Bücherfragebogen (28): Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!

U.

Ich finde, dass Ian McEwan - neben einigen Flops – großartige Bücher geschrieben hat. Und das allerbeste davon ist in meinen Augen Atonement (Abbitte). Angesichts dessen war es für mich relativ überraschend, dass die 2007er Verfilmung von Joe Wright bei mir keine absoluten Hassgefühle auslöste. Die Liebesgeschichte wurde genauso umgesetzt, wie ich sie mir sowieso vorgestellt hatte, und auch die beinahe apokalyptischen Szenen am Strand von Dünkirchen wirken im Film annähernd genauso erschreckend wie im Buch. Natürlich fehlt es in manchen Szenen an Ausführlichkeit, aber das lässt sich wohl bei jeder Verfilmung sagen.

Als einzigen Kritikpunkt könnte man vielleicht erwähnen, dass die Besetzung der Cecilia mit Keira Knightley für den unvorbereiteten Kinozuschauer dazu führt, dass sie als die Hauptfigur empfunden wird, während im Buch sehr deutlich wird, dass es sich eigentlich um die Perspektive (und Geschichte) ihrer Schwester Briony handelt. Aber als Briony hätte Knightly sicher nicht gepasst (auch wenn diese Option wohl angedacht war), insofern geht selbst das in Ordnung.

Mit einer Inhaltsbeschreibung von Buch und Film tue ich mich einigermaßen schwer - hauptsächlich, weil der umfangreiche erste Teil des Romans an einem einzigen Sommertag spielt, im Rahmen dessen sich einige folgenschwere Missverständnisse ereignen, es ist also einiges nicht so, wie es scheint. Von der Zuverlässigkeit der restlichen Handlung mag ich gar nicht erst anfangen. Ich fände es sehr schwer, darüber zu schreiben, ohne bei jedem Satz "scheinbar" einzufügen, was wiederum einem neuen Leser die Überraschungen verderben würde. Also: Einfach selber lesen.

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