Neulich als ich Cakepops machte

U.

Sehr aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht daran, dass ich beim diesjährigen A Summer's Tale-Festival einen Cakepop-Workshop besuchte. Cakepops entstehen, wie ich seitdem weiß, indem man einen fertigen Rührkuchen durch Zugabe von beispielsweise Frischkäse oder Nutella zu einer formbaren Masse vermantscht, aus dieser Kugeln formt und diese dann auf Stäbchen steckt und nach Belieben dekoriert.


Es gibt auch auch Cakepop-Geräte zu kaufen, in denen man, ähnlich wie in einem Waffeleisen, Rührteig-Bällchen gleich als Kugeln ausbacken kann. Einen solchen bekam ich vor kurzem geschenkt und musste natürlich sofort ausprobieren, wie sich nach dieser Methode Cakepops zubereiten ließen.

Der Einfachheit halber arbeitete ich mit dem Rezept, das dem Cakepop-Maker beigelegt gewesen war. Es gibt aber auch jede Menge Variationen im Internet, die es noch auszuprobieren gilt. Die Zubereitung des Teigs war ein Klacks, schon schwieriger aber die Frage, in welcher Höhe man ihn in die Formen einfüllen musste. Man möchte am Ende ja möglichst perfekte Kugeln backen, also sollte ausreichend Teig vorhanden sein. Dieser sollte aber auch nicht über den Rand hinaus treten. Die Tatsache, dass im Rezept nicht vermerkt gewesen war, wie viele Cakepops überhaupt aus den angegebenen Zutaten entstehen sollten, machte die Entscheidung auch nicht leichter (letztlich ergab die Teigmenge zirmlivh genau zwei Füllungen á 12 Kugeln).


Tatsächlich wurde meine erste Ladung Cakepops dann ein wenig flach, die zweite, für die ich den Teig höher als halbkugel-hoch auftürmte, annähernd perfekt. Für die dritte konnte ich dann mit dem Teigrest nur noch zwei Back-Kuhlen füllen, was sich als schlechte Idee entpuppte: Der Teig wanderte beim Aufgehen einfach in die benachbarte Lücke. Wir merken uns also: Im Cakepop-Maker sollten stets alle Kuhlen befüllt werden.

Das Backen ging grundsätzlich schnell und unkompliziert. Allerdings zeigte sich ein kleines Problem, das sich durch das Aufgehen des Teiges ergab: Mit der unteren Hälfte der Form kamen die Cakepops von Beginn des Backvorgangs an in Berührung, mit der oberen dagegen erst, wenn sie schon ziemlich gut aufgegangen waren. Das führte dazu, dass die Pops von unten schon ein leichte Bräunung angenommen hatten, wenn von oben noch perfekte Blässe herrschte. Das lässt sich wohl nicht vermeiden, letztlich ist es aber auch, so lange die Kugeln ganz durchgebacken sind, egal.


Bei den Cakepops im besuchten Cakepop-Workshop bestand die größte Schwierigkeit darin, die Kugeln dazu zu bekommen, an ihren Stielen zu halten. Mit den gebackenen Cakepops funktionierte das deutlich einfacher. Für einen Teil meiner Ausbeute ging ich so vor, wie ich es im Kurs gelernt hatte, und befestigte in einem ersten Arbeitsschritt die Stiele, indem ich sie zunächst in flüssige Kuvertüte tauchte, in die Cakepops steckte und dann erst nach dem Abkühlen mit dem Dekorieren weiter machte. Das erwies sich aber schnell als unnötig, die Stiele hielten auch ohne Kuvertüre gut genug.

Ich bemalte also meine Cakepops mit weißer und dunkler Schokolade und dekorierte anschließend mit bunten Zuckerstreuseln, Krokant und Zuckerherzchen. Die Ausbeute sah allerliebst aus, allerdings zeigte sich beim Probieren, dass sämtliche Esser die nichtbunten Pops bevorzugten. In Zukunft versuche ich mich also wohl eher an Cakepops mit erwachsenerer Deko, beispielsweise mit Kokosflocken, gehackten Nüssen oder Raspelschokolade.



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