Frankfurt Vegetarisch (10): McDonald's

U.
Ganz früher gab es bei McDonald's einen Gemüse Mäc, also einen vegetarischen Big Mäc. Das war vor meinen vegetarischen Zeiten, so dass ich diesen Burger glaube ich nie probiert habe. Seit etwa zwei Jahren gibt es nun den Veggieburger, mit dem ich persönliche Erfahrungen sammeln konnte, und zwar schlechte. Nachdem es nicht gerade schwierig ist, einen wohlschmeckenden vegetarischen Burger zu kreieren ist mir ein Rätsel, wie es dieses Produkt auf den Markt schaffen konnte und dort nun auch schon seit geraumer Zeit verweilt. Ganz, ganz schlimm.


Um so erfreuter war ich, als McDonald's vor kurzem wieder einmal eine Reihe von (angeblich) kundenkreierten Burgern vorstellte und zu meiner Überraschung erstmalig ein vegetarischer dabei war.  Nachdem Mc Donald's sicherlich keine Massen von vegetarischen Kunden hat, fand ich diesen Schritt gleichermaßen positiv wie mutig, denn ich vermute, dass allein die Beschreibung "vegetarisch" auf nicht wenige typische Kunden schon abschreckend wirkt.

Auf mich natürlich nicht, und so ging ich am Freitag in der Mittagspause gespannt zu McDonald's und bestellte den McBörgerding. Seltsamer Name? Allerdings. Herr Börgerding heißt anscheinend wirklich so und ist ein semibekannter Kölner Musiker, der "seinen" Burger einfach nach sich selbst benannt hat.


Gut, der Name ist komisch, aber da ich erstmalig eines dieser Selbstbedienungsterminals nutzte, in die man seine Bestellung selbst eingibt und mit Karte bezahlt, um dann recht zeitnahe ein Tablett mit dem Bestellten gereicht zu bekommen, musste ich das komische Wort nicht einmal sagen. Was aber konnte der Burger an sich?

Leider nicht viel. Ich hatte bereits im Vorfeld erfahren, dass das "Fleisch" im Falle des McBörgerding aus Falafel besteht. Das hatte mich um so gespannter gemacht, denn Falafel finde ich super. Um so größer die Enttäuschung über das Gebotene: Das Brötchen sieht aus wie ein Bagel, schmeckt aber genau wie jede andere Burgerummantelung bei McDonald's - also nicht gut. Zwischen Unterteil und Falafel scheint sich gar nichts zu befinden, darüber dann noch Salat mit Rucola, Tomate, eine minzige Soße und eine Käsescheibe.


Das Produkt erschien mir unheimlich trocken, und ich entnehme anderen Internetverrissen, dass mein Burger nicht irgendwie missraten war, sondern das einfach so ist. Das Brötchen schmeckte nicht, der Falafel nach nicht viel. Die Soße fand ich ganz in Ordnung, aber es gab zu wenig davon. Den Käse konnte ich geschmacklich überhaupt nicht wahrnehmen. Und der Salatkram - nun, er störte nicht.

Machen wir es kurz: Mein erster McBörgerding war mit Sicherheit auch mein letzter, und Mc Donald's hat nach dem Veggieburger ein weiteres vegetarisches Produkt auf den Markt gebracht, das ich woanders schon tausendmal besser gegessen habe. Schade, dass dieser mutige Schritt so unbefriedigend umgesetzt wurde.

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