TVLab 2012 (7): Wahr oder Was?

U.

Nun ist es schon wieder Geschichte, gestern lief die letzte Folge des ZDFneo TVLabs, und heute nachmittag fiel die angesichts der bisherigen Punkteverteilung wenig überraschende Entscheidung: Deutsches Fleisch hat gewonnen und geht in Serie. Hier steht aber noch die Vorstellung der letzten Probefolge aus:
Moderator Fero Andersen und seine Kandidaten Rebecca und Oliver spielen sich durch sechs Zimmer eines Düsseldorfer Hotels. Hier sitzen Menschen aus ganz Deutschland, die ganz besonders schräge Geschichten zu erzählen haben. 30 Sekunden haben die Kandidaten Zeit, um ihrem Gegenüber auf den Zahn zu fühlen. Dann müssen sie sich entscheiden: Stimmt die Geschichte wirklich oder ist sie frei erfunden?


Die Kandidaten gehen mit dem Moderator also durch verschiedene Hotelzimmer, treffen dort jeweils auf eine neue Person mit einem ungewöhnlichen Beruf, Hobby oder Erlebnis, sehen einen kurzen Beitrag dazu und dürfen dann nach einem 30-sekündigen Kreuzverhör entscheiden, ob sie die Geschichte glauben oder nicht. Haben sie Recht, bekommen sie sofort 100 Euro, liegen sie falsch, geht das Geld an den vorgestellten Hotelgast. Am Ende treten alle gesehenen Gäste noch einmal an, denn einer von ihnen hat ein weiteres "Geheimnis", das es zu erraten gilt - bei Erfolg können die Kandidaten ihren bisherigen Gewinn verdoppeln, aber auch alles verlieren.


Kommt es mir nur so vor, oder gab es diese Art Sendung schon circa tausend Mal? Insbesondere die Rateshow Sag die Wahrheit des SWR (deren Konzept ursprünglich aus den USA und dem Jahr 1956 stammt und bereits 1959 im deutschen Fernsehen lief) scheint hier das Vorbild zu sein. Innovationspunkte gewinnt Wahr oder Was? also schon einmal nicht.


Die Abhandlung von sechs verschiedenen Themen in einer halben Stunde führte zu einer etwas hektischen Atmosphäre, die Geschichten über eine Star Wars-Kampfschule, Fichtenholzdildos, Motorradfußball, Schneckenkosmetik, eine von Ashton Kutcher finanzierte App und eine Madenwurst im Restaurant von Dschungelkönig Peer Kusmagk waren teils ganz interessant, aber auch nicht extrem spannend. Insgesamt fehlt der Sendung, ohne dass sie unprofessionell oder unausgereift wirkt, ganz klar das gewisse Etwas.





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