Burgerkrieg (8): Iglo Green Cuisine Burger


Letzten Donnerstag war ich am frühen Morgen mit meinem Freund im Supermarkt - quasi mein Highlight der Woche, denn ansonsten gehe ich aktuell, abgesehen von kurzen Spaziergängen durch die Natur, virenbedingt nicht nach draußen. Im Supermarkt war natürlich nicht alles wie sonst, so konnte ich weder Mehl kaufen (es gab nicht einmal unpopuläre Sorten wie etwa Dinkelmehl) noch gefrorenen Spinat. Die Einkäufer hatten quasi abgestimmt und den Grünkohl zum unbeliebtesten Tiefkühlgemüse ernannt - die Grünkohl-Päckchen lagen nämlich einsam und allein in der um sie herum annähernd leer geräumten Truhe.

Ebenfalls noch reichlich vorhanden war allerdings Iglos neue Produktlinie "Green Cusine". Unter diesem Produktnamen verkauft Iglo seit Januar Fleischersatzprodukte, und zwar Burger, Hackbällchen, Hack"fleisch" und (laut Internet, im Laden sah ich die Produkte noch nicht) auch "Pulled BBQ Stripes" und Mini-Schnitzel. Außerdem gehören zum Sortiment auch vier verschiedene Fertiggerichte mit Fleischersatz, beispielsweise Chili sin Carne.


Dass die Sachen im ansonsten lückenhaften Sortiment noch vorhanden waren, dürfte zum einen daran liegen, dass die meisten anderen vegetarischen Produkte im Kühlregal zu finden sind und somit kaum jemand im Tiefkühlbereich danach suchen dürfte. Zum anderen sind die Sachen nicht gerade billig: Je nach Produkt bezahlt man zwischen 3,99 und 4,29 Euro. Wir nahmen uns dennoch Burger, Hackfleisch und Bällchen mit nach Hause.

Als Grundzutat kommt bei diesen Prod ukten nicht Soja, sondern Erbsenprotein zum Einsatz - wie bei den tollen Beyond Burgern also - das weckte gespannte Erwartungen. Iglo ist seinerseits mächtig stolz auf die neuen Produkte: Die verwendeten Erbsen stammen aus der EU, die Pappverpackung ist recyclebar, es sind weder Geschmacksverstärker noch Soja noch Palmöl enthalten.



Gestern Abend testeten wir als erstes die Burger. Die Pappverpackung enthält zwei Patties á 100 Gramm, man muss diese nicht auftauen, sondern brät sie in der Pfanne 10 bis 15 Minuten lang an - was ich praktisch finde, denn das rechtzeitige Auftauen gefrorener Lebensmittel vergesse ich regelmäßig. Das Zubereiten sich problemlos bewerkstelligen, und wir bauten die sehr fleischig aussehenden Patties ganz traditionell mit Tomatenscheiben und Salat sowie Ketchup und Senf in einem Burgerbrötchen zusammen, für den Crunch gab es auch eine Schicht aus Tortilla-Chips (einst bei einem Festival gesehen und seitdem häufig nachgemacht).

Schnell stand die Mahlzeit auf dem Tisch, und ich muss sagen, dass die Burger leider nicht sonderlich gut schmeckten. Der Eigengeschmack ist leicht säuerlich und sehr gewürzlastig, wobei ich nicht sagen könnte, mit was genau gewürzt worden war. Für zukünftige Burger würde ich andere Produkte (etwa dieses oder dieses) ganz klar bevorzugen - leider, denn der Ansatz von Iglo gefällt mir an sich sehr gut. Vielleicht könnte der Käpt'n die Würzung auch nochmals überarbeiten.

Spannend ist nun natürlich auch, ob die Hackbällchen und das "Hack" besser abschneiden werden.


Hinweis: Auf meinem Blog gibt es keinerlei Werbung oder Sponsoring, folglich will ich mit meinen Beiträgen auch keine potenziellen Werbepartner beeindrucken und muss nichts dementsprechend kennzeichnen. 

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