Der April war ein guter Beispielmonat für meine aktuelle Zerrissenheit in Bezug auf Konsum. Anfang des Monats fand die zweimal jährlich von ...

Gekauft: April 2018

Der April war ein guter Beispielmonat für meine aktuelle Zerrissenheit in Bezug auf Konsum. Anfang des Monats fand die zweimal jährlich von der Zeitschrift Glamour veranstaltete Shopping Week statt - die Zeitschrift erscheint mit einer Pappkarte, gegen deren Vorlage eine große Zahl Geschäfte zum Teil beachtliche Rabatte gewährt.

In echten Geschäften kaufte ich nur ein paar Sachen, aber irgendwann beschloss ich, mir mit Hilfe der Rabatte auch Schuhe zu bestellen, ließ mir diverse zur Auswahl liefern und schickte letztlich, da alles irgendwie nicht passte, alle wieder zurück - und ärgerte mich über mich selbst, weil ich eigentlich nicht mehr so viel nach Hause bestellen will, und auch sowieso nicht mehr so viel kaufen, beziehungsweise nur Dinge, die ich wirklich brauche oder die mich zumindest wirklich erfreuen. Außerdem ist diese ganze Hin- und Herschickerei sowieso Mist. Und gerade bei Schuhen ließe sich Passform und Aussehen in einem Geschäft eigentlich viel leichter klären.


Zum schlechten Gewissen trug dann zusätzlich ein Online-Test bei, mit dessen Hilfe man seinen ökologischen Fußabdruck ermitteln kann. Ich hatte eigentlich erwartet, als nicht Auto fahrende Vegetarierin ganz gut aufgestellt zu sein, aber es zeigte sich, dass ich zu groß und zu warm wohne, zu viel wegwerfe und dass wöchentlich 1000 Kilometer Bahnfahren auch nicht so toll ist.

Zur Gewissensberuhigung im Kleinen kaufte ich aber auch etwas, nämlich wiederverwendbare Netze für den Obst- und Gemüseeinkauf im Supermarkt - zukünftig benutze ich immer dieselben Beutel und brauche keine Plastiksäcke zum Wegwerfen mehr. Und schon ist der Fußabdruck einen Zehntel Millimeter kleiner.

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