Trotz phantastischen Wetters - oder vielleicht gerade deshalb, häufig war es ja zu heiß, um draußen zu sein - sah ich im Juli einen ganzen H...

Gesehen: Juli 2018

Trotz phantastischen Wetters - oder vielleicht gerade deshalb, häufig war es ja zu heiß, um draußen zu sein - sah ich im Juli einen ganzen Haufen Serien, etwa die zweite Staffel von GLOW (toll) und die jeweils erste von Glitch und Penny Dreadful (beide gut, alle auf Netflix).

Nachdem ich aber fast nie einen Kinofilm sehe, der neu im Kino ist, nutze ich für diesen Monatsrückblick diese seltene Gelegenheit und schreibe über Ant Man and the Wasp.


Wie beinahe immer ging ich mehr oder weniger unvorbereitet ins Kino, kannte aber sämtliche vorausgegangenen Filme des Marvel Cinematic Universe. Das war auch keine schlechte Voraussetzung, denn anders, als ich erwartet hätte, setzt dieser zweite Ant Man Film nicht am Ende des vorausgegangenen an. Scott Lang steht stattdessen mittlerweile wegen einer Straftat unter Hausarrest, mit den van Dynes hat er keinen Kontakt mehr. Grund für beides ist sein Kurzauftritt in Captain America - Civil War. Sein Kampfeinsatz an der Seite von Captain America war ein Verstoß gegen das Sokovia-Abkommen, was für ihn zu Hausarrest führte, während die van Dynes durch Flucht einer Bestrafung entgehen konnten und nicht mehr gut auf Scott zu sprechen sind.

Das ändert sich, als Scott über einen Traum eine Nachricht von Janet van Dyne erhält, die seit 1987 in der Quantenebene feststeckt - von der ihr Mann und ihre Tochter stets dachten, man könne sie nicht verlassen, die Scott im ersten Teil aber betreten hatte und entkam. Für den restlichen Film arbeiten alle drei also wieder zusammen, um Janet zu befreien, während sich eine ganze Gruppe an Gegnern auftut: Das FBI, das Scott überwacht und an weiteren illegalen Aktivitäten hindern will, ein Gangster namens Sonny Burch, der die Quantentechnologie verkaufen will und eine mysteriöse Frau, die sich unsichtbar machen und durch Wände gehen kann und sich durch dieselbe Technologie Heilung erhofft. Außerdem begegnet Hank van Dyke seinem ehemaligen Partner Bill Foster (ebenfalls ein Marvel-Held, was im Film aber nur gestreift wird) und Scotts Kollegen aus einer aufstrebenden Sicherheitsfirma sorgen, wie schon im ersten Teil, für "comic relief".


Das Ganze sorgt für unglaublich viele Verwicklungen, in denen ständig das riesige Labor, das sich praktischerweise auf Rollkoffergröße schrumpfen lässt, den Besitzer wechselt. Letztlich gelingt die Befreiung der Mutter natürlich, wobei deren Darstellerin Michelle Pfeiffer nicht nur deutlich jünger wirkt als ihre für diese Rolle durchaus angemessenen 60 Jahre, sondern nach 31 Jahren in der Quantenebene jenseits von Raum und Zeit selbige frisch gestylt und im richtigen Alter verlässt, als wäre sie nur kurz beim Einkaufen gewesen.

Insgesamt fand ich den zweiten Ant Man-Film, genau wie seinen Vorgänger, durchaus unterhaltsam und vor allem lustig, ich würde aber auch nicht so weit gehen, zu sagen, dass man diesen Film gesehen haben muss.

Zu erwähnen wäre übrigens, wie beinahe immer bei dieser Art Film, die erste von zwei Post Credit Scenes, die das Ende von Avengers: Infinity War ins Gedächtnis ruft.




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