Maifeld Derby 2012: Rückkehr zum Festival der kurzen Wege

U.

Gestern ging es also los mit der zweiten Auflage des Festivals Maifeld Derby - ich erzählte schon darüber. Dank mangelnden Navigationskünsten der Beifahrerin sowie ihres iPhones kamen wir erst gegen 19 Uhr vor Ort an und marschierten auf dem uns ja bereits vertrauten Gelände erst einmal schnurstracks zum "Parcour d'Amour", der in seinem Alltagsleben die überdachte Zuschauertribüne einer Reithalle ist. Dort besuchten wir die letzten Klänge des ersten von mehreren Überraschungskonzerten auf dem Zeitplan, bei dem es sich um einen Zusatzauftritt des Sängers von We Invented Paris handelte. Zwischen diesem und weiteren Konzerten des Abends - wir sahen Susanne Sundfør, Erland & The Carnival, Olli Schulz, Friska Viljor und ein wenig vom Hooded Fang-Auftritt - hatten wir auch Gelegenheit, die diesjährige Infrastruktur des Festivals zu betrachten.

Auf dem Feld, das letztes Jahr mit leuchtenden Würfeln dekoriert war, funkeln nun angestrahlte Discokugeln in allen Größen. Der Parcour d'Amour, in dem ebenfalls als Teil des Festivals auch Lesungen stattfinden, ist mit offenbar handgenähten Herzen dekoriert.


Die Zahl der Fresstände hat sich gegenüber dem letzten Jahr in der Tat verdoppelt - es sind jetzt zwei! Offenbar haben letztes Jahr viele Vegetarier über das recht wurstlastige Speisenangebot gemeckert, das kann hoffentlich nicht alles ich allein gewesen sein. Der Stand der Metzgerei Kumpf bietet nun neben der bekannten Gemüsepfanne auch Pakoras und Reibekuchen an, und nebenan verkauft ein kleiner asiatischer Stand verschiedene fleischhaltige und fleischlose Gerichte. Sonst gibt es noch einen Stand mit Bier, einen mit alkoholfreien Getränken und einen für Merchandise - alles wie bei anderen Festivals, nur eben je nur einmal vorhanden. Dieses Jahr möchte das Maifeld Derby außerdem "grüner" werden, wohl als Teil dieser Maßnahme sahen wir auch ein DJ-Pult mit angeschlossenen Fitness-Fahrrädern, das aber nicht in Betrieb war. Ebenfalls bemerkten wir den "Sessions Play Room", ein Zelt, in dem man auf einer offenen Bühne selbst auftreten kann.


Neben den Überraschungskonzerten (heute kommt noch eines) gibt es noch zahlreiche andere ungewöhnliche Ideen. So findet heute für Interessierte ein gemeinsames Mittagessen von Festivalhelfern, Besuchern und Musikern statt, zu dem ebenfalls eine Band (The Miserable Rich) spielt. Für Fahrradfahrer wurde für heute außerdem eine Tour von der Mannheimer Innenstadt zum Festivalgelände angeboten, nach Ankunft gab es - natürlich - ebenfalls ein exklusives Zusatzkonzert.


Essen und Fahrradkonzert werden wir bereits verpasst haben, wenn wir uns gleich wieder auf den Weg nach Mannheim machen. Dafür stehen heute noch unter anderem The Blood Red Shoes, Dear Reader und We Have Band auf dem Musikprogramm, und Interessierte können auf einer Videoleinwand das Champions League Finale verfolgen.

Insgesamt schienen uns etwas weniger Zuschauer anwesend zu sein als im letzten Jahr, ausverkauft ist das Festival definitiv nicht. Hoffentlich rentiert sich der Aufwand für die Organisatoren, die ja, wie sich an den Zusatzideen zeigt, mit viel Liebe am Werk sind.

Über die gestrigen und heutigen Konzerte berichte ich dann morgen und übermorgen.


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