Seit meinem ersten Besuch bei der britischen Kette Wagamama bin ich Ramen-Fan. In Frankfurt gibt es seit Jahren neben dem Wagamama-Klon ...

Frankfurt Vegetarisch (23): Takumi


Seit meinem ersten Besuch bei der britischen Kette Wagamama bin ich Ramen-Fan. In Frankfurt gibt es seit Jahren neben dem Wagamama-Klon Moschmosch einige "echte", also japanische Ramen-Restaurants. Diese haben aber leider meist wenig für Vegetarier zu bieten. Traditioneller Ramen hat als wichtigste Zutat nämlich die Brühe, in der die Nudeln serviert werden, und diese wird häufig tagelang gekocht, auf der Basis von Schweine-, Hühner- oder Rinderknochen.

In der Nähe meines Arbeitsplatzes hat sich vor einer Weile Ramen Jun niedergelassen, ein Ramen-Lokal, das stets voll ist und auch ein bis zwei vegetarische Suppen zu bieten hat. Offenbar hat der Standort in unmittelbarer Nähe des japanischen Konsulats aber genug Ramen-Hungrige zu bieten, um ein weiteres Lokal zu füllen, denn letztes Jahr eröffnete wenige Meter entfernt Takumi - eine Filiale eines bestehenden Restaurants aus der deutschen Japaner-Hochburg Düsseldorf.


Takumi habe ich mittlerweile schon öfter besucht, was viel damit zu tun hat, dass man dort, anders als bei der benachbarten Konkurrenz, meistens sofort einen Tisch ergattern kann. Man bekommt im Lokal den Eindruck, es definitiv mit echten Japanern zu tun zu haben, was sich auch darin äußert, dass die Bedienungen (diese sind meistens sehr jung und, so vermute ich es zumindest, temporär angestellte Japaner auf Europareise) manchmal Kommunikationsschwierigkeiten haben. Auch die Speisekarte, die viele andere Gerichte außer Ramen enthält, ist im Ganzen nicht ganz leicht zu verstehen, aber die "vegetarische Seite" stellt sich völlig klar dar: Es gibt im Grunde zwei vegetarische Suppen, eine scharf und mit Erdnüssen, die andere eher mild auf Misobasis. Beide gibt es noch als Luxusvariante mit Tempuragemüse als Topping, was insgesamt eine Liste von vier Suppen ergibt. Die Preise liegen zwischen 13 und 15 Euro.

Ich habe mittlerweile beide Suppen probiert und mag beide sehr. Die Erdnusssuppe ist wirklich scharf, bei den ersten paar Löffeln denke ich jedes Mal, dass ich eine Fehlentscheidung getroffen habe, aber dann wird das Essen leichter - zumal neben der Schärfe auch jede Menge guter Geschmack vorhanden ist. Die Preise liegen viel höher als bei Moschmosch, so dass ich mir nur hin und wieder einen Besuch zur Mittagspause gönne - diesen dann aber mit großem Genuss.

Wer hier isst, bekommt übrigens eine Sammelkarte, auf der man für jeden Besuch einen Stempel erhält, Montags und Donnerstags sogar zwei. Nach zehn Stempeln bekommt man dann eine Portion Gyoza umsonst, nach weiteren zehn ein Ramengericht. Als ich meine zehn Stempel voll hatte, erfuhr ich allerdings zu meiner Enttäuschung, dass es die Gyoza nur mit Fleisch gebe, und ein Ersatzgericht könne man mir auch nicht anbieten. Mittlerweile werden allerdings auch vegetarische Gyoza serviert, so dass ich mein Glück wohl demnächst nochmals versuchen werde.

Takumi ist in der Mendelssohnstraße 44.




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