Fleischeslust: Gyros

U.

Die Kandidaten

Einen Kebab-Test gab es hier ja bereits, und wie ich bereits darin erwähnte, ist mir der Unterschied zwischen vegetarischem Gyros und vegetarischem Döner nicht wirklich klar. Im aktuellen Test trat dann aber ein Produkt an, das ich in dieser Art noch überhaupt nicht kannte, nämlich Gyros in Trockenform.

Im Rohzustand wirken beide gleichermaßen unappetitlich
Das Gyros der Firma Davert besteht schlicht aus Sojaschnetzeln, wie man sie auch als Hackfleisch- oder Gulaschersatz kaufen kann. Diese muss man zunächst in heißem Wasser einweichen (wobei sie zu erkennen geben, dass eine Würzmischung und auch Zwiebeln dabei sind), dann werden sie in Öl angebraten.

Das Veggie Gyros von Veggie Life (eine Supermarkt-Nebenmarke des Herstellers Tofutown, der auch die meines Erachtens identischen Viana-Lebensmittel für Bioläden produziert) präsentiert sich dagegen wie bereits aus dem Döner-Test bekannt als Kühlprodukt, das hauptsächlich aus Weizeneiweiß besteht und direkt in die heiße Pfanne darf - besonders lecker wirkte im Grundzustand keines der beiden Gerichte. Das eine wirkte mehr wie Katzenfeuchtfutter, das andere wie Trockenfutter!

So macht sich Davert im Fladenbrot ...
Anders sieht das schon aus, sobald alles angebraten ist und der Serviervorschlag umgesetzt wird: Mit Fladenbrot, Zaziki und Salat sind die Gyros-Assoziationen sofort um einiges stärker. Das Davert-Gyros war für meinen Geschmack zu mild, das von Veggie Life dagegen schon leicht penetrant in seiner Würzigkeit. Bezüglich der Menge bestand ebenfalls ein gewaltiger Unterschied: Die 150 Gramm Sojaschnetzel ergaben zubereitet sicherlich die dreifache Menge Gyros, während die 200 Gramm Gyros von Veggie Life keine weitere Verwandlung erfuhren - im Ergebnis war Davert also um einiges ergiebiger.

... und so Veggie Life

Zum Trockenprodukt muss man noch erwähnen, dass es nicht gerade leicht war, dieses so anzubraten, dass es braun wurde - das funktionierte bei Veggie Life etwas einfacher, auch die Optik im zubereiteten Zustand überzeugte hier etwas mehr. Mein zukünftiger Gyros-Favorit wird wohl keine der beiden Varianten, da haben mir die beiden bereits getesten Kebap-Varianten (noch) besser gemundet. Ich würde aber auch beide Gyrossorten ohne Bedenken noch einmal kaufen.

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