Gelesen: Oktober 2015

U.
Ab sofort sind die Monatsrückblicke dreigeteilt. Damit sind die Posts nicht mehr so lang, und gleichzeitig passiert auf dem Blog mehr. Win-win!


Widmen wir uns also zunächst den Büchern, die ich im Oktober gelesen beziehungsweise gehört habe. Hauptsächlich hatte ich einen Jo Nesbø-Monat. Dessen Krimireihe um den alkoholkranken norwegischen Polizisten Harry Hole begann ich irgendwann mit Leopard. Nachdem ich damit den Anfang bereits verpasst hatte, las und hörte ich anschließend in unregelmäßigen Abständen verschiedene Bände der Reihe, was ich so nicht empfehlen kann: Die Teile bauen, obwohl sie natürlich in sich abgeschlossen sind, in der Nebenhandlung durchaus aufeinander auf.

Folglich war es auch keine sonderlich brilliante Idee, spontan Koma, den bislang letzten Band der Reihe, anzuhören. Die Vorgängergeschichte Die Larve kann ich mir nun jedenfalls sparen, denn die Handlung dieses Romans wird in Koma so ausführlich wieder aufgegriffen, dass der ältere Roman sicherlich keine Überraschungen mehr für mich bereit hält. Und sonst? Durchaus ein solider Krimi. Harry will kein Polizist mehr sein und lehrt an der Polizeihochschule, dann kommt es in Oslo zu einer seltsamen Mordserie, bei der Polizisten an den Tatorten ungeklärter Mordfälle ermordet werden. Harry kehrt dann (natürlich) irgendwann wieder zur Polizeiarbeit zurück und klärt letztlich alles.


Spannend war der Roman schon, da kann man nichts sagen, allerdings nervt mich Nesbøs Vorliebe fürs Eklige, wenn es darum geht, Morde oder auch andere Brutalität zu schildern. Aus meiner Sicht wäre da weniger oft mehr, aber Autor und Verlag wissen sicherlich, was sich am besten verkauft.

Anschließend stellte ich dann überrascht fest, dass ich auch Der Fledermausmann, den ersten Band der Harry Hole-Reihe, als Hörbuch besitze, was ich völlig vergessen hatte. Also hörte ich nach dem letzten Teil kurzentschlossen den ersten und muss sagen: Den braucht kein Mensch. "Eklig" konnte Nesbø auch im ersten Band bereits, aber der Schauplatz Australien trug nichts zu der Geschichte bei (beziehungsweise schon, aber auf eine aufgesetzte, unrealistische Weise) und die Handlung wirkte auf mich völlig beliebig. Aber es ist doch auch schön, zu sehen, dass der Autor im Laufe der Zeit dazu gelernt hat.

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