Auf diesem Blog wurden wahrlich schon ausreichend vegetarische Würstchen vorgestellt, aber der Markt verändert sich immer wieder. Kürzlic...

Fleischeslust: Bratwürste von GrünGold


Auf diesem Blog wurden wahrlich schon ausreichend vegetarische Würstchen vorgestellt, aber der Markt verändert sich immer wieder. Kürzlich nahm eine der lokalen Rewe-Filialen eine Marke namens GrünGold ins Angebot, eine willkommene Abwechslung, nachdem der Großteil des vegetarischen Kühlregal-Platzes mittlerweile Rügenwalder und Valless gehört. GrünGold hat offenkundig keinen riesigen Konzern im Hintergrund, der die Veggie-Produkte als Nebenlinie betreibt. Zumindest auf der Website ist auch viel Überzeugung im Spiel:
Wir sind davon überzeugt, dass eine fleischlose oder fleischreduzierte Ernährung in Zukunft immer wichtiger wird und möchten, dass möglichst viele Menschen an ihr teilhaben können. Deshalb legen wir bei der Entwicklung und Herstellung unserer Produkte nicht nur Wert auf eine ausgezeichnete Qualität sondern auch auf ein besonders gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
Die Produkte sind außerdem vegan und verzichten auf diverse Zusatzstoffe wie Geschmacksverstärker und Stabilisatoren.



Zum Testen kauften wir uns gleich drei verschiedene Bratwürste, allesamt verkauft in Dreierpacks á 240 Gramm für 2,99 Euro. Die Sorten hießen Seitan Salsiccia, Seitan Currywurst und Seitan Rostbratwurst. Für ein Abendessen hauten wir jeweils zwei der drei Würstchen in die Pfanne, so dass jeder jede Wurst probieren konnte.

Zuerst kam die Rostbratwurst auf den Teller. Sie schmeckte, nun, etwas langweilig, aber durchaus essbar. Die Konsistenz war ein wenig zäh, ansonsten war sie in Ordnung, aber nicht mit erstklassigen Veggie-Würsten vergleichbar. Egal, sowohl die Salsiccia als auch die Currywurst würden ja sicherlich stärker gewürzt sein.


Weiter ging es dann mit der Salsiccia, aber was war das? Statt des erwarteten scharfen Geschmacks, die Verpackung spricht von "mediterran pikant" mussten wir vor allem an einen Weihnachtsmarktbesuch denken - die Wurst schien Nelken, Anis oder beides zu enthalten. Als hätte man, um Zeit zu sparen, seine Wurst gleich in den Glühwein gerührt. Nicht schön. Aber es blieb ja noch die Currywurst.

Curry ist ja nun wirklich eine verlässliche Geschmacksnote, bei der man nicht viel falsch machen kann - dachten wir zumindest - wobei eine klassische Currywurst ja gar nicht besonders gewürzt ist, sondern die entsprechende Sauce mitbringt. Nichtsdestotrotz, Currygeschmack sollte machbar sein - dachten wir. Diese Currywurst hatte aber leider ebenfalls einen seltsamen Beigeschmack, der uns an Waschmittel erinnerte.


Tatsächlich fiel es uns letztlich schwer, die Würste komplett aufzuessen, und ich muss gestehen, dass die jeweils in den Packungen vorhandenen Restwürste es in den folgenden Tagen nicht mehr auf unsere Teller geschafft haben.

Ein paar Tage vorher hatten wir bereits zwei Aufschnitte von GrünGold getestet, diese gefielen uns durchaus besser, konnten sich aber auch nicht an den besten ihrer Konkurrenten messen.

Schade, wie gesagt erfreut es mich durchaus, wenn es auch wieder eine "Indie-Marke" ins Supermarktregal schafft. Nur sollte sie geschmacklich eben auch etwas zu bieten haben.

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