Im Rahmen des Gratis Comic Tags bekam ich ein Exemplar des Comics zur Buch- und Fernsehserie Game of Thrones in die Finger. Und nachdem sow...

Game of Thrones als Comic

Im Rahmen des Gratis Comic Tags bekam ich ein Exemplar des Comics zur Buch- und Fernsehserie Game of Thrones in die Finger. Und nachdem sowohl die Buchreihe als auch die HBO-Fernsehserie Topränge meiner persönlichen Charts für 2011 belegten, interessiert mich natürlich auch die Umsetzung der Geschichte in einem weiteren Medium.

Der Gratiscomic umspannt die allerersten Szenen der Geschichte: Erzählt wird das unheimliche und tödliche Zusammentreffen von Mitgliedern der "Night's Watch" mit einer Art Geistern, die Hinrichtung des einzigen Überlebenden der Begegnung durch den Fürsten und Familienvater Ned Stark, der Fund eines Wurfs von Schattenwolfbabies, die fortan die Kinder der Familie Stark begleiten werden (aber gleichzeitig ein böses Omen darstellen) sowie die Nachricht, dass der Stellvertreter des Königs gestorben ist und der König selbst zur Familie Stark in den Norden reisen wird, um Ned zum Nachfolger zu ernennen.

Ein "Other" in der Serie: Schatten mit schlecht sichtbaren blauen Augen im Hintergrund ...

... und im Comic: Das ist definitiv kein Mensch.
Wenn man die Geschichte bereits aus Buch und Fernsehserie kennt, achtet man natürlich besonders auf die Unterschiede. Zunächst fällt auf, dass die Comicserie nicht unter den Budgetrestriktionen der Fernsehproduktion leidet und folglich die unheimlichen Wesen, die in der ersten Szene den Spähtrupp niedermetzeln, viel deutlicher zeigen als das in der Verfilmung der Fall ist.

Darüber hinaus ist es im Comic auch besser möglich, die Familienähnlichkeit der Starks-Kinder, die laut Buch fast allesamt ihrer Mutter ähneln, heraus zu arbeiten. Für meinen Geschmack sehen sie sich im Comic aber etwas zu ähnlich, und ihre Mutter Catelyn scheint trotz ihrer zum Teil beinahe erwachsenen Kinder selbst maximal zwanzig Jahre alt zu sein.

Bran mit seinem Miniwolf ...

... und als rothaaariger Sohn seiner rothaarigen Mutter ...
... die in der Fernsehserie altersmäßig zu Sean Bean als Ned Stark passt ...
... im Comic aber ebenso wie dieser deutlich jünger und hübscher ist.
Im großen und ganzen gefällt mir die Fernsehumsetzung besser, weil die Figuren insgesamt einfach glaubwürdiger wirken, mit ihrer comicmäßigen Idealisierung kann ich mich - vielleicht, weil mir das Medium eben doch eher fremd ist - nicht so sehr anfreunden. Spannend wäre vielleicht noch die Umsetzung weiterer Szenen, die in der Fernsehserie mangels Budget relativ einfach umgesetzt wurden, also alles Übersinnliche wie Drachen oder auch Schlachtszenen. Aber all das interessiert mich denke ich nicht genug, um die Fortsetzungen des Comics käuflich zu erwerben.

Wer das anders sieht, kann im August einen Sammelband der Hefte bei amazon bestellen, wahlweise broschiert für 19,95 Euro oder gebunden für 39,95. Die Einzelhefte habe ich zumindest im Onlineshop von Panini nicht gefunden, möglicherweise sind sie also bereits nicht mehr im Handel.

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