Auf das Buch des Monats Juli bin ich durch reinen Zufall gestoßen: Bei Twitter stolperte ich immer wieder über die Strichmännchen-Comics ...

Gelesen: Juli 2016


Auf das Buch des Monats Juli bin ich durch reinen Zufall gestoßen: Bei Twitter stolperte ich immer wieder über die Strichmännchen-Comics von Erzählmirnix, begann irgendwann, dem Account selbst zu folgen und bekam dann mit, dass dessen Betreiberin, die Psychologin Nadja Hermann, auch einen Blog über das und ihr Abnehmen betreibt - und ein Buch dazu veröffentlicht hat.

In dem Buch vermittelt sie letztlich ähnliche Informationen wie über den Blog, allerdings besser geordnet und bequemer zu lesen. Hermann behauptet nicht, die tollste Diät der Welt entdeckt zu haben, mit der jeder Mensch leicht und ohne Verzicht Gewicht verlieren kann. Sie hat allerdings seit 2013 von 150 auf 63 Kilo abgenommen und im Verlauf dieses Prozesses etliche Studien über Übergewicht, Gewichtsverlust und Diäten gelesen.

Ihr Buch ist der Versuch, mit Abnehm-Mythen aufzuräumen, die man in so gut wie jeder Zeitschrift immer und immer wieder lesen kann - und an die sie selbst früher geglaubt hat. Unter Kapitelüberschriften wie "Im Alter nimmt man zu, weil der Stoffwechsel langsamer wird", "Leichtes Übergewicht ist sogar gesünder als Normalgewicht" oder "Aber meine Blutwerte sind super" erklärt Hermann detailliert und vor allem nachvollziehbar, warum das jeweilige Eingangsstatement nicht stimmt.

So einfach die Aussage des Buchs letztlich ist, nämlich, "Abnehmen funktioniert nur über ein Kaloriendefizit, das aber bei jedem", so erschreckend ist es in manchen Kapiteln, zu erkennen, dass schon wieder eine These, die man beinahe täglich liest oder hört (etwa die, dass viele Diäten nach und nach den Stoffwechsel zerstören, so dass man letztlich trotz geringer Nahrungszufuhr zunimmt) schlicht kompletter Blödsinn ist.

Wenn man sich für das Thema interessiert, ist das Buch definitiv empfehlenswert, zumal man sich nach der Lektüre in Zukunft jedes weitere Diätbuch sparen kann.

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