertag gewesen, weshalb eine Abholung nicht machbar gewesen sei (Hä?). Offensichtlich hatte man mir deshalb auch nicht absagen oder sonst irgendwie antworten können.

Ich beschloss dann, als weiteren Abholtermin einen zu nennen, der eine ganze Woche in der Zukunft lag, und oh Wunder: Obwohl ich auch bei diesem Versuch sehr lange auf eine Rückmeldung warten musste, erhielt ich tatsächlich einen Paketaufkleber, es kam am fraglichen Tag wirklich jemand zum Abholen und am besten: Das Geld habe ich auch erhalten.

Eine etwas schwere Geburt, und wenn man googlet, stellt man schnell fest, dass ich nicht als einzige ein paar Schwierigkeiten mit dem genannten Apple-Subunternehmer hatte. Aber letztlich gab es ja doch irgendwie ein Happy Ending.

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