Gesehen: August 2017


Im letzten Beitrag erwähnte ich es schon: Im August sah ich endlich das Finale der Serie Mad Men. Gut, das hätte ich auch bereits 2015 sehen können, wenn ich mir etwas mehr Mühe gegeben hätte - zumal mir die Serie die ganze Zeit via Sky zur Verfügung stand - aber zwischenzeitlich war ich der Geschichte um die Angestellten einer New Yorker Werbeagentur zwischen 1960 und 1970 etwas müde geworden - um dann nach einigen Jahren Pause wieder sehr begeistert einzusteigen.

Mad Men war die erste Serie, bei der ich bewunderte, dass die Charaktere zum Großteil nicht wirklich sympathisch sind, man als Zuschauer aber dennoch mit ihnen fühlt und ihnen Gutes wünscht - weil sie es doch sowieso schon so schwer haben. Staffel 7 bringt die Geschichten um die "Kern-Besetzung" auch sehr schön und den Figuren gerecht werdend zu Ende, bis hin zur recht vielfältig interpretierbaren Schlussszene für Hauptfigur Don Draper.


Neben den Figuren wird die Serie durch ihren detailverliebten Blick auf die Zeitgeschichte interessant und löste damit den Trend aus, Serien in der jüngeren Vergangenheit spielen zu lassen (The Americans, Better Call Saul, Masters of Sex,...). Mad Men macht das so gut, dass ich beispielsweise relativ ergriffen verfolgte, wie die Figuren und ihre Familien gespannt vor den Fernsehgräten die erste Mondlandung erleben - weil man sich eben gut vorstellen kann, dass es tatsächlich so war.

Mad Men: Sieben intelligente, wenn auch selten gute Laune vermittelnde Staffeln, die von anderen Serien kaum zu übertreffen sein werden. Schließen wir mir einem berühmten Zitat des alten Optimisten Don Draper:
What you call love was invented by guys like me to sell nylons. 

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