Frankfurt Vegetarisch (19): Chipotle Mexican Grill

U.

Als vor mehr als einem Jahr das Frankfurter Einkaufszentrum Skyline Plaza eröffnete, freuten sich viele vor allem auf die erste deutsche Filiale der US-Kette Chipotle. Während traditionelle Fast Food-Firmen wie Mc Donald's eher ums Überleben ringen, ist das Mexican Fast Food von Chipotle (das früher zum größten Teil Mc Donald's gehörte) ausgesprochen erfolgreich. Die Kette legte großen Wert auf frische, natürliche Zutaten und liegt damit im Trend der Zeit.

Als die deutsche Filiale dann endlich eröffnete, gab es zunächst eine Enttäuschung: Bei Chipotle sollte jedes Essen 9 Euro kosten, das war zwar schön einfach, aber auch ziemlich teuer. Im Food Court des Einkaufszentrums, der sich eine Etage höher befindet, kann man mühelos für 2 Euro weniger speisen - wenn man vegetarisch isst, geht es sogar noch billiger. Bei der Wahl zwischen einem Falafel-Wrap für 4 Euro, Thai-Essen für 5,50 Euro oder einem Burrito für 9 fiel mir die Entscheidung zunächst leicht. Einige Monate später wurden die Preise dann leicht gesenkt, die vegetarischen Essensvarianten kosten seitdem 7,95 Euro, außerdem siegte irgendwann meine Neugierde und ich probierte Chipotle endlich aus.


Das Konzept ist ähnlich wie bei Subway - man entscheidet sich vor einer Theke zunächst für das Grundprodukt (Burrito, Burrito Bowl, Salat, Tacos), dann wird man bis zur Kasse von der Bedienung immer wieder vor die Wahl gestellt, welche Zutaten hinzu gefügt werden sollen: Weißer oder brauner Reis? Schwarze oder Pintobohnen? Fleisch oder Gemüse? Guacamole? Welche Sauce? Käse oder Sour Creme? Das Endprodukt muss dann an der Kasse bezahlt werden. Anschließend deckt man sich mit Servietten und, sofern man möchte, Tabasaco-Sauce ein und sucht sich einen Platz. Neben dem recht düsteren Sitzbereich gibt es auch einige aus meiner Sicht einladendere Außentische.

Für Vegetarier sieht Chipotle in Deutschland übrigens keinen Fleischersatz vor, man bekommt Fajitagemüse und die genannte Guacamole. In den USA dagegen bietet man auch "Sofritas" an, eine fleischähnliche Tofufüllung.


Bei meinem ersten Besuch entschied ich mich für eine Burrito Bowl, quasi den Inhalt eines Burritos ohne die Tortillahülle. Die "Bowl" ist dabei eine Pappschale, was ich etwas befremdlich fand, außerdem sagte mir leider niemand, dass in der vegetarischen Variante die Guacamole bereits enthalten ist - diese kostet normalerweise nämlich stolze 3 Euro extra, so dass ich verzichtete. Meine Burrito Bowl aus der Pappschale ohne Guacamole fand ich dann auch nicht mehr als recht gut, weshalb mich das Preis-Leistungsverhältnis nicht überzeugen konnte.


Irgendwann trieb es mich dann doch wieder zu Chipotle, dieses Mal bestellte ich einen Burrito und erfuhr von dem Guacamole-Deal. Ob es nur an der Avocadosauce lag, vermag ich nicht zu sagen, jedenfalls schmeckte es mir dieses Mal viel besser. Die Bohnen, der Reis, das Gemüse... jeder Bissen schmeckte phantastisch, dabei waren die einzelnen Zutaten aber leicht heraus zu schmecken.

Letztlich ist ein Burrito eine ziemlich große Essensportion (auch wenn sich auf Facebook einige beschwerten, die Portionen in den USA seien großzügiger) und deshalb sicher nicht als tägliches Mittagessen geeignet. Aber hin und wieder ist Chipotle tatsächlich eine angenehme Abwechslung.

Chipotle ist im Skyline Plaza Einkaufszentrum.



2 Kommentare:

  1. Was ist denn der Guacamole-Deal?

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    1. Steht etwas weiter vorne: "außerdem sagte mir leider niemand, dass in der vegetarischen Variante die Guacamole bereits enthalten ist - diese kostet normalerweise nämlich stolze 3 Euro extra"

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