Eigentlich müssten Ben und Jerry - oder ihr Verleger - sich einmal erkenntlich zeigen. Denn in meinen bisherigen Eis-Beiträgen waren mit nur...

Eisblog (8): Schokolade und Cherry Garcia

Eigentlich müssten Ben und Jerry - oder ihr Verleger - sich einmal erkenntlich zeigen. Denn in meinen bisherigen Eis-Beiträgen waren mit nur einer Ausnahme alle Rezepte aus ihrem Eis-Rezeptbuch. Das sollte ihnen als Werbung doch etwas wert sein?

Mir aber auch, denn das Buch war sehr billig, und die Rezepte sind toll. Meistens. Was wir aber als Cherry Garcia, eine Sorte, die man auch als Fertigpackung im Supermarkt kaufen kann, produziert haben, gefiel uns nicht sonderlich. Zum Sahne-Milch-Eier-Gemisch, auf dem ja fast alle Sorten basieren, kamen dieses Mal Schokostückchen und Kirschen aus dem Glas - das Rezept empfiehlt frische, erlaubt die konservierte Variante aber ausdrücklich, wenn man sie ordentlich abtropfen lässt.

Das Ergebnis konnte dennoch nicht überzeugen: Das Eis an sich war lecker, aber recht geschmacksneutral, und die Kirschen stellten eher Fremdkörper da, als dass sie die Sache interessanter gemacht hätten. Das einzige Highlight waren somit die Schokosplitter, und das Eis als Ganzes nicht der Rede wert.



Gut, dass wir von Anfang an geplant hatten, zwei Sorten zuzubereiten. Schon vom Rezept her war unser erstes Schokoladeneis ein wenig anders als vorherige Sorten, hier muss man sich nämlich zuerst zwischen Bens und Jerrys Lieblingsrezept entscheiden und dann in jedem Fall ein wenig kochen. 

Für Jerrys Variante musste ich zunächst eine kleine Menge Bitterschokolade im Wasserbad schmelzen und dann erstaunlich viel Kakao unterrühren - angesichts der Mengenverhältnisse könnte man eher von Kneten sprechen. Den entstandenen Klumpen sollte ich dann, immer noch im Wasserbad, nach und nach in Milch auflösen, was sich als etwas schwierig erwies - ganz glatt wurde das Ergebnis nicht.

Diese Mischung musste dann abkühlen, wurde dann mit Eiern, Sahne und Zucker vermischt und kam dann in den Kühlschrank. Erst nach einigen Stunden konnte die Eismaschine angeworfen werden, produzierte aber zur Belohnung ein für ihre Verhältnisse ziemlich festes Eis. Geschmacklich ließ das Ergebnis nichts zu wünschen übrig, es war unglaublich schokoladig. Beim nächsten Mal würde ich vielleicht noch kleine Schokostückchen hinzufügen, ansonsten gab es rein gar nichts zu meckern.

Auch bezüglich Haltbarkeit hat das Schokoladeneis die Nase vorn: Nach einer Woche Lagerung schmeckt es immer noch gut und ist verhältnismäßig weich, während Cherry Garcia zu einem soliden Block gefroren ist.


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