My Year In Lists (6)

U.

Bücher

2012 war für mich ein gutes Lesejahr, ich habe etliche interessante Bücher und Autoren entdeckt. Darüber hinaus war 2012, zumindest in Bezug auf die unten stehenden Top 5, auch ein unglaublich günstiges Lesejahr, für diese Bücher habe ich nämlich, wie mir eben erstaunt klar wurde, insgesamt 99 Cent bezahlt.

5. Die Flüsse von London - Ben Aaronovitch

Ein Geschenk, dessen Lektüre ich ein wenig besorgt entgegen sah, da sich der Klappentext ein wenig nach Harry Potter-Abklatsch anhörte. Tatsächlich ist der Roman (der den ersten in einer Reihe von bislang drei Bänden darstellt) aber gleichermaßen originell wie unterhaltsam. Ein junger Polizist entdeckt eines Tages, dass er zaubern kann, und wird daraufhin in eine spezielle Abteilung versetzt, die sich ausschließlich mit übernatürlichen Verbrechen beschäftigt. Die Verknüpfung des gegenwärtigen London, des regulären Polizeialltags und der magischen Parallelwelt funktioniert dabei ausgesprochen gut. Band zwei kenne ich ebenfalls, auf Band drei freue ich mich schon.



4. 1Q84 - Haruki Murakami

Es war mir stets ein wenig peinlich, noch nie etwas von Murakami gelesen zu haben. Dank amazon, die die Kindle-Version der ersten beiden Bände von 1Q84 irgendwann verschenkten, hat sich das nun endlich geändert. Zunächst wusste ich überhaupt nicht, wie dies seltsame Geschichte über eine einsame Auftragsmörderin, einen traumatisierten Ghostwriter, eine geheimnisvolle Autorin und eine seltsame Sekte mit mir hinwollte, aber irgendwann zog sie mich dann doch völlig in ihren Bann. Und seitdem bin ich immer leicht beruhigt, wenn ich am Nachthimmel nur einen Mond sehe.



3. Tschick - Wolfgang Herrrndorf

Tschick des leider schwer kranken Wolfgang Herrndorf erzählt eine Geschichte, die man so oder ähnlich schon aus etlichen Filmen kennt: Zwei Jungen, Außenseiter, wissen in den Sommerferien nichts mit sich anzufangen und beschließen, mit einem geklauten Auto durch die Gegend zu fahren. Unterweg begegnen sie vielen seltsamen Menschen, geraten in Gefahren und werden letztlich erwachsener. Diese Variation des bekannten Themas entpuppte sich als überaus lesenswert, zumal die konkreten Ereignisse dann doch sehr unerwartet sind.



2. The Sense of an Ending - Julian Barnes

Julian Barnes ist ein Autor, bei dessen Werken mich stets der Verdacht beschleicht, dass ich sie nicht wirklich begreife. The Sense of an Ending, das ich geschenkt bekam, ist aber ein erfreulich einfach verständlicher Roman, zumindest für Barnes-Verhältnisse. Es geht um Lebenslügen und unterschiedliche Versionen von Erinnerungen an die Vergangenheit - eine Geschichte, die lange im Gedächtnis bleibt und einen auch anregt, eigene Erinnerungen hinsichtlich ihrer Objektivität zu hinterfragen.



1. A Visit from the Goon Squad - Jennifer Egan

Jennifer Egans Episodenroman über lose verknüpfte Figuren auf verschiedenen Zeitebenen erinnert in seiner gleichermaßen komplexen wie dann doch durchschaubaren Struktur an David Mitchell - was in aus meinem Mund stets ein Kompliment ist. Es ist schwer, zu erklären, worum es im Werk als Ganzes geht: Letztlich wohl einfach ums Altern, die Tatsache, dass Lebenswege häufig anders verlaufen, als man das hätte erwarten können und die Endlichkeit von allem. Ein tolles Buch, für das man durchaus viel mehr ausgeben kann als die 99 Cent, die es als Sonderangebot kostete.




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