Bücherfragebogen (5): Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest

U.
fün

Ehrlich gesagt ist das eine schwierige Kategorie für mich, denn ich bin keine große Bücher-mehrmals-Leserin. Meistens reizt mich das Neue einfach zu sehr, und auch wenn ich mir bei vielen Romanen vornehme, sie irgendwann nochmals zu lesen: Das passiert meistens nicht.

Die größten Chancen in diesem Bereich haben noch Sachbücher: So ein Kochbuch nimmt man eben nutzungsbedingt immer wieder zur Hand. Ich war auch kurz davor, zu diesem Punkt ein Bild von einem meiner drei Lieblings-Jamie-Oliver-Werke einzustellen, da fiel mir dann doch noch ein Roman ein: Pride and Prejudice (Stolz und Vorurteil) von Jane Austen.

Die Handlung des Romans ist so bekannt, dass ich kaum darüber schreiben mag: Elizabeth Bennet ist eine von fünf Töchtern eines verarmten Landadeligen, die zur Existenzsicherung allesamt schleunigst heiraten müssten. Bei einem Ball lernt sie den stinkreichen Mr. Darcy kennen, und beide können sich auf Anhieb nicht leiden, lernen einander durch verschiedene Zufälle nach und nach dennoch besser kennen - und müssen feststellen, dass sich ineinander gründlich geirrt haben.

Neben der Liebesgeschichte sind es aber, wie immer bei Austen, die glaubwürdigen Personencharakterisierungen, die den Roman so interessant machen - man bekommt eine recht klare Vorstellung davon, wie das Leben als Frau im beginnenden 19. Jahrhundert gewesen sein muss und vor allem, wie wenig Möglichkeiten man hatte, über seine eigene Zukunft zu bestimmen. Und dennoch ist die Handlung andererseits völlig zeitlos, insbesondere die Darstellung des Umgangs der Figuren miteinander und der Gefühle, die sie dabei haben.

Das intelligente und liebenswerte Vorbild der heutigen "Chick Lit" habe ich nicht nur mehrmals im Original gelesen, und ich besitze auch das BBC-DVD-Set der Verfilmung, die ich ebenfalls öfter angesehen habe (und die mir besser gefällt als der ebenfalls nicht schlechte Keira Knightley-Film). Mit diesem Lieblingsbuch stehe ich in der Welt nicht völlig allein da, schließlich dürfte es kaum ein literarisches Werk geben, das mehr Nachahmungen inspiriert hat: Der erste Bridget Jones-Roman, die Bollywood-Komödie Bride and Prejudice... kenne ich alles. Ein Blick auf Wikipedia lässt mich allerdings erkennen, dass mir ein Großteil der Pride and Prejudice-inspirierten Literatur dennoch unbekannt ist. Und den Zombie-Roman, der letztes Jahr hohe Wellen schlug, habe ich bislang auch ignoriert.

2 Kommentare:

  1. eines der wenigen bücher - kinderbücher ausgeschlossen - die ich tatsächlich mehrmals gelesen habe. die pointiert zum ausdruck gebrachten ansichten haben mich schon in der 11. begeistert und tun das bis heute. habe sogar dieselbe ausgabe, bei klassenfahrt in prag erstanden :)

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  2. Das Zombie-Buch ist aber sehr lesenswert! :-)

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